Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (3)

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (3)

Weiter geht es mit dem dritten Teil unserer Rundreise durch die USA. Ich habe ein bissl getrödelt, aber die Fotoauswahl und das Schreiben nehmen bei den Reiseberichten doch einiges an Zeit in Anspruch. Am Ende vom zweiten Teil waren wir in Erie und haben das Spiel Deutschland gegen Portugal gesehen… mittlerweile sind wir Weltmeister. So schnell kann’s gehen. Nach Philadelphia und Washington geht es also auf zur nächsten Station – wir fahren an die Niagara Fälle. Damit sind wird dann genau genommen kurzzeitig in Kanada, aber wer wird schon kritisch sein.

Unser Hotel war das Marriott Gateway on the Falls – ein wahnsinns Hotel direkt an den Niagarafällen. Dank “Frühbucherschnäppchen” hatten wir ein upper floor Zimmer im 29. Stock (von 31) mit Falls view. Der Wahnsinn!

Niagara_ (19)

Den Nachmittag haben wir damit verbracht die Umgebung zu erlaufen. Mit Zwischenstopp zum Fußball gucken, nicht freiwillig – es gab ein kleines, aber heftiges Gewitter.

Abends haben wir im Hotel gegessen. Abgesehen davon, dass das Restaurant wirklich einen tollen Blick auf die Wasserfälle hat, hatten wir einen Voucher der knapp ein Essen abgedeckt hat. Das Restaurant Milestones Grill war wirklich sehr gut mit nettem Service und als es Abends dunkel wurde hatte man schon von hier unten einen schönen Blick auf die Lichtspiele. Die Sirloinsteaks waren perfekt gegrillt und das Gemüse hat genau so wunderbar geschmeckt wie das Knoblauch-Kartoffelpüree. Wir haben extra noch die Portobello Pilze bestellt die ausgesprochen gut dazu gepasst haben. Der Südafrikanische Shiraz hat das Ganze perfekt abgerundet.

61

Der Abendliche Blick auf die Wasserfälle ist beeindruckend…

61-002

Tag 9 – Der nächste Morgen bricht an – ich kann das Frühstücksbuffet im Hotel nur empfehlen. Und lasst euch die Omlettbar nicht entgehen!

Als erstes wollen wir einen Ausflug mit der Hornblower machen. Ich mag Bootsfahrten, also Poncho drüber und los geht’s. Es konnte ja keiner ahnen wie nass es da im “mist” ist!

6

Am Nachmittag sind wir nach Niagara on the lake gefahren – ein super süßer, kleiner Touristenort in dem es fantastisches Eis in Nina’s Gelateria & Pastry Shop gibt. Himbeer, Kokos und Passionsfrucht Sorbet wandern in meinen Becher, Bessere Hälfte tauscht Kokos gegen weiße Schokolade – einfach nur lecker. Das Schöne ist, dass man nicht nur beraten wird, sondern mögliche Kombinationen vom Löffelchen kosten darf. “It’s my passion” ist die Antwort auf die Anmerkung eines Gastes zu dieser tollen Beratung.

63

Wir laufen auch runter zum See, Toronto sehen wir aber nicht. Vielleicht stehen wir nicht an der richtigen Stelle. Im Shaw’s Cafe gibt es einen lokalen Chardonnay aus Peninsula für mich und ein Ale für Bessere Hälfte. Der Wein hat mich nicht so richtig überzeugt, aber die Lokation war nett.

In einem Süßigkeitenladen gab es schokoüberzogene Äpfel in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Was ich für Banane gehalten habe stellte sich bei genauerem Hinsehen als schokolierte Marshmallows raus… auch eine Möglichkeit den Wochenbedarf an Kalorien zu decken.

64

Zurück an den Niagara Falls genießen wir noch etwas den Ort…

62

… bevor es dann Abends in das Terrapin Grill Fallsview Restaurant geht. Nach dem Brot mit Zitronenbutter war ich schon im siebten Himmel. Wenn einfache Sachen schon sooo gut sind kann man einfach nur glücklich sein. Ich hatte dann fantastischen gegrillten Lachs mit grünem Spargel, Paprika und Reis und einem Schälchen Sauce Bernaise. Bessere Hälfte hatte pikantes, gegrilltes Hähnchen mit grünem Spargel, Paprika, Kartoffelpüree und Pilzen in Knoblauchsauce. Dazu lokale Weine, einen Merlot und einen Pinot Grigio. Ein wunderbarer Abend mit einem schönen Blick aus dem Restaurant! Preislich liegen wir hier allerdings doppelt so hoch wie im Milestones Grill, allerdings hatten wir auch hier einen Voucher von unserem Hotel bekommen.

61-001

Tag 10 – Der Abschied am Morgen fällt mir schwer, der Ausblick war so wunderbar und beeindruckend. Ich würde gerne wiederkommen.

Etwas über 7 Stunden dauert die Fahrt nach New York. Meine Empfehlung: esst niemals bei Wendy’s. Die frittieren die Patties! Ganz grausam… armer Burger.

Als Berliner ist man ja im Stadtverkehr einiges gewöhnt, aber gegen New Yorker Taxifahrer ist das bei uns gemütliches Gruppenkuscheln. Wir waren froh, als wir das Auto in einem Stück abgeben konnten.

