Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Beer But Chicken – in 2 Varianten

Beer But Chicken – in 2 Varianten

Eins der beliebtesten Rezepte für Hähnchen vom Grill ist derzeit das Beer But Chicken. Genau gesagt – ein auf einer Bierdose sitzendes Hähnchen das außen würzig mariniert ist und durch den Bierdampf und die Ofen oder Grillhitze gegart wird. Je nachdem welche Quelle man zu Rat zieht wird einem entweder das Hähnchen aus dem Ofen oder vom Grill empfohlen. Ich habe jetzt beides probiert und möchte euch hier am Rezept und dem Pro und Kontra beider Methoden teilhaben lassen.

Als Beilage eignet sich in beiden Fällen gut: ein bunter grüner Salat, Curry Nudelsalat, Folienkartoffeln mit Rosmarin und Kräuterbutter.

Zutaten – 1 Hähnchen pro 2 Personen:

1 Hähnchen, mind. 1,2 kg (besser 1,5 kg)

1 Dose Bier (0,5 L)

1 TL Kreuzkümmelsamen

1 TL Fenchelsamen

1 EL Paprikapulver

1 kleine, getrocknete Chilischote

1/2 EL brauner Zucker

Salz & Pfeffer

5 EL Olivenöl

Zubereitung:

Der Ofen muss auf 180°C vorgeheizt werden. Der Grill sollte in Bereitschaft gebracht werden.

Zuerst werden Fenchel- und Kreuzkümmelsamen gemeinsam im Mörser zerstoßen. Beide kommen in ein kleines Schüsselchen und werden mit Paprikapulver, Zucker und Pfeffer gemischt. Dann zerstoße ich die Chili zusammen mit dem Meersalz. Beides kommt zu den restlichen Gewürzen in die Schüssel. Mit Olivenöl zu einer Würzpaste vermischen. Mit dieser Paste wird jetzt das Hähnchen eingerieben. Dann muss das Hähnchen aud die Dose. Wer sich für die Zubereitung im Ofen entscheidet sollte knapp 1/3 der Dose leeren, für die Zubereitung auf dem Grill ist das nicht nötig. Je größer das Hähnchen ist, desto einfacher bekommt man es auf die Dose. Kleiner Tip: wenn es garnicht will einmal beherzt drauf drücken. Dabei brechen die Rippen von der Wirbelsäule ab und das Ganze wird etwas flexibler. Die Dose sollte zu 2/3 im Hähnchen verschwinden. Welches Bier man nimmt ist übrigens absolut egal. Für die Zubereitung im Ofen habe ich eine Dose Berliner Pilsner gekauft, für die Zubereitung auf dem Grill wurde das absolut garnicht leckere Bier genommen das palettenweise mit aufs Festival geschleppt wurde und das ebenfalls palettenweise wieder mit nach Hause geschleppt wurde. Gut, dass ich mein Carlsberg hatte ;) Aber wieder zurück zum Thema – erstes Pro und Kontra.

Ofen:

Pro – Im Ofen hat man eine gerade Bodenfläche auf der das Hähnchen gut steht. Ich stelle es hier in eine kleine Form damit mir das Fett nicht den ganzen Backofen einsaut.

Kontra – die Höhe ist extrem knapp. Obwohl das Hähnchen direkt auf dem Boden steht ist kaum Abstand zu den Heizstäben. Beim nächsten Mal nehme ich außerdem eine Metallform, das Porzellanschälchen ist mir hier nämlich am Ende beim rausholen gesprungen. Das war wohl zu heiß.

Grill:

Pro – bei einem 50cm Ø großen Kugelgrill haben ohne Probleme 3 Hähnchen ausreichend Platz wenn die Bierdosen auf dem Grill für die Kohle stehen und die Kohle direkt unten im Grill liegt.

Kontra – auch ein ( wie in diesem Fall ) sehr gutes Grillrost bietet nicht die gleiche Stabilität wie der Boden im Ofen. Hier war es gut, dass wir 3 Hähnchen hatten, die konnten sich so gegenseitig stützen.

Weiter geht es also. Das Backofen-Hähnchen bleibt insgesamt 90 Minuten im Ofen und wird ab und an mit dem Fleischsaft / Fett übergossen das sich unten in der Porzellanschale sammelt. Die Grill-Hähnchen werden mit einer starken Rauchentwicklung konfrontiert da das Fett in die Kohlen tropft und dort munter fröhlich vor sich hin brennt. Das wird jedoch beherzt mit etwas Bier abgelöscht. Die Hähnchen brauchen hier aber nur 60 Minuten. Am Ende legen wir noch zusätzliche Keulen und Kartoffeln mit in den Grill.

