Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Mit Rewe unterwegs – beim Gemüsebau Steiner

Mit Rewe unterwegs – beim Gemüsebau Steiner

Könnt ihr euch noch daran erinnern – Anfang des Jahres habe ich in Kooperation mit Rewe eine Woche lang den Nachhaltigkeits Selbsttest gemacht und euch darüber berichtet. Schön fand ich dabei, dass mit einem Mix aus Pro Planet Produkten, regionalem Gemüse und Bio Waren einem gesunden, saisonalen und regionalen Einkauf (der nicht in einer Woche das Monatsbudget sprengt) nichts im Wege stand. Und als ich dann gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte mir in Kirchweidach mal anzuschauen wie zum Beispiel Tomaten und Paprika in Deutschland nachhaltig angebaut werden können… habe ich erst einmal gegoogelt wo Kirchweidach liegt. In Bayern, unweit vom Chiemsee. Sonnig soll es da sein und ein Mix aus Neugier und unserem spontanen Plan das zu einem langen Wochenende auszudehnen haben dazu geführt, dass ich gerne zugesagt habe.

Also ging es am letzten Mittwoch nach der Arbeit auf Reisen. Ein stop over in Regensburg, so sind wir am Donnerstag ausgeruht und absolut entnervt weil das Navi auf die letzten Kilometer kein Internet hatte entspannt vor den Toren vom Gemüsebau Steiner angekommen.

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Irgendwo im Nirgendwo erstrecken sich 11,8 Hektar Gewächshaus über die Felder. Glasfronten so weit das Auge reicht. Wir sind gespannt was uns erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Steiner und Rewe geht es auch schon los. Glücklicherweise gab es vorab die Info das es warm wird – so haben wir unter unseren modischen Überziehern nur das Nötigste anbehalten. Hände und Schuhe werden desinfiziert und dann passiert das was halt passiert wenn man Blogger und Presse in freier Wildbahn jagen lässt – es wurde erst einmal ausgiebigst fotografiert.

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Reihen um Reihen Tomaten – so weit das Auge reicht. Und dazwischen fleißige Mitarbeiter die am Tag vermutlich mehr laufen als ich in einem ganzen Jahr. Die weißen Rohre die ihr auf den Bildern seht gehören zum Heizungssystem. Geheizt wird hier mit Geothermie – also grob vereinfacht eine riesige Erdwärmeheizung. Aber mehr dazu später. Den benötigten Strombedarf deckt man hier über eine Photovoltaikanlage. Das ist aufgrund der sonnigen Lage des Gewächshauses möglich. Unten auf dem Boden seht ihr die ausgegeizten Blätter der Tomatenpflanzen liegen. Darin “wohnen” die Nützlinge, die hier zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.

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Herr Steiner beginnt die Führung mit einem groben Ablauf über das Jahr im Gewächshaus – am 8. Januar werden die frisch gelieferten Jungpflanzen in Kokosfasersubstrat gepflanzt. Die Bewässerung und Versorgung mit zusätzlichen Nährstoffen erfolgt über Schläuche, die direkt zwischen den Wurzeln im Substrat stecken. Von März bis November wird geerntet und danach ist der große Gewächshausputz angesagt. Im Januar geht es dann von vorne los.

Wir ihr seht sind die Pflnazen “unten rum” ziemlich kahl – das erleichtert nicht nur die Ernte, hier wird mit System ausgegeizt. Die älteren Blätter bringen für die Pflanze nicht mehr die optimale Leistung und werden deshalb entfernt. So eine Tomatenpflanze kann hier übrigens gut und gerne mal 16m lang werden. Bei unserem Besuch hatten sie in etwa 5m Länge.

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Was für die Mitarbeiter tägliche Arbeit ist wird für uns kurzerhand zum Spielplatz – mit der Hebebühne geht es hoch hinaus. Die Größe des Gewächshauses ist beeindruckend. Und kennt ihr das, wenn ihr mit einem Geruch etwas ganz bestimmtes verbindet? Der Duft von Tomatenpflanzen ist für mich untrennbar mit dem Sommer verbunden. Und da es unter dem Dach entsprechend warm ist kommt hier richtiges Juli-Feeling auf… zwischen den Pflanzen, im Tomatenjungle, ist es übrigens erfrischend kühl.

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Geerntet wird hier übrigens erst, wenn die Tomaten wirklich reif sind. Da die Tomaten bei Rewe regional angeboten werden ist das vom Transport her kein Problem. Der große Vorteil ist der Geschmack, den jeder Tag an der Pflanze zählt – auch wenn die geerntete und verpackte Tomate ohne Probleme nachreifen würde.

Unter den Pflanzen stehen die Hummel-Boxen. In ihnen lebt jeweils ein Hummelvolk das den lieben, langen Tag umher fliegt und die Tomaten bestäubt. Bienen sind wegen ihres Flugverhaltens nicht für Gewächshäuser geeignet, kurz zusammengefasst sind sie wählerisch und fliegen für die richtige Blüte auch mal ein Stückchen weiter. Hummeln sind da unkomplizierter, die sehen eine Blüte und los geht’s.