Unser Hotel hier war das Azure Hotel auf Manhattan. Ich mecker nicht weil das Zimmer klein und sau teuer war, das ist ok, aber es war soooo dreckig! Die Krümel auf dem Teppich haben uns begrüßt und verabschiedet, vom Bad möchte ich nicht erst berichten. Brrr….

Um den ersten Schreck zu verkraften machen wir uns auf in Richtung China Town, finden uns aber plötzlich in Little Italy wieder. Kein Problem, gibt es halt Pasta und Pizza. Die Restaurants sehen alle nett aus. Wir lassen uns in das Casa Bella ziehen. Linguine mit Venusmuscheln und Pizza mit Salami und Wurst werden bestellt. Dazu Wein und Bier. Einfach und gut.

7

Tag 11 – der 19.Juni2014 – wir haben Jahrestag. Seit 4 Jahren ist der Kerl meine Bessere Hälfte, seit 12 Jahren kennen wir uns. Wir starten den Tag mit einem Sektfrühstück im Le Pain Quotidienn.

71

Unser erstes Ziel für diesen Tag ist der Top of the Rocks – von hier aus haben wir einen tollen Ausblick über die Stadt und den Central Park.

73

Weiter geht es zur Grand Central Station und ins Moma…

74

Wir schauen uns das Plaza Hotel an und trinken noch ein Gläschen Wein, dann hat Bessere Hälfte vorab eine Kutschfahrt durch den Central Park gebucht. Der Treffpunkt mit dem Kutscher scheint nicht ganz klar und ich werde abgestellt um die Kreuzung zu bewachen. Nur zwei Minuten später fährt die Kutsche vor – Bessere Hälfte bereits drin – und die Tour beginnt. Der Kutscher erzählt munter fröhlich was wir alles sehen und wir genießen den Park. Am Cherry Hill fragt Bessere Hälfte den Kutscher ob er vielleicht ein Foto von uns machen könnte. Kein Problem, der Kutscher schnappt sich meine Kamera und steigt ab. “Willst du für das Foto nicht die Sonnenbrille abnehmen?” fragt mich Bessere Hälfte. Mache ich gerne, auch wenn ich mich frage wie ich ohne Sonnenbrille gegen das Licht gucken soll. Im nächsten Moment kniet er schon neben mir in der Kutsche und stellt die Frage aller Fragen… die ich natürlich mit Ja beantworte. Und schon habe ich einen wunderschönen Ring am Finger und Tränen in den Augen. Ich bin halt ein hoffnungsloser Romantiker und der Mann kennt mich.

72-001

Nach dieser wunderschönen Kutschfahrt geht es zurück ins Hotel und von dort aus nach SoHo. Im französischen Restaurant Vin et Fleurs genießen wir ein romantisches Dinner. Heilbutt mit Chorizo und Zitronensauce für mich, Steak Tartare mit Friseesalat und einem Wachtelei für Bessere Hälfte. Dazu Bratkartoffeln und ein Bordeaux (von dem mir glaubwürdig versichert wurde, dass er wegen der Chorizo auch zu meinem Fisch passt). Sehr lecker. Als Dessert haben wir ein Mousse au Chocolat mit weißer und brauner Mousse geteilt. Ein wunderbarer Abschluss für einen perfekten Jahrestag.

73-001

Tag 12 – ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen. Eigentlich will ich garnix mehr essen, in zwölf Monaten muss ich in ein Kleid passen. Glücklicherweise sind alle Gerichte mit Kalorienangabe auf der Karte, ich entscheide mich für Brown Rice Pudding und Bessere Hälfte nimmt Schnittchen mit Schinken und Käse.

Weiter geht es Richtung Hafen. Wir wollen aber nicht mit dem Schiff fahren, wir wollen Helikopter fliegen! Wir buchen die kleine Tour, die dauert offiziell 12-15 Minuten, praktisch ist man aber eher 20 Minuten in der Luft. Wir starten Richtung Freiheitsstatue, drehen die Runde und fliegen dann ein gutes Stück den Hudson River hinauf. Der Wahnsinn – für mich war es der erste Helikopterflug und ich durfte vorne neben dem Piloten sitzen!

7-002

Wie aufregend – jetzt will ich die Freiheitsstatue aber noch von nahem sehen. Also ab auf die Fähre. Leichter gesagt als getan, wir stehen in der prallen Sonne über eine Stunde an – ohne Wasser – bis wir endlich an Bord sind. Trotzdem war es schön, wenn auch überfüllt. Mittlerweile war es schon recht spät und wir haben uns entschieden auf Liberty Island etwas zu essen. Brrrr…. kann ich da nur sagen. Feinste Tourifütterung mit fettigen Pommes und Fertigfutter. Aber ich kann davon berichten, also habe ich wohl überlebt.

71-002

Mit der nächsten Fähre machen wir uns auf den Weg zurück nach Manhattan. Auf Ellis Island steigen wir nicht aus, hier müsste man gut 2 Fähren abwarten bis man zurück an Bord käme.

