Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Adventwichteln “Schenken macht Freude”

Adventwichteln “Schenken macht Freude”

Es wird gewichtelt – weil wichteln einfach eine wunderbare Tradition ist. Diese Aktion unter dem Motto “Schenken macht Freude” hat die liebe Sarah vom Knusperstübchen ins Leben gerufen. Für mich hat die liebe Katrin von Geschmacks-Sinn ein ganz bezauberndes Päckchen gepackt. Welche Köstlichkeiten ich von ihr bekommen habe könnt ihr hier bewundern. Eigentlich waren ja nur 3 give-aways geplant, aber scheinbar war ich dieses Jahr ganz besonders artig!

Banner-Blogger-Wichteln

Neben einer kleinen Gewürzpost mit Katrins Lieblingsgewürzen habe ich ein Tütchen Chili-Schoko-Engelsaugen und ein Beutelchen mit traumhaften Plätzchen bekommen. Die Pistazien-Cranberry Weihnachtskringel sind der absolute Wahnsinn und werden deshalb nochmal extra verlinkt – die müsst ihr probieren!

Adventswichteln_ (1)

Das Süßkartoffel-Ingwer Süppchen war irgendwie viel zu schnell weg – so lecker war es – für das Foto blieb der süße Rudolph, der sich ganz wunderbar auf dem Walnuss-Goji Brot macht, der wilder Rudolph (eine Sauce für Wild und Geflügel) und ein Orangen-Mango-Chutney das diese Woche auf jeden Fall noch probiert wird. Sind die Etiketten nicht süß? Ich bin ganz hin und weg!

Adventswichteln_ (2)

Liebe Katrin – vielen Dank für dieses süße Päckchen und den Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt holen wir bei Gelegenheit nach…

Ich habe natürlich auch ein Päckchen verschickt und das ging an Kristin, auch bekannt als Fräulein Zebra. Dafür habe ich zuerst einen Schwung weihnachtliche Zimt-Baisers gebacken.

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Als zweites habe ich Adventswürfel gebacken – das Rezept dazu gibt es morgen hier im Blog. Adventswürfel sind bei uns in der Familie schon beliebt seit ich denken kann – deshalb durften sie auf keinen Fall fehlen!

Adventswürfel_ (5)

Und mein drittes Geschenk für Kristin waren diese Mandelsplitter – ich weis nicht wie es bei ihr aussah, aber bei mir waren sie ganz schnell vernascht!

Mandelsplitter_ (4)

Und weil ich vorab so verpeilt war hatte ich am Stichtag zwar meine drei Weihnachtsgrüße fertig, aber keinen kleinen Karton bereit gestellt. Sorry Kristin für das große Paket… aber dafür hat ihre Katze jetzt einen neuen Schlafplatz ;) Die sind doch alle gleich…. *grins*

Und wer sich noch mehr verwichtelte Leckereien anschauen möchte, der schaut am besten Morgen bei Barbara von Meine süße Werkstatt vorbei!

Rezension – Bauernmarkt und Biokiste

Rezension – Bauernmarkt und Biokiste

Vor kurzem wurde meine Kochbuchsammlung durch ein weiteres wunderbares Buch bereichert. Bauernmarkt und Biokiste ist der Titel und es verspricht die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit. Das ist natürlich genau das Richtige für mich, da ich einiges an Gemüse im Garten anbaue und saisonal kochen dadurch für mich sehr interessant und auch wichtig geworden ist. Aber werfen wir zuerst mal einen Blick ins Buch…

Bauernmarkt & Biokiste

Gräfe und Unzer Verlag

Reihe: GrundkochbücherDruck

448 Seiten mit ca. 400 Farbfotos

Format: 18,5 x 24,2 cm. Hardcover.

ISBN: 978-3-8338-4150-7

Erschienen: September 2014

Bereits wenn man das Buch Bauernmarkt und Biokiste aufschlägt lachen einen die ersten Bilder von frischen Äpfeln und Kräutern an. Der Inhalt ist übersichtlich gegliedert, nach einem kurzen Vorwortüber den Bauernmarkt startet man mit der Lagerung von Obst und Gemüse und einem kurzen Überblick über die verschiedenen Zubereitungsarten Kochen, Dünsten, Braten, Grillen, Dämpfen und Backen. Ein paar Infos zu Würzmischungen und klassischen Saucen folgen, bevor es mit dem ersten Kapitel zum Frühling so richtig los geht. Insgesamt gibt es im Buch 333 Rezepte die passend zur Jahreszeit in 4 Kapitel unterteilt sind.

Der Frühling startet (wie alle 4 Hauptkapitel) mit einem Inhaltsverzeichnis und ein paar Saisontipps, bevor es mit den Rezepten ab in die bunte Welt der Kräuter geht. Frisches, knackiges Gemüse, bunte Salate, knall-grüne Süppchen – im Mittelpunkt Spargel, Bärlauch und Erbsen. Aber auch Frühlingszwiebeln, neue Kartoffeln und Lamm sind vertreten. Die bunten Bilder machen Lust auf diese leichte und frische Küche, die übrigens einen durchaus vegetarischen Schwerpunkt hat. Natürlich kommt auch die süße Seite nicht zu kurz – ich freue mich besonders über die vielen tollen Rezeptideen zum Thema Rhabarber, wie zum Beispiel das Rhabarber-Topfen-Omlett.

Bis zum nächsten Frühling dauert es noch ein paar Tage und der Sommerist noch länger hin – trotzdem weckt das nächste Kapitel schon jetzt meine Vorfreude. Zu den Saisontipps gehört ein Aprikosensenf der mich sofort anlacht. Ihm folgen Rezepte für tolle bunte Gartensalate mit Bohnen, Tomaten, Artischocken, Fenchel und Radieschen. Aber auch ungewöhnliches wie Kohlrabifritten mit Wasabiquark oder eine kalte Salatsuppe. Suppen gibt es auch im Sommer wieder in allen Farben und Konsistenzen, egal ob warm oder kalt – da will selbst der Suppenkaspar den Löffel nicht mehr hergeben. Der Auberginenkuchen mit Tomatensalat ist genauso einladend wie das Mangoldgemüse mit Semmelknödeln. Und natürlich gibt es im Sommer auch mein Lieblingsgemüse – die ersten Rezepte für Rote Bete (von denen es wirklicheinige gibt) tauchen auf. Ich für meinen Teil freue mich schon auf das sahnige Johanisbeerdessert und das Stachelbeercrumble.

Während diese zwei Kapitel noch ein wenig warten müssen gibt es im Herbst einiges an Inspiration für die Küche der nächsten Wochen. Die Salate werden herzhafter und Kürbis, Spitzkohl und Kartoffeln sind die Stars in Suppen, Eintöpfen, Aufläufen und Gratins. Ich verliebe mich hoffnungslos in den Hokkaido Kürbis mit Ofenkäseden ich euch weiter unten vorstellen werde. Gott war der gut!

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Das letzte Kapitel ist für den Winter reserviert. Und der muss garnicht trist und grau werden – Bratäpfel auf gemischtem Blattsalat, Rosenkohl-Ingwer Salat mit Brathähnchen, eine wunderbare Pastinakencremesuppe mit Crouton (die schon auf der “to-cook” Liste steht), aber auch Schwarzwurzel, Topinambur, Rotkohl und Maronen locken mit abwechslungsreichen Rezepten. Bessere Hälfte hat sich bereits den Grünkohl mit knusprigem Schweinebauch gewünscht, mich lacht noch das Pastinaken-Gratin an… und die vielen, vielen Rote Bete Rezepte!

Ihr seht – langweilig wird einem mit diesem Buch nicht und es gibt das Ganze Jahr über einen schönen Mix aus neuer Inspiration und gute Anleitungen für zeitlose Klassiker. Somit ist das Buch eine Bereicherung für erfahrene Köche und Anfänger, ohne auf die typischen Klischees der Studentenküche abzuzielen. Außerdem ist es eines der wenigen Bücher die aus meiner ganz persönlichen Sicht sowohl für Fleischfresser, als auch für Vegetarier geeignet sind. Der Großteil der Rezepte ist wie bereits erwähnt vegetarisch, aber für viele Rezepte kann man sich ganz einfach ein Stück Fleisch dazu braten oder grillen.

Aus meiner Sicht ist Bauernmarkt und Biokiste eine tolle Geschenkidee für alle denen saisonales Kochen am Herzen liegt!

