Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Tagliatelle mit Schinken und Pfifferlingen

Tagliatelle mit Schinken und Pfifferlingen

Es gibt sie wieder… überall – Pfifferlinge! Und ich kann einfach nicht daran vorbei gehen. Hier war eigentlich eine selbstgemachte Pasta mit Rindfleisch geplant, aber als da bei meinem “Lieblings-Gemüsestand” schon kleine Päckchen mit Pfifferlingen und Petersilie lagen konnte ich einfach nicht nein sagen. Kurz nachgedacht… im Kühlschrank liegt noch Schwarzwälder Schinken… passt!

Zutaten für 2 Personen:

2 Eier

200g Mehl

Salz & Pfeffer

250g Pfifferlinge

100g Schwarzwälder Schinken

6 Tomaten

2 Knoblauchzehen

1 EL Butter

1 kleines Bund Petersilie

2 Frühlingszwiebeln

1 EL Tomatenmark

1 Spritzer Zitronensaft

1/2 Tasse vom Nudelkochwasser

Zubereitung:

Wie immer wenn ich Pasta selber mache fange ich mit dem Nudelteig an. Der ist ja auch nicht sonderlich kompliziert, auf 1 Ei kommen 100g Mehl und für 2 Personen rechne ich 2-3 Eier / 200-300g Mehl. Je nach Hunger halt… Ei und Mehl werden also ausgiebig verknetet, dann darf der Teig für 25 Minuten in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank ruhen.

Die Zeit nutze ich um die Sauce vorzubereiten. Ihr kennt mich, ich bin ein Banause der ohne schlechtes Gewissen Pfifferlinge unter fließend kaltem Wasser abwäscht und sie dann kurz abtrocknet. Im Wald steht ja auch niemand mit einem Schirmchen neben den Pilzen… Aber zurück zum Thema, die Pfifferlinge werden gewaschen und getrocknet, die Schinkenscheiben schneide ich in Streifen, die Tomaten werden gewürfelt, die Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten, der Knoblauch fein gehackt. Dann brate ich in einer großen Pfanne den Speck mit Knoblauch und Frühlingszwiebeln (weißer Anteil) in Butter an. Sobald der Schinken leicht kross wird kommen die Pfifferlinge dazu, 2 Minuten später die Tomaten. So lasse ich alles bei niedriger Hitze köcheln.

Zurück also zur Pasta. Einen Topf Salzwasser zum kochen bringen. Den Teig ziehe ich mehrfach durch die Nudelmaschine. Bei Stufe 6 bin ich zufrieden mit der Dicke und ziehe ihn durch die Tagliatelle-Walze. Die Nudeln kommen direkt in das kochende Salzwasser und brauchen jetzt ungefähr 7 Minuten. Ab und an umrühren damit die Pasta nicht verklebt.

Und wieder rüber zur Sauce. Die Tomaten sind weitgehend verkocht und ich ergreife die Chance alles kräftig mit Pfeffer und Salz zu würzen. Salz etwas weniger, der Schinken ist ja schon ein bissl salzig. Dann rühre ich die restlichen Frühlingszwiebelringe und etwas Tomatenmark ein und gebe noch einen Spritzer Zitronensaft dazu. Kurz bevor die Nudeln fertig sind hacke ich die Petersilie fein und gebe sie in die Sauce.

Dann werden die Nudeln abgegossen – 1 Tasse Nudelwasser fange ich auf. Die Tagliatelle kommen zurück in den Topf. Dort bekommen sie direkt Gesellschaft von der halben Tasse Nudelwasser und der Hälfte der Sauce. Alles ordentlich durchmischen und anrichten. Den Rest der Sauce verteile ich auf beide Teller.

Guten Appetit!