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Die Bestäubung läuft also über Hummeln – und die Schädlingsbekämpfung? Auch dazu erfahren wir hier mehr. Raubmilben und Schlupfwespen sind die Lösung. Auf diesem Weg mussten im letzten Jahr keine anderen Mittel zur Schädlingbekämpfung eingesetzt werden. Nicht schlecht! Ich frage natürlich gleich nach ob das auch im eigenen Garten klappt, aber leider ist es wie befürchtet: während die Nützlinge im Gewächshaus räumlich eingeschränkt sind könnte ich sie im Garten nicht davon abhalten auch in die Nachbargärten zu entfleuchen. Das ist aus meiner Sicht ein bisschen so wie mit offenem Fenster heizen, kann man auch lassen. Außerdem sollte man bei genauem Hinsehen ohnehin den einen oder anderen Nützling im Garten entdecken. Ich werde die Augen offen halten. Die Karten mit den Raubmilben werden einfach an die Tomatenpflanzen gehangen (Foto rechts unten) – sie suchen sich dann schon selbst ein schönes Plätzchen. Prävention ist übrigens der Schlüssel – so können sich Schädlinge gar nicht erst ausbreiten.

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Es geht an die frische Luft und ein Sprung in das Wasserbecken scheint nur zu verlockend. Hier wird das Regenwasser von den Dächern und das Kondenswasser aus dem Gewächshaus gesammelt. Nichts wird verschwendet. Glück hatte man hier auch mit den Nachbarn, da Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen wurde ein Feld gepachtet und in eine Wildwiese verwandelt. Auch schön.

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Wenn Herr Steiner über sein Projekt erzählt sieht man richtig den Vaterstolz in seinen Augen. Bisher ist dieses Gewächshaus praktisch einmalig, es zeigt aber, dass man mit etwas Glück und am richtigen Standort auch in Deutschland nachhaltig Gemüse anbauen kann.

Weiter geht es zu den Paprika. Rot, gelb, grün – Die Paprika werden aber noch umziehen, sie bekommen ein eigenes Gewächshaus und in diesem Flügel werden dann Tomaten gepflanzt. Das Gewächshaus ist übrigens aus speziellem Glas gebaut. Zum einen haben wir Sicherheitsglas, in erster Linie aus Versicherungsgründen. Ab und an hagelt es ja leider doch. Zum anderen hat es eine spezielle Struktur die das Licht streut. So wird das einfallende Licht optimal genutzt… und unsere Schatten wirken verwaschen.

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Die Nützlinge wohnen hier in Getreideampeln und haben in erster Linie ein Ziel: Blattläuse.

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Jetzt folgen wir den geernteten Paprika in die Verpackung. Die Container wandern zuerst in die automatische Sortieranlage und werden nach Größe sortiert. Jetzt flitzt ein fleißiger Mitarbeiter an die verschiedenen Fächer und packt die Paprika in Kisten. Und die müssen wirklich flitzen… Kaputtes Gemüse wird aussortiert. Viel ist das aber nicht. Es wird dann kompostiert. Besonders kleine Exemplare die im regulären Verkauf keinen Abnehmer finden würden bekommt ein regionaler Fleischer, der bastelt daraus Spieße und ähnliches. Große Exemplare werden lose verkauft, kleinere landen meist in der rot-gelb-grünen Dreierpackung.

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So wunderbar sortiert können sich die Tomaten und Paprika dann auf die Reise in den nächsten Rewe Markt machen. Aufgrund der nachhaltigen Anbauweise können die Produkte außerdem mit dem Pro Planet Label gekennzeichnet werden.

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Am Ende folgt ein technischer Teil. Den fasse ich mal so weit zusammen, dass man zum Glück den Bedarf über Photovoltaik und Geothermie decken kann. Die Notfallversorgung war bisher nur einmal zu Testzwecken bei der Inbetriebnahme an – die Anlage würde 1000L Erdöl pro Stunde verschlingen. In Holland laufen 95% der Gewächshäuser noch über Erdgas. Den Verbrauch möchte man sich gar nicht vorstellen. Wir schauen uns noch an wie in der Wasseraufbereitungsanlage mit UV-Licht das Wasser entkeimt wird. Ziemlich komplex, mit Trübungsmessung und entsprechend angepasster Fließgeschwindigkeit – so kann kein Keim überleben. Danach geht es zum Geothermiebrunnen. Den teilt man sich übrigens mit der Stadt Kirchweidach – es ist genug warmes Wasser für alle da und durch das gemeinsame Interesse an dieser Energieform konnte das Projekt so gemeinsam umgesetzt werden.

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Mit einem leckeren, kleinen Mittagessen und einer gemütlichen und sehr offenen Frage und Diskussionsrunde beenden wir die Führung. Es war ein sehr spannender Tag und ich hatte wirklich großen Spaß daran einen Blick hinter die Kulissen dieses großen und nachhaltigen Gewächshauses werfen zu dürfen.