Runter von der Fähre laufen wir über die Wallstreet…

72-002

…bis zum nagelneuen Freedome Tower und der Gedenkstätte für den 11-September. Auch wenn der Ort wirklich wunderschön und der neue Tower mehr als beeindruckend ist, ist es doch ein trauriger Ort.

74-001

Der Tag war lang und wir gehen zurück ins Hotel um uns fertig zu machen. Unser Ziel für diesen Abend – das The Spotted Pig. Auf diesen Abend habe ich mich schon ewig gefreut! Reservieren kann man in diesem Restaurant von 1-Sterne Köchen April Bloomfield leider nicht, als wir ankommen lassen wir uns auf die Warteliste setzen. Die prophezeite Wartezeit: 2 Stunden. Wir werden an die Bar gesetzt und trinken schon mal etwas. Die Preise für Getränke sind keine Schnäppchen, aber wir haben Glück, schon nach 1 Stunde dürfen wir an einen Tisch umziehen… der wohlbemerkt schon geraume Zeit frei war… genau so wie zwei weitere Tische… aber scheinbar gehört es hier zum guten Ton ein bissl auf den Tisch zu warten. Es ist übrigens nicht ganz einfach herauszufinden, wer hier zum Service gehört. An der Kleidung erkennt man es jedenfalls nicht, hier steht es genau so wie bei den Gästen – von chick bis alternativ ist alles dabei.

Als Vorspeise teilen wir uns die Gnudi, die mit 18$ zu Buche schlagen. Sie sind etwas weicher als die, die ich vor einiger Zeit nach April’s Rezept gemacht habe, also wird es die demnächst nochmal geben – nur 1-2 Tage kürzer im Kühlschrank. Als Hauptgericht nehmen wir den berühment Chargrilled Burger mit Roquefort und Shoestring Fries. Dem Patty wird hier nicht weniger Aufmerksamkeit gewidmet als einem guten Steak – wir wünschen es und medium-rare und so kommt es auch. So einfach und so genial lecker. Herz was willst du mehr? Dazu hatten wir ein Fläschlein Pinot Noir. Für ein Dessert war definitiv kein Platz mehr.

75

Tag 13 – aus Zeitgründen heute kein richtiges Frühstück, wir wollen eine Bootsfahrt rund um Manhattan machen. Die dauert 3 Stunden und geht zeitig los. Es empfiehlt sich auch frühzeitig da zu sein damit man einen guten Platz ergattern kann. Also gibt es am Hafen ein grottig schlechtes Croissant mit Schinken. Die Bootsfahrt ist nett, aber die kleine Tour hätte sicher auch gereicht.

76

Nach dem Spiel hüpfen wir noch kurz auf den Flugzeugträger. Mit unserem NY Pass ist der Eintritt frei, da kann man das mal machen.

7-003

Am frühen Nachmittag spielt Deutschland gegen Ghana – wir sehen das Spiel im Irish Pub Pig’n’Whistle mit einem sehr leckeren Chicken Wrap mit Basilikum Mayonaise und Bacon. Bessere Hälfte hatte einen Angus Beef Burger mit Cheddar und Onion Rings. Dazu ein Brooklyn Lager – und ein spannendes Unentschieden im Fernsehen.

72-003

Ein kurzer Shoppinganfall zwischen dem Time Square…

72

… mit dem M&M Shop…

71-003

… und der 5th Avenue. Dann wollen wir vom Empire State Building aus den Sonnenuntergang genießen. Nach gut 90 Minuten sind wir oben – ich kann keine Schlangen mehr sehen… aber für diesen Ausblick hat es sich gelohnt. Wir sehen die letzten Strahlen der untergehenden Sonne…

73-002

… und dann die Stadt bei Nacht mit ihren tausend Lichtern. Wenn es nicht so voll wäre könnte ich hier ewig stehen.

74-002

Abendessen brauchen wir nicht, wir sind noch satt vom Mittag und fahren mit dem Taxi zurück zum Hotel.

Tag 14 – Ich bekomme meinen ersten Bagel! Nicht gut für den Hüftspeck, aber was soll’s. Im Baz Bagel Restaurant kann man zwischen allen nur denkbaren Bagelsorten wählen. Mohn, Sesam, Vollkorn, Pumpernickel – alles ist möglich. Wir entscheiden uns beide für Vollkorn, ich mit Lachs und Avocado, Bessere Hälfte mit Hähnchensalat und Tomate. Dazu Orangensaft, Kakao, Kaffee, sehr lecker! Den Krautsalat haben wir nicht gegessen – pure Mayo…

75-001

Ich habe den Film Madagaskar wohl hundert Mal gesehen und möchte endlich sehen wo Marti, Melman, Gloria und Alex wohnen. Ab in den Zoo im Central Park! Hier wohnt leider keiner von den vieren, überhaupt ist der Zoo recht überschaubar – aber die Seehundfütterung ist lustig und nach einer Stunde sind wir wieder raus.

77

Zu Fuß geht es nochmal auf Richtung Cherry Hill. Beim letzten Mal waren wir einfach zu abgelenkt um den Ort richtig zu genießen. Ein langer Spaziergang durch den Park, wir haben Zeit und sind entspannt.