Hörnchennudeln mit Thai-Pesto und Lachs

Hörnchennudeln mit Thai-Pesto und Lachs

Ich wollte heute nicht einkaufen gehen, so kurz vor dem Urlaub möchte ich lieber die Vorräte im Kühlschrank aufbrauchen. Ein kurzer Blick ins Gemüsefach sagt mir, dass ich im Einkaufswahn im Asia-Markt mal wieder alles eingepackt habe was nicht niet und nagelfest war. Ist aber halb so schlimm – da lässt sich doch was draus machen! Nur was? Ich hab’s – Kräuter-Pesto! Die Cashewkerne sind schließlich auch offen und der Parmesan will auch langsam verwertet werden. Dazu schnell ein Lachsfilet aus der Tiefkühltruhe gefischt und los geht’s.

Zutaten für 2 Personen:

2 Lachsfilets

1 Hand voll Cashewkerne

250 g kleine Hörnchennudeln

Erdnussöl

Salz

Für das Pesto:

2 Hand voll Cashewkerne

150g Parmesankäse

1 großes Bund Thai-Basilikum

1 Bund Koriander

4 Frühlingszwiebeln

3 Knoblauchzehen

1 große, saftige Zitrone

80 ml Erdnussöl

4 kleine rote Chilischoten

Salz

2 EL Zitronenöl

Zubereitung:

Das Pesto ist super pflegeleicht. Ich gebe das Thai-Basilikum ohne Stiele und den Koriander mit Stielen in einen großen Mixer. Dazu kommen die grob zerteilten Frühlingszwiebeln, der Parmesankäse, die klein geschnittenen Chilis, die Cashewkerne und die geschälten Knoblauchzehen.

Wenn soweit alles vorbereitet ist gebe ich das Erdnussöl und das Zitronenöl dazu. Dann mixe ich alles auf höchster Stufe zu einem glatten Pesto. Einmal vorsichtig abschmecken damit man sieht was fehlt.

Für die Säure gebe ich erst den Saft aus der halben Zitrone dazu – kurz durchmixen – das reicht aber nicht, also wird die andere Hälfte auch noch ausgepresst. Dann würze ich das Pesto mit Salz. Wieder abschmecken – so habe ich mir das vorgestellt. Das Pesto hat eine ganz andere Würze als “normales Kräuterpesto”.

Jetzt koche ich die Nudeln in Salzwasser bis sie gar sind. In dieser Zeit würfel ich den Lachs in große Stücken und würze ihn mit Salz. Dann brate ich den Lachs und die verbliebene Hand voll Cashewkerne in etwas Erdnussöl an bis die Kerne gold-braun sind, der Lachs aber noch schön glasig ist.

Dann gieße ich die Nudeln ab und mixe das Pesto unter. Die Pasta samt Pesto kommt zuerst nochmal kurz in den Nudeltopf und wird erwärmt, dann kommt der warme Mix auf den Teller und darüber gebe ich die Lachswürfel und die Cashewkerne. Noch 1-2 Blättchen Thai-Basilikum für die Optik.

Lasst es euch schmecken!

Phở Bò und vietnamesische Frühlingsröllchen

Phở Bò und vietnamesische Frühlingsröllchen

Phở Bò ist eine typische vietnamesische Suppe mit Rindfleisch. Bei den Zutaten variieren alle Rezepte ein wenig – hier ist meine Version mit Shitake, Rindfleisch, Reisnudeln, Bohnen, Mangetout, Ingwer, Koriander, Thai-Basilikum und Chilis. Dazu gab es ein paar vietnamesische Frühlingsröllchen. Hier habe ich mich für eine vegetarische Variante entschieden weil ja in der Suppe schon Fleisch war.

Zutaten für die Phở Bò (2 Personen):

1 L Rinderbouillon

1 schwarze Kardamonkapsel

4 EL Fischsauce

4 cm Ingwer

2-3 Frühlingszwiebeln

6-7 getrocknete Shitake

1 kleine Hand voll Bohnen

1 kleine Hand voll Mangetout

3 kleine rote Chilischoten

2 Anissterne

3 Pimentkörner

1/2 Zimtstange

2 Limetten

120g spaghettiartige Reisnudeln

1 kleine Karotte

150g Rindersteak (hier vom Jungbullen aus der Keule)

1 kleines Bund Thai-Basilikum

1 kleines Bund Koriander

Zutaten für 6 Frühlingsröllchen:

6 Blätter Reispapier

250g Kokosfett

30g spaghettiartige Reisnudeln

1 Karotte

6 Mangetout

1 Frühlingszwiebel

2 braune Champignons

1 kleine rote Chilischote

Zubereitung:

Da die Kochzeit für die Suppe an sich später eher kurz ist und auch die Frühlingsröllchen recht flott frittiert sind gilt hier das Motto: Timing ist alles!