Vielen Dank an den Gräfe und Unzer Verlag, der mir dieses Buch kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. Der Inhalt dieser Rezension entspricht natürlich nur meinem eigenen Geschmack und meiner persönlichen Erwartung an ein Kochbuch.

Zutaten für Hokkaido-Kürbis mit Ofenkäse (für 2 Personen):

1 Hokkaido Kürbis

1/2 Bund Estragon (im Original Thymian)

etwas Petersilie

1 kleine Chili (im Original Chiliflocken)

2 EL Rapsöl

Salz

1 TL rosa Pfefferbeeren

1 Ofenkäse

2 EL Créma di Balsamico

2 EL Kürbiskernöl

30g Kürbiskerne

Zubereitung:

Den Kürbis halbieren, entkernen und an der runden Seite so begradigen, dass sie später fest liegen ohne umher zu rollen.

Mit Öl einreiben und salzen – dann wandern sie mit der runden Seite nach oben für 15 Minuten bei 160°C in den Backofen.

Wenden und mit dem fein gehackten Estragon, der noch feiner gehackten Chili und Salz würzen. Den Käse horizontal halbieren und im Kürbis platzieren. Das sieht bei mir deutlich weniger hübsch aus als im Buch, aber es geht…

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Weitere 15 Minuten (bei mir eher 20 Minuten) fertig backen. Für die letzten 5 Minuten kommen die Kürbiskerne mit auf das Blech.

Den Käse auf großen Tellern platzieren und mit den Kürbiskernen bestreuen. Etwas Créma di Balsamico und Kürbiskernöl darüber träufeln, die rosa Pfefferbeeren zerstossen und darüber streuseln. Mit etwas fein gehackter Petersilie (der letzten aus eigener Ernte) garnieren.

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Den wunderbaren, Käse gefüllten Kürbis sofort servieren…

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Spätestens wenn ihr ihn am Tisch anschneidet stellt sich ein tiefes Glücksgefühl ein.

Wer möchte ein Tellerchen?

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Buchtipp – Bill Buford – Hitze

Buchtipp – Bill Buford – Hitze

Jetzt ist es passiert – vor einigen Wochen habe ich festgestellt, dass es nicht nur spannende Kochbücher gibt, sondern auch spannende Bücher über’s Kochen!

Habt ihr nicht auch schonmal daran gedacht einfach alles stehen und liegen zu lassen und euch als Praktikant (auch bekannt als Küchensklave) in einem Sternerestaurant zu verpflichten? Einfach nur um zu lernen wie es “richtig geht”? Während die meisten von uns höchstens davon träumen hat es Bill Buford gewagt und seinen Job als Literaturchef beim New Yorker gekündigt und bei Mario Batali (über den man in diesem Buch auch einiges erfährt) im Restaurant Babbo angefangen. Wie es dazu kam und über seine Erlebnisse und das Überleben in der Sternegastronomie schreibt er in Hitze: Abenteuer eines Amateurs als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling – und man hat mehr als einmal das Gefühl neben ihm in der Küche zu stehen wo er sich den alltäglichen Herausforderungen stellen muss.

In der Hierarchie einer perfekt eingespielten Profiküche und unter dem Tellerwäscher angesiedelt stellt Bill Buford schnell fest, wie weit das Kochen zu Hause von der Arbeit in einer professionellen Küche entfernt ist. Auf den Millimeter perfekte Gemüsewürfel schneiden, Fleisch entbeinen, langes Schmoren, das sind seine Aufgaben – und dabei nicht die eigenen Hände verletzen. Doch Stück für Stück merkt es wie sich seine Sinne für die Wahrnehmung der Küche verändern. Plötzlich erkennt er schon am Geruch wann ein Stück Fleisch gewendet werden muss. Zwischenzeitlich gibt es den einen oder anderen Trip in die Toskana wo er lernt Pasta richtig und von Hand zu machen und wo er bei Dario Cecchini ein Metzger-Praktikum absolvieren darf (da war ich neidisch – ehrlich). Wieder Zuhause in den USA besorgt er sich auf Umwegen ein ganzes Schwein um das gelernte anzuwenden.

Zurück im Restaurant darf er sich als Postenkoch versuchen und am Ende des Buchs freut man sich einfach mit ihm, wie er seine Aufgaben gemeistert hat und was er an Erfahrungen sammeln durfte.

Ein tolles Buch für alle die sich manchmal fragen “was wäre wenn….”!