71-001

Abends geht es dann in eins der berühmtesten Steakhäuser der USA – zu Peter Luger. Dry Aged ist hier das Zauberwort, aber fangen wir von vorne an. Hier muss man definitiv reservieren am besten 6 Wochen vorher. Und selbst dann gab es keinen Tisch zu 19 Uhr mehr, wir konnten zwischen 16:45 und 21:45 wählen. Lieber spät als gar nicht, wir nehmen 21:45Uhr. Kurz an der Bar gewartet und die Zeit mit einem Cosmopolitan verkürzt, dann geht es zum Tisch. Vorab haben wir viel über das unfreundliche Personal gelesen – das kann ich nicht bestätigen, zu uns waren alle sehr nett und zuvorkommend.

Was wir nehmen ist klar – das Steak! 3 Wochen Dry Aged gereift kann man es in allen Abstufungen der Garform bestellen. Von Bleu bis Well Done ist alles dabei. Ich nehme meins rare, Bessere Hälfte medium rare. Obwohl jedes Steak mit 50$ Dollar zu Buche schlägt müssen die Beilagen extra bestellt werden. Puh – aber man is(s)t ja nur einmal hier. Wir nehmen Bratkartoffeln und Crémespinat dazu. Die hauseigene Steaksauce ist zwar lecker, übertüncht mir aber zu sehr den Steakgeschmack, ich mag es lieber pur. Ein Fläschchen Chianti Classico Riserva rundet das Ganze ab. Am Ende des Abends sind wir arm wie die Kirchenmäuse, aber glücklich! Übrigens: hier ist nur Bares wahres – eine Credit Card wird nicht akzeptiert (da wird man aber schon bei der Reservierung vorgewarnt).

7-004

Tag 15 – Abflug, aber erst später. Ein letztes Frühstück im Le pain quotidienne mit New York Cheesecake. Danach ein letzter Spaziergang durch SoHo und die umliegenden Straßen.

71-004

Dann geht es mit dem Taxi zum Flughafen und über Amsterdam zurück nach Berlin. Wir kommen gegen 10 Uhr an, unser Gepäck verweilt noch in Amsterdam und wird uns erst am nächsten Tag nach Hause gebracht… aber was soll’s, Ende gut, alles gut.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in Urlaubsstimmung versetzen!

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (2)

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs (2)

Es geht weiter durch die USA. Im ersten Teil meines Reiseberichtes habe ich euch von New York nach Philadelphia mitgenommen und am Ende waren wir noch in St. Michaels Krabben essen.

Am Abend des 4. Tages sind wir in Washington DC angekommen. Von unserem Hotel, dem Washington Grand Hyatt, war das Weiße Haus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Klar, dass wir da noch am selben Abend hin mussten!

Washington_ (60)

Wenn man davor steht sieht es gar nicht so groß aus wie in den vielen Filmen. Schön ist es aber auf jeden Fall und wenn man genau hinschaut, dann sieht man dass auch Obama mit Klee im Rasen zu kämpfen hat. Ist mir nur mal so aufgefallen…

Washington_ (43)

Wir laufen noch ein Stück durch die Straßen bevor es zurück ins Hotel geht. Da wir immer noch satt von den Krabben sind setzen wir uns im Hotel nur in den kleinen integrierten Pub. Was zum Knabbern wäre schon nett, wir entscheiden uns für eine Vorspeise – ein paar Nachos mit Käse und Dips. Wir konnten ja nicht ahnen was da für eine Portion kommt! Schwarze und weiße Nachos, ein guter Klecks Chili con Carne, Sour Cream, Käsesauce, Guacamole – das ist eine Familienportion und kein Starter! Wir haben das Körbchen nicht geschafft, trotzdem wirkte der Kellner überrascht, dass wir kein Hauptgericht mehr bestellen wollten. Ich meinerseits wäre bei der Frage fast rückwärts vom Stuhl gekippt.

3-003

Besonders am Abend ist das Hotel wunderschön beleuchtet, ich kann es nur empfehlen und wenn man früh bucht, dann kann man auch noch ein Schnäppchen abstauben.

Washington_ (277)

Tag 5 – das Frühstück im Hotel war uns mit 30$ pro Nase doch etwas zu exclusiv, also sind wir auf die Jagt nach einem netten Bistro gegangen. Direkt um die Ecke sind wir auf das “Le pain quotidien” gestoßen. Das wurde uns schon vorab empfohlen und war wirklich ein Frühstücksträumchen. Frischer O-Saft, für mich Belgische Schokolade, serviert in Form von einer Tasse warmer Milch und einem Kännchen geschmolzener Schoki, und vielen leckeren, frischen Bio-Leckereien. Ich nehme French Toast, das beste das ich je hatte (!) und Bessere Hälfte nimmt das Croissant mit Schinken und dreierlei Senfsorten. So muss ein Tag anfangen…

3-007

Gestärkt vom Frühstück sprechen wir mit zwei oder drei verschiedenen Hop-on-Hop-off Bustourleuten bevor wir uns für Big Bus entscheiden. Ausschlaggebend waren die Fahrzeiten und die Touren. So geht es ab durch die City. Ich für meinen Teil finde Washington unglaublich schön. Es ist hübsch, sauber und niedlich.

