Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Tapas – das Mar y Sol am Savignyplatz

Tapas – das Mar y Sol am Savignyplatz

Es ist euch vielleicht schon aufgefallen, in letzter Zeit gab es hier auffallend wenig Tapas auf dem Blog. Nicht weil wir so wenig Tapas gegessen haben, sondern weil wir sie so oft auswärts hatten. Unter anderem im Mar y Sol am Savignyplatz. Wir sind spontan nach Feierabend zum Savignyplatz gefahren und haben erst vor Ort entschieden wo wir uns hinsetzen. Die Wahl ist diesmal auf das Mar y Sol gefallen weil man hier an warmen Tagen noch so wunderbar draußen sitzen konnte.

Richtig hungrig waren wir anfangs noch nicht – also bestellen wir vorerst nur ein Schälchen Oliven und zwei Gläser Rioja. Kein Problem, wir sollen uns einfach bemerkbar machen wenn sich der Hunger meldet. Die Oliven sind super, ich mag es wenn man einen schönen bunten Mix bekommt und nicht nur ein paar grüne und schwarze Oliven.

Kurze Zeit später meldet sich der Hunger dann auch – bei den vielen leckeren Tapas auf der Karte fällt die Entscheidung nicht leicht. Wir beleiben recht klassisch – Pimentos de Padron, Datteln in Speck, Hühnerleber in Sherry und – mein Favorit – Lamm in einer Pernot Sauce mit dieser wunderbaren Anisnote. Die Leber ist zart rosa, das Lamm zerfällt auf der Zunge und mit Datteln in Speck kann man eh nichts falsch machen. Die Pimentos sind genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig Salz. Die hausgemachte Aijoli und das Brot sind ebenfalls gut.

mar_y_sol_2014

Weil wir so nett sitzen entscheiden wir uns noch für ein zweites Glas Wein bevor es satt und zufrieden ab nach Hause geht.

Von einem Blick auf die Nachbartische muss ich allerdings sagen, dass die Tapas im großen und ganzen deutlich besser aussahen als die regulären “Hauptgerichte”. Also lieber eine schöne Tapas-Selektion bestellen.

Wenn ihr in der Nähe seid ist das Mar y Sol am Savignyplatz auf jeden Fall einen Besuch wert!

Die Dunkelbar in Berlin

Die Dunkelbar in Berlin

Vor vier Jahren war ich das erste Mal in der Dunkelbar. Bessere Hälfte hat mir dieses Event damals zum Geburtstag geschenkt und ich kann mich noch heute an das Überraschungsmenü erinnern. Salat mit Aufschnitt vom Putenbraten, ein Pastinakencrémesüppchen, Zweierlei Fleisch vom Lamm mit kleinen Kartoffelchen und ein Dessert mit Jägermeister – alle Gänge ausgesprochen lecker und das Essen in der Dunkelheit war einfach eine Wahnsinns Erfahrung. Als mir vor kurzem eine MyDays Gutschein geschenkt wurde habe ich mich riesig gefreut, dass dort auch ein Dinner in der Dunkelbar, das Dinner in the Dark, im Eventprogram ist. Kurzerhand gebucht, so ging es am Samstag Abend nach Berlin Mitte für ein 4-Gang Deluxe Menü für zwei.

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Wir kommen püntklich an, hängen unsere Jacken in die Garderobe und bestellen uns zur Einstimmung ein Gläschen Sekt, während wir uns an die Menüwahl machen.

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Unsere Wahl fällt auf das Menü mit Rind, der Rotwein im Menü überzeugt uns nicht und wir fragen, ob wir für die Differenz zwischen der Standad Flasche und einem anderen Wein upgraden können. Die Dame verschwindet kurz um dann mit den Worten: “meine Chefin hat heute gute Laune, können wir mache” wiederzukommen. Ein einfaches “Ja, gerne” hätte mir auch gereicht, aber was soll’s. Unser Kellner holt uns ab und begleitet uns in die Dunkelheit zu unserem Tisch. Es ist wieder aufregend in der Dunkelheit zu sitzen, sich nicht zu sehen und vorsichtig den Tisch abzutasten um ein Gefühl für die Abstände zu bekommen. Brot, Wein und Wasser werden gebracht – das Weinglas ist ziemlch schwer, vielleicht eher ein Cocktailglas, aber das ist im Dunkeln auch nicht verkehrt. Ob wir Wein und Wasser gerecht aufgeteilt haben? Keine Ahnung, aber wir waren beide zufrieden.