Ofen:

Pro – das Hähnchen bekommt eine wunderbar knusprige Haut.

Kontra – es braucht ein wenig länger als die Grillvariante

Grill:

Pro – kurze Garzeit

Kontra – eher geräuchert und somit optisch nicht ganz so ansprechend wie die Ofenvariante

Am Ende sieht das Ofen-Hähnchen extrem lecker aus – es sitzt mit vor Stolz (oder Bierdampf) geschwellter Brust auf seiner Dose. So nehme ich es raus, halbiere es und richte es zusammen mit dem Salat an.

Das Grill-Hähnchen hat wie gesagt eine eher geräucherte Haut, zerfällt aber fast von selbst als wir es von der Dose heben. Das Fleisch ist extrem zart geworden und so werden die Hähnchenteile in Schüsseln angerichtet und auf den Tisch gestellt damit jeder zugreifen kann.


Mein persönliches Fazit:

Ofen – Pro ganz klar das Äußere und die Haut. Knusprig und glod-braun, genau so wie man sich das vorstellt. Die Konsistenz ist hier etwas zarter als das typischen Brathähnchen aus dem Ofen. Das kommt durch den Bierdampf. Kontra – bei den meisten Öfen wird es aber wohl schwer mehr als 2 Hähnchen vernünftig unterzustellen.

Grill – Pro ganz klar die unglaublich zarte Konsistenz vom Fleisch. Es geht auch etwas schneller und auf einem ausreichend großen Grill kann man ohne Probleme eine Gruppe von knapp 10 Personen verköstigen ohne ins Schwitzen zu kommen. Kontra ist leider die gräulich-verrauchte Haut die auch weniger knusprig ist als bei dem Ofen-Hähnchen und die anfänglichen Schwierigkeiten die Hähnchen so gegeneinander abzustützen das keins umfällt.

Trotzdem sind beide Varianten sehr lecker und ohne weiteres zu empfehlen. Man sollte aber nie auf die Idee kommen aus dem Dosenbier eine Sauce zu zaubern. Auch wenn dort Fett und Bratensaft hinein getropft sind – der Geschmack ist absolut grauenvoll. Bitter und metalisch.

Probiert aus was euch besser schmeckt – ich hoffe ich habe euch ein bissl bei der entscheidungsfindung geholfen!

In diesem Sinn – Guten Appetit

Amerikanischer Steakteller

Amerikanischer Steakteller

Jeder verbindet mit einem “echt” amerikanischem Steakteller sicher etwas anderes. Für mich gehört dazu ein großes Steak, Kartoffelspalten und ein Maiskolben. Dazu Sour Cream Dip, Kräuterbutter, ein schneller Tomatensalat und das Steak wird in etwas Worcestersauce geschwenkt. Hat jemand meinen Cowboy-Hut gesehen?

Zutaten für 2 Personen:

2 Steaks (Entrecôte, je 350g)

2 EL Worcestersauce

etwas Olivenöl

Pfeffer & Salz

200g Kartoffeln

6-7 Zweige Thymian

3 Knoblauchzehen

1 Zwiebel

2 Maiskolben

1 EL Zucker

1 EL Butter

Für den Tomatensalat:

4-5 Tomaten

1 Frühlingszwiebel

2 EL Olivenöl

1 EL Balsamicoessig

Pfeffer & Salz

Dazu:

Sour Cream Dip

Kräuterbutter

Zubereitung:

Der Vorteil an diesem Gericht ist, dass alles eine andere Zubereitungszeit hat und man an keinem Punkt auch nur den Hauch von Streß hat. Kartoffelspalten 45 Minuten, Maiskolben 25 Minuten, Steak 10 Minuten. Dazwischen ist reichlich Zeit für Dips und Tomatensalat.

Ich heize den Ofen auf 200°C vor und wasche die Kartoffeln. Dann schneide ich sie in Spalten und gebe sie mit den geschälten Knoblauchzehen, der geviertelten Zwiebel und den Thymianzweigen auf ein Blech. Mit Olivenöl großzügig beträufeln und mit Pfeffer und Salz würzen. Ab in den Ofen – die sind wir los!

Jetzt habe ich ausreichend Zeit für die Kräuterbutter und den Sour Cream Dip.