Im ersten Schritt koche ich die Reisnudeln in Salzwasser bis sie gar sind und schrecke sie dann wie auf der Packungsbeilage beschrieben mit kaltem Wasser ab. Hier ist es empfehlenswert den Kopf zum Denken zu benutzen (!), auf der Packung stand nur: “Die Nudeln 3 Minuten in Wasser kochen”… hab ich also spontan so gemacht – ohne Salz – und die Nudeln sind natürlich hart geblieben… Na ja – hiermit warne ich euch vor ;)

Jetzt schneide ich den Ingwer in sehr feine Würfel und gebe ihn zusammen mit der Fischsauce, den getrockneten Shitake, Pimentkörnern, Anissternen, der Kardamonkapsel, der geachtelten Limette und der halben Zimtstange in die Rinderbouillon und lasse dort alles zusammen 15 Minuten köcheln.

Während die Suppe köchelt schneide ich die Bohnen und Mangetout in kleine Rauten, die Frühlingszwiebeln und Chilis in Ringe und die Karotten (mit Hilfe meiner neuen Mandoline) in Stifte.

Das Steak wird in dünne Streifen geschnitten und die Kräuter hacke ich schonmal fein.

Einen Teil des Gemüses und die klein geschnittenen Champignons werden jetzt in einem kleinen Schälchen mit einer Hand voll Reisnudeln gemischt. Dann halte ich die Reispapierblätter nacheinander unter fließend kaltes Wasser und lege jeweils etwas Gemüse darauf. Einmal unten umschlagen, die Seiten einschlagen und fest aufrollen. Aufpassen, dass sich die Reisblätter nicht berühren. Ich habe das zu Anfang nicht ganz ernst genommen als ich es das erste Mal gelesen habe – aber sobald die Reispapierpäckchen die Möglichkeit haben aneinander festzukleben werden sie es tun!

Während ich die 6 Frühlingsrollen aufrolle lasse ich schonmal in einer großen Pfanne das Kokosfett schmelzen.

Kurzer Sprung in Richtung Suppentopf:

Jetzt gieße ich die Suppe durch ein Sieb um die “nicht essbaren” Bastandteile raus zu holen. Ein wenig von den Ingwer Würfelchen und natürlich alle Shitake gebe ich aber anschließend trotzdem wieder in die Suppe.

Jetzt lege ich die Frühlingsrollen vorsichtig in die große Pfanne. Aufpassen – es spritzt! Die Hitze reduziere ich auf Stufe 6 von 9. Das reicht auch wunderbar aus. Weiterhin aufpassen, dass die Röllchen nicht kuscheln – die pappen sofort aneinander fest. Wenn die Frühlingsrollen leicht gold-gelb werden wende ich sie und lasse sie von der anderen Seite noch kurz ausbacken. Auch hier wieder achtung: nach glod-gelb kommt gold-braun und danach kommt ein großes Loch. Ist mir nicht diesmal passiert, aber früher schonmal… nicht dass es nachher heißt ich hätte euch nicht gewarnt.

Wenn die Röllchen in den letzten Zügen sind gebe ich das restliche Gemüse und die Reisnudeln in die Suppe. 2 Minuten köcheln lassen. Wenn alles soweit ist kommt das Rindfleisch in die Suppe. Die dünnen Fleischstreifen werden sofort gar. Jetzt wird direkt angerichtet und erst beim Anrichten kommen der fein gehackte Koriander und das Thai-Basilikum in die Suppe. Serviert wird zusammen mit zwei Frühlingsröllchen. Gegessen wird – sofort!

Probiert es aus!