Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Kreuzberg kocht – im Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen

Kreuzberg kocht – im Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen

Die eat! Berlin neigt sich dem Ende zu – nachdem wir mit den Berliner Käsetagen in das Feinschmeckerfestival gestartet sind und am Mittwoch die Generation WOW im Olympiastadion live am Herd erleben durften ging es am Samstag Abend zu Kreuzberg kocht ins Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen.

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Zu 18:00Uhr waren wir vor Ort und haben uns gefreut, dass wir an den langen Bierbänken noch ein Stück Tisch mit Platz für 4 Personen ergattern konnten. Das Prinzip der Veranstaltung ist einfach – an verschiedenen Kochstationen zaubern bekannte Gesichter der Berliner Gastronomieszene jeweils ein Gericht, dazu gibt es die passenden Weinempfehlungen. Holen muss man sich das Essen und die Getränke selbst, von dem alten Geschirr befreit einen der freundliche und schnelle Service.

Um möglichst viel probieren zu können tauschen Bessere Hälfte und ich die Teller nach der Hälfte, so bleibt einem die eine oder andere schwere Entscheidung erspart. Die Hauptgänge kosten 8,50€ pro Portion, da ist man durchaus ein bisschen flexibel.

Wir starten mit dem Tafelspitzsalat von Hartmut Guy aus dem Restaurant Riehmers und der Eismeerforelle aus dem Korianderrauch von Matthias Gleiß aus dem Restaurant Volt. Die Eismeerforelle war geschmacklich recht dezent, der Salat war wunderbar bunt, frisch und knackig. Und obwohl wir ja keine großen Weißweinfans sind hat uns der grüne Veltiner der zum Tafelspitzsalat empfohlen wurde an diesem Abend am besten geschmeckt.

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Nach einem kleinen Päuschen müssen wir uns entscheiden – 3 weitere Hauptgänge wären zu viel. Gut, dass wir schon bei den Mallorcas auf den Teller schielen konnten – so entscheiden wir uns auch für die Gnocchi vom Büffelricotta mit roten Garnelen und Kapern von Pasquale Ciccarelli aus der Bar Centrale. Überraschenderweise ist das eine wirklich gelungene Kombination – wir waren vorher bei Garnelen mit Kapern schon sehr neugierig…

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Als zweiten Hauptgang nehmen wir den Schaufelbraten vom US Beef mit Rahmwirsing von Thomas Kurt aus dem E.T.A. Hoffmann (hier rechts im Bild).

Hausherr Markus Herbicht aus dem Restaurant Schmelzwerk hat ein Navarin vom Fürstenberger Hirschkalb mit Kartoffelkloß, Moosbeeren und Winterkräutern gezaubert. Den haben wir zwar nicht probiert, es sah aber sehr gut aus und so habe ich es wenigstens optisch für euch festgehalten.

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Das große Finale gibt es mit Dessert Leckereien von Herbert Beltle aus dem Restaurant Altes Zollhaus. Eine absolut göttliche, aber wirklich sehr gehaltvolle katalanische Crème mit Blaubeeren in Cassissauce und zumindest einen Haps vom gratinierten Ziegenkäse mit lauwarmem Rübchensalat.

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Um 21:00Uhr gab es dann noch ein Highlight – Hartmut Guy ist als der Buttler James erschienen und hat das Dinner for One zum Besten gegeben. Inklusive Tiger, langer Tafel, Mrs. Sophie und dem altbekannten Ablauf. Wir haben uns köstlich amüsiert, auch wenn es auf Deutsch sehr ungewohnt klang.

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Und wer jetzt noch spontan Lust bekommen hat – bis 18:00Uhr sind die Türen im Schmelzwerk auch heute, am letzten Tag der eat! Berlin, wieder für alle Feinschmecker und kulinarisch Begeisterten geöffnet.

Also nichts wie los!

Berliner Käsetage in der alten Bolle-Meierei

Berliner Käsetage in der alten Bolle-Meierei

Manchmal sind die spontanen Ideen die besten. Als am letzten Wochenende das eat! Berlin Feinschmeckerfestival mit den Berliner Käsetagen in der alten Bolle Meierei eröffnet wurde hatten wir eigentlich keine Zeit für einen Besuch. Der Samstag war für einen Braukurs reserviert und am Sonntag waren wir bei meinen Eltern zum Essen eingeladen. Als wir dann aber am Sonntag Abend auf dem Heimweg waren und mit einem Blick auf die Uhr dachten “für ein halbes Stündchen könnte man ja noch schnell…” war es entschieden. Ab nach Moabit, direkt vor der Tür einen Parkplatz ergattert und rein ins Vergnügen.

In der alten Bolle Meierei entdecken wir sofort ein bekanntes Gesicht – Festivalleiter Bernhard Moser ist noch vor Ort und empfiehlt uns auf jeden Fall den Käse der Käserei Stich zu probieren. Wir hätten außerdem Glück, am Morgen wären über 350 Besucher in kürzester Zeit in die alte Meierei gestürmt. Jetzt ist es doch etwas leerer, so dass man gemütlich stehen und sitzen und sich von den Käsespezialisten den einen oder anderen Tipp abholen kann.