3-004

Am Lincoln Memorial steigen wir nach einer großen Runde durch die Stadt aus. Das Wetter ist gerade noch sonnig, am Horizont sieht man langsam ein Gewitter aufziehen. Vor diesem riesigen Lincoln zu stehen ist schon sehr beeindruckend, wäre es nach mir gegangen würde ich wohl immer noch da stehen…

3-005

… aber wir wollen ja weiter, also laufen wir die Meile in Richtung Washington Monument. Es ist weiter als man im ersten Moment denkt, läuft sich aber sehr schön und gemütlich. Kaum angekommen holt uns das Gewitter ein. Blitze und Donner – wir schaffen es gerade noch in den nächsten Bus, da geht ein wahrer Wolkenbruch nieder.

3-006

Aber alleine für das Foto hat es sich gelohnt… Wir fahren mit dem Bus zum Pentagon. Hier sieht man allerdings nicht viel bei dem Regen und niemand denkt auch nur im Traum daran auszusteigen. Wir nutzen das schlechte Wetter und gehen in das Museum für Amerikanische Geschichte. Erfreulicherweise sind die Museen in Washington kostenfrei. Ich lerne einiges über die Präsidenten, die Flagge und auch über den Schnickschnack der hier als Geschichte zählt. Mrs. Piggy ist hier genau so präsent wie das Kellner-Outfit einer Schauspielerin in einer Soap aus längst vergangenen Tagen.

Das Wetter klart auf und uns zieht es weiter. Wir wollen noch die andere Seite vom Weißen Haus sehen!

Washington_ (226)

Wir hoppen on and off, unser nächste Ziel ist das Kapitol. Mittlerweile ist es recht spät und wir sitzen im letzten Bus bevor die Abendtouren starten, deshalb steigen wir nicht aus und fahren nur vorbei. Für schöne Fotos reicht das aber durchaus!

Washington_ (252)

Direkt vom Hotel aus sichtbar ist das Tor nach China-Town. Egal wen man fragt, Tony Cheng wird einem empfohlen. Da folgen wir gerne der allgemeinen Begeisterung. Das Restaurant ist auf zwei Etagen aufgeteilt, oben gibt es chinesische Küche, unten die Mongolische. Wir entscheiden uns für chinesisch.

Mit 20:30Uhr sind wir scheinbar schon recht spät dran. Die letzten Tische mit locals sind im Aufbruch, zurück bleiben die Touris. Das stört mich persönlich nicht, was mich allerdings etwas belastet hat war der Lobster Tank mitten im Raum. Ich habe kein Problem mit lebenden Hummern, ich kann auch entscheiden wer im Topf landet und wer nicht. Was mich allerdings belastet hat war die hohe Anzahl der Tiere im Aquarium. Teilweise lagen zwei bis drei Tiere übereinander und ich bezweifle, dass hier so viele Hummer pro Abend benötigt werden. Andere Länder andere Sitten… auf Hummer habe ich jedenfalls keinen Appetit mehr. Stattdessen bestellen wir eine super leckere Sauer-scharf Suppe, Bessere Hälfte nimmt dann das Sizzled Steak (süß-scharf) und ich die in Honig gebackenen Jumbo Shrimps mit Walnüssen und Brokkoli. Das Essen war wirklich super lecker – ich habe mein Tellerchen nicht annähernd geleert, bei den Einheimischen war es aber absolut normal sich den Rest einpacken zu lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis war wirklich gut, genervt hat nur, dass ab 21Uhr die Tische umgebaut wurden (da wurden tatsächlich ganze Tischplatten durch das Restaurant gerollt) und alles wurde für den nächsten Tag vorbereitet. Mein Fazit: super Essen, armer Lobster, am Ende etwas ungemütlich.

3-008

Tag 6 – Zum Frühstück finde ich im Le pain quotidienne heraus, dass “steal cut oak meal” kein Müsli ist, sondern Haferbrei. Überraschender Weise war der super lecker, mit Sirup, Walnüssen und Bananen – so darf der Tag anfangen.

Washington_ (279)

Bessere Hälfte will mir einen amerikanischen Vergnügungspark zeigen, also machen wir uns auf in Richtung Six Flags. Freefall Tower, Achterbahnen ohne Ende – wir kommen! Wir sitzen, stehen und hängen in Achterbahnen die hoch aufsteigen bevor man in die Tiefe rauscht, wir schlagen Loopings und werden durch den Korkenzieher gedreht. Kopf unten, Füße oben, links, rechts – was für ein Spaß. Leider kosten zahlreiche Fahrgeschäfte nochmal extra und das bei einem Eintritt von 60$ pro Nase. Wir konzentrieren uns auf Achterbahnen und den Freefall Tower – alles mit drin und alles super lustig und aufregend. Mittags gibt es ein Stück Pizza das einen erschlägt, wenn man aber sieht was da so manches Kind verdrückt (riesen Burger, XXL Pommes und große Cola) dann wird einem schon vom zuschauen schlecht. Besonders wenn man sieht wie sich das bei den Kids auf die Figur auswirkt. Aber wie gesagt, fremde Länder, fremde Sitten. Auf die Achterbahnen hätte ich sofort wieder Lust!