Dann wende ich mich jetzt mal wieder meinem eigenen Garten zu… auch wenn meine Abläufe etwas weniger optimiert sind – ich habe Spaß daran und meine Tomaten sind klasse!

Blutwurst mit Apfel-Karotten Salat

Blutwurst mit Apfel-Karotten Salat

Es geht weiter mit der Blutwurst – nachdem uns der Rohkostsalat vom Sauerkraut mit Minze und Koriander zu den Cupcakes so gut geschmeckt hat gab es ihn noch in einer zweiten Variante. Mit Apfel und Karotte, Sesamöl, Orangensaft, Koriander und Minze – die Reste habe ich mit ins Büro genommen wo sie kameradschaftlich geteilt wurden. Dieser Salat hat wirklich alle überzeugt!

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Zutaten für 2 Personen (Salat für 4):

2 Blutwürste

etwas Rapsöl

Für den Salat:

4 Karotten

2 Äpfel

3 EL Sesamöl

1 Orange

1 Bund Koriander

1 Bund Minze

Pfeffer & Salz

Für das Kartoffelpüree:

4 Kartoffeln (mittelgroß)

Pfeffer & Salz

1 Prise Muskat

70g Schlagsahne

etwas Milch

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, würfeln und in kaltes Salzwasser geben. Aufkochen und ca. 12 Minuten gar kochen.

Die Karotten schälen, die Äpfel entkernen und vierteln. Alles nacheinander mit grober Raspel in die Küchenmaschine geben. Koriander und Minze fein hacken. Den Saft aus der Orange und das Sesamöl darüber geben, alles gut vermischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

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In der Pfanne etwas Öl erhitzen, die Würste mit der Gabel einstechen damit sie nicht platzen und rundum braten. Das dauert in etwa 8 Minuten, dann sind sie gar.

Die Kartoffeln abgießen, stampfen, mit der Sahne verrühren und danach so viel Milch langsam einrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Blutwurst, Kartoffelpüree und Apfel-Karotten Salat gemeinsam anrichten.

Ein schnelles Abendessen!

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Hähnchen Tajine wie in Marokko

Hähnchen Tajine wie in Marokko

Manchmal braucht man einen Schubser um endlich in die Gänge zu kommen. Im November waren wir in Marrakesch – ich habe es immer noch nicht geschafft euch darüber zu berichten, aber ich verspreche das kommt noch. Wie auch immer – in Marrakesch habe ich mir eine wunderbare Tajine gekauft. Wir haben lange und hart verhandelt, aber am Ende haben wir ein wunderbares Exemplar mit nach Hause gebracht. Natürlich haben wir auch Gewürze eingekauft, unter anderem ein Hähnchengewürz das uns vor Ort so gut geschmeckt hat. Wie es dazu kommt, dass ich jetzt endlich mit der Tajine gekocht habe? Die Antwort lautet 4 Jahre Bushcooks Kitchen! Dorothée wünscht sich hier unsere Souvenirs aus der Küche – perfekt, Tajine und Gewürz gehen an den Start. Als ich die Tajine gekauft habe hat uns einer der Jungs aus dem Hotel gefragt ob wir Zuhause offenes Feuer haben. Als ich das verneint habe hat er mich ein bisschen mitleidig angeschaut und dann gesagt: “Nicht so schlimm, es wird sicher auch so gehen…” Wir fanden unsere marokkanische Hähnchen Tajine auf jeden Fall sehr lecker!

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Zutaten für 2-3 Personen:

4 Hähnchenschenkel

2 EL Olivenöl

3 EL marokkanisches Hähnchengewürz

etwas Salz

2 Zitronen (besser eingelegte Zitronen)

1 kleine Zucchini

1 rote Paprika

2 Zwiebeln

3 Knoblauchzehen

1 Bund Minze

1 Bund Koriander

1 Hand voll grüne Oliven

1 Hand voll schwarze Oliven

ca. 150ml Gemüsebrühe + 2 Tassen

1 Tasse Couscous

Zubereitung:

Hähnchengewürz, Salz und Öl zu einer Marinade verrühren. Die Keulen am Gelenk teilen und das Fleisch mit der Marinade einreiben. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und die Zwiebeln vierteln. Die Zitronen vierteln. Die Oliven und Kräuter mit in die Tajine geben. Den Ofen auf 120°C vorheizen und so viel heiße Brühe in die Tajine füllen, dass die Vertiefung in der Mitte gefüllt ist.

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Die Tajine für 2 Stunden in den Ofen schieben. Dann die Zucchinischeiben und die Paprikastifte dazu geben und alles für eine weitere halbe Stunde garen lassen. Durch das herabtropfende Kondenswasser in der Tajine wird das Geflügel durchgehend übergossen und am Ende wunderbar zart.

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In den letzten Minuten einen Topf mit Couscous und Brühe aufkochen, zwei Minuten köcheln und dann gar ziehen lassen. Die Tajine aus dem Ofen holen.

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Couscous, Hähnchen und Gemüse gemeinsam anrichten.

Da kommt Urlaubsfeeling auf!

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Mit dabei beim Event:

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche