Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Käse machen in der Weinschule Berlin

Käse machen in der Weinschule Berlin

Das ist doch alles Käse! Nein, nicht alles – das ist auch Butter und Joghurt! Etwas über eine Woche ist es jetzt her, dass wir unseren Sonntag Nachmittag bei Bernhard und Sina Moser in der Weinschule verbracht haben um zu lernen wie man Käse macht. Eigentlich wollte ich ja mit meinem Bericht warten, bis wir den fertigen Schimmelkäse abgeholt haben – aber den kann ich ja dann später noch ergänzen.

Um 14Uhr ging es los. Es wurden 3 Grüppchen mit je 4 Teilnehmern gebildet – die “Mallorcas” waren auch da, da hatten wir gleich unser 4er Team zusammen. Für den Schimmelkäse wurde vorab für jede Gruppe ein großer Topf vorbereitet, so haben wir die Schritte von Tag 1 (Säurewecker ansetzen) und Tag 2 (Milch zum Säurewecker geben) übersprungen. Also haben wir die Weißschimmelkultur zugefügt, die Milch erhitzt und das Lab eingerührt. Alles wurde von theoretischen Grundlagen begleitet, damit wir auch verstehen was wir da eigentlich gerade machen. In den folgenden 90 Minuten gab es Kaffee und Kuchen im Weinkeller, gespickt mit reichlich Theorie zum Thema Käse und einem ausgiebigen Frage und Antwort Teil. Dann sind wir zu Punkt zwei auf der Tagesordnung übergegangen und haben Süßrahmbutter gemacht. Na gut, wir haben ertsmal die Sahne in das Butterfass gegeben, den Rest hat dann vorerst die Maschine gemacht.

Zurück zum Schimmelkäse – wir haben den Käsebruch geschnitten und ihn mit der Schaumkelle in die Käseform gehoben. Dabei ist noch reichlich Molke abgeflossen, aber am Ende hatten wir tatsächlich 4 Förmchen voll mit Käse. Der wurde markiert und zur weiteren Verarbeitung vertrauensvoll für die nächsten 2 Wochen in der Weinschule zurück gelassen. Der wird noch von außen gesalzen und mit Schimmel besprüht. Wenn er fertig ist dürfen wir ihn abholen.

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Da waren wir schonmal stolz wie Oskar auf unseren ersten, erfolgreich absolvierten Käseteil.

Dann wurde der Mozzarella vorbereitet. Zitronensäure auflösen und in die kalte Milch geben, erwärmen, Lab zufügen, rühren und warten bis die Milch dick gelegt ist. Den Käsebruch schneiden, erhitzen und mit der Schaumkelle in ein Sieb heben. Die Molke erhitzen – und jetzt darf man nicht so hitzeempfindlich sein. Den Käsebruch portionsweise auf die Schaumkelle legen, in der Molke erhitzen und ordentlich kneten und ziehen. Das Ganze 4-5x wiederholen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und eine Kugel daraus formen. In die kalte Molke legen und im Kühlschrank aufbewahren. Den gab es bei uns mit etwas Olivenöl und Balsamico zum späten Frühstück – etwas fester als er sonst ist, aber sehr lecker. Leider musste man beim Mozzarella so zügig arbeiten, dass wir tatsächlich kein Foto haben…

Irgendwann zwischendurch war die Butter an der Reihe – sobald sie klumpig wurde kam Eis dazu, dadurch wurde die Masse stabiler. Dann wurde sie in ein Sieb umgelagert und jeder konnte sein Stück Butter machen indem man die Masse wie einen Schneeball ganz fest ausgedrückt und geformt hat (Achtung – spritzt!). Dann kam sie in das Butterförmchen. Glatt streichen und mit viel Kraft ausklopfen. In Papier verpacken und fortan im Kühlschrank lagern.

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Zum Abschluss haben wir uns im Keller gemeinsam zur Brotzeit niedergelassen. Den Joghurt haben wir nicht mehr geschafft, aber jeder hat ein Gläschen und das Rezept mitbekommen. Dann gab es frisch gebackene Brote, hausgemachte Butter, etwas Käse, etwas Salz – und natürlich etwas Wein. Schlicht, aber unglaublich lecker.

Wer jetzt auch Lust hat kann ja mal schauen, ob es für den nächsten Termin am kommenden Sonntag noch freie Plätze gibt. Ich kann es nur empfehlen – wir hatten super viel Spaß und es ist überraschend, wie simpel die einzelnen Schritte sind wenn man weiß, welche Zutaten man braucht und worauf man achten muss.

Probiert es selbst!

Bloggertreffen und Messewochenende – IFA 2014

Bloggertreffen und Messewochenende – IFA 2014

An diesem Wochenende waren wir wieder auf der IFA. Eigentlich wie jedes Jahr, aber diesmal ganz anders. Das Messewochenende ist am Freitag gestartet – Zorra hat mit AEG und Christian Mittermeier zum Bloggertreff und Foodpairing Workshop eingeladen. Keine Frage, natürlich bin ich dabei! Am frühen Nachmittag habe ich mir den Weg durch die vielen Hallen zum AEG Stand gesucht. Twitter sei Dank wusste ich, dass schon einige andere Blogger vor Ort unterwegs waren… und hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon wie lange die anderen noch brauchen würden. Ich schließe mich einer Standführung an und bin mal wieder neidisch – meine Küche ist jetzt knapp ein Jahr alt und trotzdem gibt es schon wieder so viel Neues! Mein Ofen hat bereits einen Nachfolger, den könnt ihr bei Zorra bewundern, und das nächste Model kommt im Dezember auf den Markt. Farbdisplay, der Wasserdampf kommt nicht mehr über die Wanne im Boden sondern wird eingeleitet, beim nächsten Model gibt es sogar einen Sensor der beurteilt ob noch mehr Wasserdampf nötig ist oder nicht. Nicht schlecht. Auch die Induktionsfelder entwickeln sich immer weiter. Wer will schon mit dem Regler die Temperatur einstellen, wenn man auch einfach den Topf nach hinten schieben kann und das Feld in der Chef Funktion automatisch erkennt was ich will? Vorne anbraten, hinten warmhalten – und das mit bis zu drei Töpfen, oder einem großen Bräter der mit verschiedenen Wärmezonen genutzt werden kann. Sowohl der Backofen als auch das Induktionsfeld haben eine Assist Funktion und sind praktisch in de Lage im Autopilot zu kochen. Das ist definitiv faszinierend, aber eine der wenigen Funktionen die mich nicht so sehr beeindruckt – wo bleibt denn da noch der Spaß? Sehr cool ist hingegen der Induktionsgeeignete Wok – der schwebt auf einem rutschfesten Ständer kurz über dem Induktionsfeld und kann so im Prinzip wie auf dem Gasherd verwendet werden… und hat einen runden Boden. Ich bin verliebt! Diese neue Liebe wird aber kurz darauf von einer Zukunftsversion des ultimativen Backofens abgelöst. Das er am Internet hängt, mit der passenden App kompatibel ist, mir meine Rezepte anzeigt und so weiter ist ja nett – aber er hat eine Kamera! Mal abgesehen davon, dass man als Blogger somit jederzeit wunderbare Snapshots von seinem Essen machen könnte, ohne sich um die absolut katastrophalen Lichtverhältnisse in so einem Backofen sorgen zu müssen ist ja eine Sache – aber stellt euch vor, ihr könntet aus dem Garten, dem Arbeitszimmer, von der Couch oder jedem anderen Ort per Tablet, Computer oder Smartphone nachsehen wie es eurem Essen geht (und das dann noch mit anderen teilen)! Aus meiner Sicht ausgesprochen genial, aber leider noch Zukunftsmusik und wohl erst im übernächsten Jahr so richtig spruchreif.

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Um 17:30 Uhr, als die letzten Besucher der Messe sich langsam aber sicher auf den Heimweg gemacht haben, ging es für uns erst richtig los.

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Backstage in der AEG Lounge gab es noch schnell ein Tellerchen Eierreis mit Garnele und kalte Getränke – man hat die Gesichter hinter den Blogs kennengelernt und sich kurz über das eine oder andere Event ausgetauscht.

IFA_2014_ (13)Dann wurden wir von Zorra, AEG und Christian Mittermeier nochmal offiziell begrüßt und es ging los. Eine kurze Erläuterung zum Thema saisonales Essen, dann ein paar Experimente zur Wahrnehmung von Geschmack. Wer noch auf die IFA geht sollte es unbedingt ausprobieren – ich habe Schärfe in Kombination mit verschiedenen sensorischen Eindrücken definitiv anders wahrgenommen. Bei der Musik habe ich keinen merklichen Unterschied gespürt, aber das variiert von Testperson zu Testperson. Auf jeden Fall ist es interessant, wie wichtig äußere Einflüsse sind.

Dann haben wir uns dem aus meiner Sicht spannendsten Thema gewidmet, dem Foodpairing! Die Wissenschaft macht so einiges möglich – schlüsselt man unsere Lebensmittel in der Gaschromatographie auf, erkennt man was Ananas und Gorgonzola, Erdnussbutter und Salbei oder Pfifferlinge und getrocknete Aprikosen gemeinsam haben. Die Foodpairing Trees sind teilweise wirklich überraschend, auf einige Kombinationen wäre ich nie gekommen, ich werde in der nächsten Zeit aber sicher damit experimentieren.

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Eine schnelle Pasta sorgt für die nötig Stärkung, dann dürfen wir selber an den Herd.

IFA_2014_ (14)In kleinen Gruppen suchen wir uns einen passenden Warenkorb – manche mit Rezept, andere ohne, aber alle voller leckerer Zutaten. Zusammen mit Sascha von lecker muss es sein, Shermin vom magischen Kessel und einer Box mit Tomaten, eingelegtem Ingwer, getrockneten Aprikosen, Toast und Jakobsmuscheln geht es an den Herd – wir diskutieren, beraten, planen und entscheiden uns für in Sesamöl geröstete Brottaler/Croutons und eine Salsa aus Tomaten, Ingwer und Aprikosen. Die Muscheln werden in einem Mix aus Honig (mit etwas Wasser verdünnt) und Vanillemark gewendet und anschließend mit Sesam paniert. So wandern sie auf den Teppan Yaki-Grill. Schon wieder so ein Küchengerät das mir fehlt. Die Salsa wird mit etwas Salz und Sud aus dem Ingwerglas abgeschmeckt, die Muschel am Ende mit Sojasauce gewürzt und das Ganze mit etwas fein gehacktem Oregano garniert. Ich will uns ja nicht selbst loben, aber sehr lecker!

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Leider sind wir etwas spät dran, zum Probieren bleibt nicht mehr viel – ich ergatter noch ein Schälchen mit Huhn und rote Bete, Kichererbsen und Huhn in Senfsauce und die Tomaten-Käseteilchen mit Schokolade.

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Sobald ich die Beiträge von den anderen Teams finde wird hier noch fleißig verlinkt. Unser Arbeitsplatz sieht aus wie ein Schlachtfeld, ist aber zum Glück nicht der Einzige.

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Nach einem lustigen Abend gibt es noch ein super liebes Geschenkpaket mit geräuchertem Paprikapulver von Zorra, Rosenpfeffer und Rosenzucker und für jeden einen persönlichen Foodpairing Tree. Ein toller Abend mit vielen neuen Bekanntschaften – mir hat’s super viel Spaß gemacht!

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Jetzt aber ab nach Hause!

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Samstag – während sich die anderen Blogger wieder auf der IFA treffen um das Bloggerduell zu erleben sind Bessere Hälfte und ich auf der Whisky-Herbst in der Malzfabrik verabredet. Wir treffen uns dort in kleiner Runde und schaffen es gerade noch zum Johnny Walker Tasting. Lustig gemacht mit vielen netten Anekdoten und Informationen, trotzdem sind weder der Goldene noch der mit dem Platin-Label so richtig meins. Ich komme da eher beim Big Peat tasting auf meine Kosten, der ist sehr speziell und intensiv rauchig, das gefällt mir schon eher. Für kostenfreie Tastings waren beide in Ordnung – es gab auch spezielle Tastings gegen Gebühr, aber so eine Verkostung für 70-80€ möchte ich nicht auf eine Messe machen, das passt für mich eher zu einem netten Abend an dem man sich speziell darauf freut und vorbereitet. Im Außenbereich gibt es neben zahlreichen und scheinbar endlosen Whisky-Ständen auch Süßes, Cocktails und einen Grillstand. Wir probieren Verschiedenes, aber die ultimative Neuentdeckung bleibt aus. Lustig ist auch die Dudelsackmusik die hier live gespielt wird. Auch wenn sie nach einiger Zeit etwas anstrengend wird. Macht nichts, Spaß hat es uns trotzdem gemacht! Den Abend lassen wir bei Tapas, Wein und Bier ausklingen.

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Am Sonntag waren wir dann wieder auf der IFA. Diesmal mit Bessere Hälfte und nicht nur im Küchenbereich unterwegs. Fernseher, Fernseher und noch mehr Fernseher, mit Curve (find ich doof), mit 4K, mit super Sound Anlage, oder darf es gleich ein ganzes Heimkino sein?  Einen Nespresso Cappuccino mit Karamell…

IFA_2014_ (8)…einen Cupcake bei Wolke und Siemens…

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… Sous vide Garnelen bei Björn Freitag im Elektrolux Bereich. Da gibt es jetzt “Einbaukräutergärten”. Wie cool ist das denn?

IFA_2014_ (2)Es folgt ein Vortrag über Fette bei Alfons Schubeck (den habe ich doch genau so schon im letzten Jahr gehört), gefolgt von vielen Leckereien…

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Bei Braun hätte ich mir gerne den Küchenmaschinenaufsatz für den Multiquick 7 angeschaut, der war aber leider nur ausgestellt und in der Showküche nicht im Einsatz. Vielleicht ein anderes Mal. Außerdem scheinen Elektrogeräte für Mini-Haushalte in Mode zu sein:

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Bei Rommelsbacher gab es einen Raclettegrill mit zwei Ebenen für die Pfännchen – wer weis wozu das gut ist und wie es funktioniert, ich jedenfalls nicht. Direkt neben mir stehen zwei Mitarbeiter der Firma, vertieft in ein Privatgespräch das ich nicht unterbrechen möchte. Ich stelle mich höflich daneben um meine Frage zu stellen und innerhalb von wenigen Sekunden steht man mit dem Rücken zu mir – war wohl mein Fehler auf einer Messe eine Frage zu haben.

Haushaltsgeräte dürfen jetzt übrigens auch bunt sein:

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Nikon ist dieses Jahr leider nicht dabei, deshalb lassen wir den Fotobereich ein bisschen außen vor. Gegen 17Uhr machen wir uns mit schweren Füßen auf den Heimweg.

Was für ein Wochenende!

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Ein Primi Piatti für die Lust am Kochen

Ein Primi Piatti für die Lust am Kochen

Vor einigen Wochen durfte ich ja das neue Magazin “Lust am Kochen” probelesen. Die erste Ausgabe hat sich rund um das Thema Tapas gedreht und ich war wirklich begeistert. Klar, ich liebe Tapas einfach! Zwei der Rezepte habe ich euch hier und hier vorgestellt. Als dann die Anfrage kam ob ich Lust hätte, für die nächste Ausgabe zum Thema Toskana, ein Rezept beizusteuern war ich natürlich hin und weg. Aus unserem Toskana Urlaub habe ich so viel an Inspiration mitgenommen, da bleibt die passende Idee nicht lange aus. Etwas Geschmortes soll es sein… und mit Wildschwein… ein typischer Primi Piatti mit Pasta – am besten Pappardelle. So kam es, dass bei uns an einem Samstag im Juli, bei über 30°C, ein schönes Schmorgericht auf den Teller kam. Bessere Hälfte war überglücklich, das gibt es sonst nur an kalten Tagen.