3-009

Der Tag ist noch jung, unser nächstes Ziel ist das Skyline Drive Resort im Shenadoah National Park.

Für mich persönlich genau das Richtige, wir fahren mit dem Auto 41Meilen durch den Park zum Resort. Links und rechts der Strecke gibt es zahlreiche Aussichtspunkte von denen man schöne Fotos schießen kann. Auch wenn die Vegetation nicht außergewöhnlich ist, hat man doch einen super schönen Ausblick…

Shenadoah_ (47)

Die Zimmer sind in geräumigen Bungalows gelegen. Der Ausblick vom Balkon ist genau so schön, wie von den Overwiew Spots.

4-002

Lange dauert es nicht, dann ist es Abends. Wir shoppen noch Souvenirs und möchten dann im Restaurant essen. Es ist zwar noch die Hälfte der Tische frei, trotzdem bittet man uns zu warten… was wir dann auch 20 Minuten lang tun. Muss ich nicht verstehen, oder? Aber wer wird schon kritisch sein, wir bestellen beide das Steak mit Knoblauch Kartoffelpüree, Zucchini und karamellisieren Zwiebeln. Medium rare war unser Wunsch… Bessere Hälfte hüpft kurz nochmal raus um den Sonnenuntergang zu fotografieren, dann kommt auch schon das Steak. Und das war sowas von well done. Ok, an einzelnen Stellen ist noch ein Hauch rosa zu erahnen, aber eigentlich ist es zum zweiten Mal gestorben. Auf die Frage ob alles ok ist war ich WIRKLICH bemüht nett zu antworten… “it’s not exactly what I would call medium rare”. Aber für amerikanisch Verhältnisse ist einfach alles was nicht “perfect, thank you!” ist unhöflich. Der Kellner wirkt jedenfalls sehr unglücklich, aber zu dem missglückten Steak sagt er auch nix… die Beilagen waren sehr lecker und der Cabernet Franc für 34$ die Flasche stellte sich als Jahrgang 2013 heraus und war ziemlich unspektakulär. Schade aber auch…

4

Am nächsten Morgen (Tag 7) will man uns wieder auf einen Frühstückstisch warten lassen. Nö, nicht mit mir – es gibt auch eine Art Frühstück to go. Wir suchen uns einen Espresso Brownie und einen Pecanuss-Coffee Muffin aus. Dazu Kaffee und Kakao (O-Saft war aus) und ab auf die Terrasse. Viel besser als der Frühstücksraum. Wir haben unser Gebäck zwar wegen Zuckerschock nur zur Hälfte geschafft, aber wir waren glücklich und zufrieden als wir zu den Ställen gefahren sind. Wir hatten den Horse Back Riding Trip gebucht und sind ein Stündchen durch den Park geritten. Dabei gab es neben Weißwedelhirschen, Eichhörnchen und Streifenhörnchen tatsächlich auch einen Schwarzbären zu sehen – super aufregend sag ich euch…

4-001

Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg in Richtung Pittsburgh. Erst haben wir keinen Hunger, dann ist es zu spät für eine Pause – es gibt M&M’s im Auto, auch nicht das Schlechteste.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt sind geht es auf zum West End Elliott Overlook Park. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick!

Pittsburgh_ (20)-001

Irgendwann können wir uns losreißen und machen uns auf den Weg in Richtung Downtown. Hier ist ein großes Fest im Gange mit Live Musik (Jake Bugg spielt gerade)…

5-002

Nachdem das Mittagessen ausgefallen ist wollen wir Abends etwas leckeres suchen. Eigentlich werden überall die Primanti Brothers empfohlen, die basteln die Pommes in das Sandwich – auch eine Variante. Leider sieht es am Nachbartisch irgendwie nicht so richtig verlockend aus, also bestellen wir nix und gehen auf der anderen Seite vom Platz in das Diamond Market und bestellen uns zwei richtig leckere Burger im Brioche Bun! Wir möchten unsere Angus Patties pink und genau so bekommen wir sie auch. Der Portabella Burger für mich, der Diamond Burger mit karamellisierten Zwiebeln und Mozzarella für Bessere Hälfte. Dazu hausgemachte Pommes, Herz was willst du mehr? Danach geht es ab ins Hotel – schlafenszeit!

5

Tag 8 – beim Frühstück übertreffe ich mich selbst! Zuckerfreie Cornflakes mit fettarmer Milch, O-Saft und frische Blutorange, ich läute den healthy Monday ein. Bessere Hälfte futtert Omlette mit Kartoffeln, aber der wird ja auch nicht dick. Dann geht es los, bis zu den Niagara Falls haben wir noch ein Stück Weg vor uns.