Die Kellner sind blind oder sehbehindert und viele von ihnen unterstützen ihre Orientierung mit Schnipsen oder durch Schnalzen im Raum. Das ist spannend, weil man so auch ein ungefähres Gefühl für die Größe derDunkelbar bekommt.

Die Vorspeise kommt – es ist ein Mix aus Antipasti mit etwas Roastbeef. Wir müssen beide lachen, als ich voller Freude ganz zum Schluss noch einen Pilz auf dem Teller ertaste, Bessere Hälfte hat ihn nämlich ganz überrascht zur gleichen Zeit gefunden.

Der Teller wird abgeholt, wir werden gefragt ob bei uns noch alles ok ist, falls wir Hilfe brauchen sollen wir rufen. Alles klar.

Dann kommt der zweite Gang – eine Kartoffelsuppe mit Oliven. Ich koche ja mit Salz. Und nicht unbedingt für Herzkranke wie man so schön sagt – aber meine Nase war die Suppe salzig! Der Koch muss bis über beide Ohren verliebt sein. Versalzen war sie nicht, aber schon sehr, sehr, sehr salzig. Die Oliven haben wir dafür leider nicht herausgeschmeckt.

Der Hauptgang kommt – wir sind am rätseln… Zuckerschoten haben wir, Kartoffelspalten auch. Das Fleisch ist eindeutig vom Rind – aber was ist es? Wir sind uns eigentlich einig, dass es kein Filet sein kann… vielleicht eher ein Steak aus der Keule? Wir waren schon ziemlich überrascht, als wir später auf der Auflösungskarte gesehen haben, dass es sich um Filet unter einer Senf-Meerrettichhaube gehandelt hat. Leider war die Sauce ziemlich speziell, ich will nicht sagen, dass sie aus der Tüte kam, aber sie war auf jeden Fall mit Pulver-Brühe angesetzt. Da hätte ich bei diesem Preis für das Menü doch etwas mehr erwartet.

Das Dessert hat uns dann wieder glücklich gemacht, Apfel-Limettenmousse und eine leckere hausgemachte Praline waren der Hammer. Die Chili habe ich bei der Ananas nicht so herausgeschmeckt.

Wir sitzen noch einen Moment und genießen den letzten Tropfen Wein, bevor es wieder zurück ins Licht geht. Dort lesen wir uns noch kurz die Auflösungskarte durch und zahlen unsere Rechnung. Stolze 193,-€ hat der Abend gekostet. Dank des Gutscheins zu verschmerzen, sonst muss ich allerdings sagen, dass man für das Geld woanders besser essen kann. Aber hier zahlt man eben auch für das Event und das war wieder ein tolles Erlebnis.

Trotzdem denke ich, dass ich mit zwei Besuchen in der Dunkelbar den Nervenkitzel ausreichend ausgekostet habe. Und das Essen diesmal auch nicht mehr den Wow-Faktor hatte. Aber das ist ja das Schöne, man kann bei diesen Gutscheinen aus so vielen Optionen wählen!

Supperclub in der Weinküche

Supperclub in der Weinküche

Es ist Samstag Abend als wir kurz vor 19Uhr den Querflügel eines uns noch unbekannten Wohnhauses in Berlin Mitte betreten. In den 5. Stock müssen wir hoch um zu Holger und Kerstin in ihre Weinküche zu gelangen. Wir sind gespannt – der Supperclub in der Weinküche ist der erste Supperclub an dem wir teilnehmen. Das Thema für diesen Abend ist Österreich, das Menü liest sich mehr als interessant und mit Hilfe freiwilliger Tester haben die beiden vorab eine schöne Auswahl passender Gerichte und Weine zusammengestellt.