Rezept abgegeben und gewartet – darauf, dass es Ende August wird und das neue Heft erscheint. Wer mir auf Facebook folgt hat es ja gestern schon gelesen – ab heute ist die aktuelle Ausgabe der “Lust am Kochen” am Kiosk erhältlich.

LAK_Cover_0214_final_1Ich konnte ja vorab schon ein wenig schmökern und habe bereits das eine oder andere Rezept auf die to-cook Liste gesetzt. Das Heft ist schön aufgebaut, nach einem kurzen Ausflug in die Welt von Olivenöl und Pasta startet man mit den Antipasti – hier gefallen mir die verschiedenen Crostini Aufstriche besonders gut. Dann geht es weiter mit den Primi Piatti und bei all den leckeren Suppen, Eintöpfen, Risottos, Gnocchi- und Pastagerichten bekommt man wirklich Hunger. Meine Pappardelle con cinghiale findet ihr übrigens auf Seite 44/45.

Bei den Secondi Piatti wird es deftig – und da lacht mich doch neben einem saftigen, florentinischen Steak ein bekanntes Gesicht an! Huhn, Lamm, Rind und Schwein – man weis gar nicht wo man anfangen soll. Der Toskanische Schweinebraten bekommt erstmal einen Post-it. Aber auch Stockfisch, Dorsch und Rotbarbe sind dabei. Danach trifft man noch aufzahlreiche Beilagen und landet schließlich bei den Desserts mit vielen leckeren Kuchen und Küchlein.

Den Abschluss im Heft bilden Tipps zu Wein und Käse und ein Ausflug nach Florenz (ich bekommesofort wieder Fernweh) und nach Arezzo.

Ein rundum gelungenes Heft – ich freue mich, dass ich dabei sein durfte!

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Pappardelle con cinghiale

Zutaten für 4 Personen:

1,5kg Wildschweinkeule mit Knochen

Olivenöl

Pfeffer & Salz

1-2 Chilischoten

2 Zweige Rosmarin

5-6 Zweige Thymian

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

400ml trockener Rotwein

100g getrocknete Tomaten

2 Lorbeerblätter

1 TL Wacholderbeeren

400g geschälte Tomaten, klein gehackt

1 Karotte

1 Stange Sellerie

400g Parpadelle

Zubereitung:

Das Fleisch mit einem scharfen Messer sorgfältig vom Knochen lösen und in kleinere Stücke zerlegen. In einem ofenfesten Topf mit Deckel das Olivenöl erhitzen und das Fleisch rundum anbraten. Den Knochen mit in den Topf legen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Die Chilischoten, die Thymianblätter und die Rosmarinnadeln fein hacken und zufügen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Knoblauchzehen nur schälen und beides in den Fleischtopf geben. Sobald das Fleisch Farbe annimmt mit 300ml Rotwein ablöschen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die getrockneten Tomaten klein schneiden und zusammen mit den Lorbeerblättern und den Wacholderbeeren unter das Fleisch mengen. Die geschälten und gehackten Tomaten einrühren und den geschlossenen Topf für insgesamt ca. 90 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.

Alle 30 Minuten umrühren und bei Bedarf noch etwas Rotwein dazu geben, falls das Ragout zu trocken wird. Nach 60 Minuten die geschälte und sehr klein gehackte Karotte und den Sellerie zufügen.

Nach 90 Minuten sollten die Fleischstücken so zart geschmort sein, dass sie sich mit dem Löffel oder der Gabel zerdrücken lassen. Für die Pasta einen Topf Salzwasser aufsetzen und die Parpadelle ungefähr 6 Minuten lang kochen bis sie al dente sind. Den ausgekochten Wildschweinknochen und die Lorbeerblätter entfernen und alle Fleischstücken und die Knoblauchzehen etwas zerdrücken. ½ Tasse Nudelwasser einrühren und das Ragout mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Pasta abgießen und zurück in den Topf geben. Dort mit der Hälfte vom Ragout vermengen, auf Teller verteilen und das restliche Fleisch auf der Pasta platzieren.