Gegen 14Uhr habe ich nicht mehr so genau auf die Geschwindigkeit geachtet und wir sind nur wenige Minuten später in das Tap House, ein Pub in Erie, gestürmt um Fußball zu schauen. Deutschland gegen Portugal – ein Glück, dass die WM dieses Jahr auch in den USA zahlreiche Fans hatte! Eine Brezel mit einem Dip der wie püriertes Chili con Carne schmeckt und ein Bier-Käse Dip für Bessere Hälfte… ich habe nur einmal kurz genascht, echt lecker! Ich habe mich im Rahmen des “gesunden Montags-Gedankens” für einen Salat mit Steakstreifen, Ziegenkäse und Avocado entschieden – auch sehr gut, dazu ein Bier (ich musste ja nicht mehr fahren) und dann gewinnt Deutschland auch noch haushoch – das Leben kann so schön sein.

5-001

Weiter geht’s in Richtung Niagara Fälle – über die Kanadische Grenze hinweg… aber mehr dazu gibt es im dritten und letzten Teil meines Reiseberichts!

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs

Die Ostküste der USA – kulinarisch unterwegs

Seit einer Woche sind wir wieder zurück von unserer Reise in die USA. 14 Tage waren wir vor Ort und sind mit dem Mietwagen von New York über Philadelphia, nach Washington, in den Shenadoah National Park, zum Stop Over nach Pittsburgh, an die Niagara Fälle und schlussendlich wieder nach New York gereist. Für mich war es das erste Mal in den USA und es hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn man sich kulinarisch etwas eingewöhnen muss und das Wetter in den ersten Tagen wirklich furchtbar war – wir hatten viel Spaß und haben einiges gesehen und gegessen… und das möchte ich hier mit euch teilen!

Am 9.6. sind wir in Berlin Tegel (von wo auch sonst) in Richtung Paris gestartet. Dort hat ein A380 auf uns gewartet – wir hatten uns rechtzeitig Plätze ausgewählt und konnten oben sitzen! Dann war leider doch etwas Geduld gefragt – wir wurden vom Rollfeld zurück geschoben weil es technische Probleme gab. Die haben uns 2,5 Stunden gekostet, aber am Ende waren wir einfach nur froh, dass wir starten durften.

NY_ (5)

Zum Trost gab es ein Gläschen Champagner, dann ging es weiter mit den Routinemäßigen Fütterungen. Käsetortellini und Zitronenhähnchen mit Bulgur… man nimmt was man bekommt.

USA_2014

Am frühen Abend landen wir in New York. Kaum durch die Wolken durch setzen wir auch schon auf, das verheißt nix gutes für das Wetter. Die Skyline verschwindet praktisch in den Wolken. Mit dem Yellow Cab geht es ab ins Hotel, das Z Hotel in Queens. Wir hatten das Hotel wegen des traumhaften Blicks auf die Skyline von Manhattan gebucht, davon war leider nicht viel zu sehen.

NY_ (39)

Das Hotel war aber trotzdem schön, wegen des schlechten Wetters war die Lounge Bar auf der Dachterrasse geschlossen, also haben wir die Gegend erkundet (viel gibt es in der Ecke nicht zu sehen) und haben den Abend in einer netten kleinen Jazz Bar ausklingen lassen.

1

Und auch wenn die Skyline nicht perfekt zu sehen war – der Anblick bei Nacht war trotzdem toll!

NY_ (71)

Tag 2 – mit der U-Bahn sind wir super schnell auf Manhattan um unser Auto abzuholen. Vorher schlendern wir aber ein wenig durch die Straßen…

1-001

… auf der Jagt nach Frühstück. Ich will einen Bagel – den finden wir erst mal nicht, dafür aber das Baked by Melissa am Times Square, wo es traumhafte Mini-Cupcakes gibt. Wir nehmen ein 3er Set mit einem Red Velvet, einem Peanutbutter Jelly und einem Triple Chocolate Fudge mit. Jeder mit weniger als 50kcal… klingt erstmal gut, aber sie sind sooooo klein. Egal, sie sind wirklich unglaublich lecker und klebrig. Leider werden sie nur in die USA versendet…

1-002

Langsam wollen wir das Auto holen, also machen wir den Fehler und frühstücken bei Starbugs. Kaltes Ei im quietsche Brötchen, mehr sage ich dazu nicht.

NY_ (104)

Mit dem Auto holen wir unsere Koffer aus dem Hotel, dann geht es weiter in die Jersey Gardens Outlett Mall – shopping!

1-003

In der Mall gibt es Mittags ein “Stückchen” Pizza mit Salami, Wurstbrät und Fenchel. Die Kombi schmeckt, aber das Stück trieft vor Fett und irgendwie ist der Boden ziemlich schwer… aber wer wird schon jammern…

Phillie_ (2)

Mit beschwertem Reisegepäck fahren wir nach Philadelphia. Auch hier ist von der Skyline nicht viel zu sehen und kurz nach unserer Ankunft im Hotel gibt es einen wahren Wolkenbruch.

Phillie_ (9)

Im Hotel warnt man uns vor, dass das Baseballspiel am Abend abgesagt werden könnte wenn der Platz unter Wasser steht. Wir riskieren es und haben Glück – die Phillies gewinnen gegen San Diego und wir amüsieren uns prächtig mit einem Hot Dog mit Sauerkraut und einem Budweiser. Wer bezeichnet das denn bitte als Bier? Brrrr…. Eine schöne Gelegenheit um mein neues 18-300er Nikkor ein bissl auf die Probe zu stellen – ich bin sehr zufrieden.