Dann geht es mit den Maiskolben weiter. Ich gebe ausreichend Wasser in einen großen Topf damit beide Maiskolben bedeckt sind. In das Wasser kommt etwas Salz (so wie für Pasta) und ein gestrichener EL Zucker. Dann bringe ich das Wasser zum kochen. Sobald es sprudelt reduziere ich die Hitze (Stufe 5 von 9) und lasse die Maiskolben knapp 25 Minuten köcheln.

Die Zeit nutze ich für den Tomatensalat. Da der ganz einfach ist bereite ich ihn direkt in den Schälchen zu in denen er serviert wird. Die Tomaten werden in Würfel geschnitten, die Frühlingszwiebel in Ringe. Mit Pfeffer und Salz kräftig würzen und Olivenöl und Balsamicoessig dazugeben. Einmal ordentlich durchmischen – fertig. Die Schälchen kommen direkt auf den Tisch damit sie mir nicht im Weg stehen.

Jetzt geht es mit den Steaks weiter. Ich erhitze Olivenöl in der Pfanne und lege die gesalzenen Steaks hinein. 1 Minute scharf anbraten, dann reduziere ich die Hitze ein wenig (Stufe 6 von 9) und lasse das Steak von dieser Seite noch 3 Minuten braten. Wenden und die Seite die jetzt oben ist pfeffern. Auch von der anderen Seite 4 Minuten braten. Jetzt gebe ich die Worchestersauce dazu und schwenke die Steaks von beiden Seiten kurz in der Pfanne.

Die Maiskolben abgießen und kurz mit einem EL Butter im Topf schwenken.

Steaks, Kartoffelspalten und Maiskolben auf den Teller geben und mit Salat und Dips anrichten.

Lasst es euch schmecken!

Tagliatelle mit Pancetta in Salbei-Sahnesauce

Tagliatelle mit Pancetta in Salbei-Sahnesauce

Mal wieder eine schnell gemachte Pasta – sogar wenn man die Tagliatelle wie ich hier selber macht. Das “gewisse Etwas” hat die Sauce in dieser Variante von der getrüffelten Olivenpaste bekommen die uns aus Kroation mitgebracht wurde.

Zutaten für 2 Personen:

2 Eier

200g Mehl

Für die Sauce:

2 EL Butter

1 kleines Bund Salbei

2 Knoblauchzehen

6 Scheiben Pancetta

2-3 TL getrüffelte Olivenpaste

2 Tomaten

100 ml Sahne

Pfeffer & Salz

1 kleines Bund Basilikum

2-3 Thymianzweige

1/2 Zitrone

Zubereitung:

Wie ich Pasta selber mache habe ich hier bereits ausführlich beschrieben. Wenn ihr Mehl und Eier also ausreichend lange verknetet habt und der Teig wie beschrieben ruhen durfte dann geht es weiter.

Ich schmelze die Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne und gebe den fein gehackten Salbei, die Thymianblätter und den in feine Scheiben geschnittenen Knoblauch dazu. Dann schneide ich die Pancettascheiben in Streifen und brate sie in der Salbeibutter an. Mit Pfeffer und Salz würzen und die Olivenpaste einrühren.

Für die Pasta bringe ich einen großen Topf Salzwasser zum kochen.

Jetzt wird der Pastateig wie beschrieben mehrfach durch die Nudelmaschine gezogen. Ich entscheide mich hier (auf Wunsch meiner besseren Hälfte) für Tagliatelle. Spaghetti gehen aber natürlich auch.

Die Nudeln kommen direkt in den Topf mit kochendem Salzwasser damit sie nicht verkleben. Tagliatelle brauchen jetzt ungefähr 6-7 Minuten bis sie gar sind, bei Spaghetti geht das etwas schneller.

Zurück also zur Sauce. Knoblauch, Salbei, Thymian, Pancetta und Olivenpaste haben ihre Aromen wunderbar in der Butter entfaltet. Jetzt kommt die gewürfelte Tomate dazu. Alles ordentlich umrühren und mit der Sahne aufgießen. Die Hitze im Auge behalten damit die Sauce nicht zerreißt. Abschmecken und wenn nötig mit Pfeffer und Salz nachwürzen. Kurz vor Ende kommen noch der Abrieb der Zitronenschale, ein Spritzer Zitronensaft und das grob gehackte Basilikum dazu.

Wenn die Nudeln fertig sind gieße ich sie ab und gebe die Hälfte zurück in den Topf. Dort vermenge ich sie mit der fertigen Sauce. Die restlichen Nudeln hebe ich nach und nach unter bis das gewünschte Verhältnis von Nudeln und Sauce erreicht ist.

Heiß servieren.

Essen ist fertig!