Holger empfängt uns an der Tür während Kerstin noch fleißig in der offenen Küche am wuseln ist. Wir sind nicht die letzten der 12 Gäste und zwei bekannte Gesichter entdecken wir auch in der munteren Runde. Die Stimmung wird sofort mit einem Gläschen Weißweinn aufgelockert, begleitet von dem Hinweis „trinkt viel Wasser“, der uns durch den Abend begleiten wird.

Als Gruß aus der Küche startet das Menü mit diesen wunderbaren, mit Sauerkraut und Speck gefüllten, Teigtaschen.

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Weiter geht es – es gibt Forellenfilets mit einem absolut genialen Graupen-Steinpilzrisotto. Das war definitiv mein Favorit an diesem Abend.

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Wir kommen schnell mit unseren Sitznachbarn ins Gespräch. Es ist schon lustig, wie wenige „echte Berliner“ es gibt und von wo und wie andere in die Stadt gekommen sind.

Als nächstes gibt es rote Bete Knödel in Gorgonzolasauce – dazu gibt es einen weiteren Weißwein, Holger und Kerstin haben viele der ausgewählten Winzer bereits vor Ort besucht und können uns mit einigen Details zu den Weinen begeistern.

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Es folgt eine kleine Pause, die Mohn-Schupfnudeln brauchen noch einen Moment. Also dürfen Gäste, Holger und Ente ruhen während es, ihr könnt es euch sicher denken, ein weiteres Glas Wein gibt. Aber was wäre so ein Abend ohne ein wenig Bildungsprogramm? Wir machen ein Wasser-Wine-Tasting in dem uns gezeigt wird wie sich stilles oder stark Kohlensäurehaltiges Mineralwasser auf den Geschmack von Wein auswirkt. Wir sind sehr überrascht, wie stark man den Unterschied schmeckt… oder auch nicht mehr schmeckt…

Kerstin hat den Kampf gegen die Mohn Schupfnudeln gewonnen und die kommen mit einem Rotkohl, der einfach nach himmlisch Weihnachten riecht, und etwas Entenbrust mit Orangenglasur auf den Teller. Die Schupfnudeln waren zwar nicht mehr ganz formvollendet, weil sie sich einfach nicht vom Teller trennen wollten, aber geschmacklich sehr gut. Bessere Hälfte schwärmt immer noch davon! Mittlerweile sind wir übrigens auch beim Rotwein angelangt. Und dazu immer artig Wasser trinken…

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Wer möchte bekommt jetzt Espresso oder einen Obstbrand, ich kann mich für keins von beidem begeistern (Koffein ist ja nicht so meins), Bessere Hälfte nimmt den Espresso. Von den Balkonen aus hat man einen schönen Blick auf das nächtliche Berlin und das eine oder andere Wahrzeichen der Stadt.

Als Abschluss gibt es ein üppiges Dessert mit Schokomousse, Zimteis und Pflaumenkompott – alles hausgemacht versteht sich. Dann haben wir es auch schon kurz nach Mitternacht. Die Ersten machen sich auf den Weg um ihren Babysitter abzulösen, wir bleiben noch bis zwei Uhr in geselliger Runde sitzen. Das eine oder andere Glas Wein wird noch ausgeschenkt, da wird definitiv nicht gespart. Auch bei den meisten Gängen gab es die Möglichkeit sich noch einen kleinen Nachschlag zu sichern.

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Satt und zufrieden plumpsen wir ins Taxi.

Danke an Kerstin und Holger für den schönen Abend in eurem Supperclub – wir werden sicher zu Wiederholungstätern!

Kopfschmerzen hatten wir übrigens nicht am nächsten Tag – es lebe das Wasser…

Na, Lust auf einen Besuch im Supperclub?