2

Tag 3 – und das Wetter bleibt weiterhin bescheiden. Immerhin haben wir Frühstück im Hotel inklusive. Das ist nicht schlecht, wenn auch weitgehend nährstofffrei. Was mich gewundert hat – die Waffeleisen mussten nicht eingefettet werden, sahen aber auch nicht so modern aus als wären ultra anti-haft beschichtet… die Lösung – der Waffelteig war fettig genug um jegliches Anbacken zu verhindern. Aber mit Corn-Sirup schmeckt alles…

2014-06-11 09.39.12

Auf in die City. Die Kälte kann uns nichts anhaben, wir kaufen einen Regenschirm und machen uns auf zur Independence Hall und der Liberty Bell. Ich kann die Tour durch die Independence Hall nur empfehlen – das ist nicht nur Geschichte, das ist Entertainment!

2-001

Überall gibt es strenge Sicherheitsvorschriften. Der Eintritt ist übrigens frei.

Wir erfrischen uns zwischendurch mit einem Smoothie im Rosa Blanca…

2-002

… danach geht es zum Reading Terminal Market. Kann ich nur empfehlen – hier wird kulinarisch einiges geboten. Besonders lokale und Bio-Produkte stehen im Vordergrund. Obst, Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch, Cookies, Eis, richtiges Brot, die Amish, es gibt so ziemlich alles. Wir entscheiden uns im Molly Malloy’s für ein Phillie Cheesesteak. Sollte man mal gegessen haben, ist im Prinzip wie ein Steaksandwich mit Käse überbacken, nur anstelle von einem schönen Ciabatta oder Baguette in einem Hot-Dog Bun. Dazu ein riesiger Berg Pommes, den kein Mensch alleine essen kann… wir zumindest nicht.

2-003

Wir haben noch einiges vor – als nächstes geht es zum Museum of Art… oder kurz gesagt zu den Rocky Treppen. Ein Wunder, dass noch Washington in der Mitte auf dem Pferd thront, alle wollen ein Foto mit Rocky und so ziemlich alle Kerle rennen die Treppen hinauf um anschließend in Siegerpose Fotos zu machen. Der Ausblick von hier ist wirklich schön, es lohnt sich also!

2-004

Als nächstes geht es zum Hafen. Es mag am Wetter gelegen haben, aber ich fand es hier nicht so spannend, dass ich den Ausflug weiter empfehlen würde. Wir setzen uns kurz in den Pub “the Victoria”. Hier empfiehlt es sich, NICHT nach einem lokalen Bier aus Phillie zu fragen. Das wird scheinbar sehr persönlich genommen, man ist schließlich ein UK Pub.

Der Abend rückt näher und wir haben nach diesem riesigen Cheesesteak noch keinen richtigen Hunger. Trotzdem wollen wir das Alma de Cuba – ein kubanisches Restaurant das uns empfohlen wurde – ausprobieren. Hier kann man sich ruhig das kleine Schwarze anziehen, das Laden ist ziemlich chick. Aber ohne Hunger ist nix zu machen, wir bestellen eine Vorspeise für zwei mit zwei kleinen smoked albacore Tacos, zwei Datteln im Speckband und zwei Empanadas verde. Dazu zwei Gläser Rioja. Unglaublich lecker – ich hätte so gerne Hunger gehabt!

2-005

Durch das nächtliche Philadelphia geht es zurück ins Hotel.

Tag 4 – unser eigentliches Ziel ist Washington DC, aber der Lonely Planet verleitet uns zu einem Abstecher nach St.Michaels, Maryland. The Crab Claw ist unser Ziel, ein Restaurant, dass für seine frischen Krabben bekannt ist. Das Wetter ist zumindest abwechslungsreich, wir haben die Auswahl zwischen Landregen und wahren Wolkenbrüchen. Kurz nach 14Uhr kommen wir an. Wir entscheiden uns für die Krabben und wundern uns noch, warum der Tisch nochmal komplett mit Papier eingedeckt wird. Nach dem Essen kannten wir den Grund. Die Anleitung zum Krabben knacken ist nicht schlecht, unsere Kellnerin zeigt uns aber eine Variante die für Anfänger leichter und effektiver ist. Die Krabben sind wirklich unglaublich lecker. Als Beilagen gibt es Saure Gurken und Käse. Eine Krabbe ist etwas wehrhaft und ich schneide mir am Panzer kräftig in den Finger. Zum Glück ist alles so salzig – es blutet fast gar nicht. Pflaster drauf und weiter geht’s.

3

Danach brauchen wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt – der Ort ist wirklich süß angelegt und wir nehmen noch etwas Schnickschnack mit…

3-002

…und lassen uns von Jojo’s Cupcakes and Cream anziehen, einem kleinen Familienbetrieb in dem sich alles um Cupcakes und Eis dreht. Ein Double Choc für Bessere Hälfte und Peanutbutter für mich – einfach göttlich das Frosting!

3-001

Trocken schütteln, ins Auto steigen und weiter geht es nach Washington…

Aber davon berichte ich euch im zweiten Teil meines  Reiseberichtes!