Wir starten unsere Runde also bei der allgäuer Käsemanufaktur Olli Stich, hier wird der Käse über mehrere Jahre in Höhlen gelagert und gereift während er alle zwei Wochen mit Salzwasser eingepinselt wird. Wir probieren uns durch die verschiedenen Altersstufen und nehmen ein Stück von dem 4-jährigen Bergkäse mit. Die Stimmung ist ausgelassen, da wird auch mal spontan musiziert!

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Am nächsten Stand gibt es Senf in allen Geschmacksrichtungen – wir entscheiden uns für ein Gläschen Winzersenf.

Am Stand von NatUrsprung kann ich mich kaum entscheiden, eine halbe Belper Knolle und ein Stück Caciocavalla finden ihren Weg in mein Tütchen. Ich freue mich besonders auf die Belper Knolle – damit gibt es in den nächsten Tagen auf jeden Fall eine tolle Pasta!

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Vom Allgäuer Käshäusle nehmen wir noch ein Stück Goldener Kristall mit, ein würziger Käse für den die Kühe fleißig Kräuter futtern dürfen. Es gibt noch einige andere Stände, wie zum Beispiel den Büffel Mozzarella aus Brandenburg, aber da wir ja gerade vom Essen kommen können wir einfach nicht alles probieren.

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Mit unserer Beute bepackt geht es dann auch wieder weiter in Richtung nach Hause – der “kleine Abstecher” war auf jeden Fall eine gute Entscheidung und ein schöner Auftakt für die Eat! Berlin. Am Mittwoch ging es dann zur Generation WOW ins Olympiastadion.

Generation WOW – Küchenparty im Olympiastadion

Generation WOW – Küchenparty im Olympiastadion

Das eat! Berlin Feinschmeckerfestival ist in vollem Gange – ein Event jagt das nächste und es war nicht so einfach im Vorfeld zu entscheiden zu welchen Abenden wir gehen wollen. Die Generation WOW konnten wir uns aber auf keinen Fall entgehen lassen. Die Generation WOW – das sind die drei Sterneköche Sarah Henke, Maria Groß und Sebastian Frank die im Cooking Club des Berliner Olympiastadions eine Küchenparty veranstaltet haben. Die passenden Weine haben die beiden Winzer Lisa Bunn und Andreas Rings von ihren Weingütern mitgebracht.  Keiner der fünf sympathischen Profis ist älter als 35 und wir waren gespannt, was sie sich für diesen Abend überlegt haben.

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Festivalleiter Bernhard Moser eröffnet den Abend und warnt vor: “Wer an seinem Platz sitzen bleibt und auf den Service wartet wird hungrig bleiben, es wird nämlich niemand kommen.” Der Abend ist als Küchenparty geplant, das bedeutet wir können live dabei sein während gebraten, gewürzt und angerichtet wird und dürfen den Sterneköchen nicht nur auf die Finger schauen, sondern auch neugierige Fragen stellen wie sie was gezaubert haben.

Der Einlass beginnt bereits um 18:30Uhr und da wir pünktlich vor Ort sind können wir noch einen Blick auf die Vorbereitungen werfen bevor der große Trubel startet. Zur Begrüßung gibt es von Lisa Bunn einen leichten 2013er Riesling, wir treffen auf ein paar bekannte Gesichter und stoßen auf einen schönen Abend an.

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Dann werden die Kochstationen eröffnet. Jeder Koch zaubert uns ein Amuse bouche und einen Gang aus dem Menü.

Wir starten bei Sebastian Frank aus dem Restaurant Horvath. Sein Amuse bouche sind zwei gegrillte Champignons, einer war zuvor getrocknet, der andere frisch. Diese tummeln sich mit etwas gegrilltem Knoblauchgrün, Petersilienwurzel und Röstzwiebelpulver auf den Tellerchen. Das Röstzwiebelpulver ist ziemlich genial. Sebastian verrät, dass er die Zwiebel in Schmalz ausbackt und dann das Fett auf Küchenpapier abtropfen lässt. Danach werden die Röstzwiebeln zu Pulver verarbeitet und gewürzt. Das Ergebnis schmeckt wie Chips-Pulver und erzielt genau den Effekt den er haben wollte –  es macht süchtig.

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Bei Maria Groß, aus dem Restaurant Clara im Kaisersaal in Erfurt, gab es meinen absoluten Favoriten des Abends! Ich bin ja ein großer Fan von Blutwurst und die Kombination mit Sauerkraut ist einfach klassisch. Maria hat das Ganze aber auf so geniale Art modern und frisch umgesetzt, dass ich einfach nur noch hin und weg war. Im ersten Schritt wurde mit einer Schablone eine Créme aus Sauerkraut, Sauerkrautsaft und Mascarpone aufgetragen. Darauf hat sie die Blutwurst platziert von der man vorher schon naschen durfte – es gab nämlich zwei Varianten, eine mit Wild und eine “normale” vom Hausschwein. Dann kam ein kleiner Sauerkrautsalat mit Minze und Koriander – alles frisch als Rohkost. Für mich eine vollkommen neue Kombination und wirklich ausgesprochen lecker. Darauf ein Scheibchen Apfel und als i-Tüpfelchen eine Blutwurstpraline die in Kirschpulver gerollt wurde. Ich war so fasziniert von den Erklärungen das ich es glatt verpasst habe die Kochstation zu fotografieren.

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Bei Sarah Henke hat uns ein koreanischer Gruß erwartet. Es gab ein frisch-scharfes Tartar mit asiatischen Aromen, zwei Zucchini-Scheiben und einem auf Butterbrotpapier gebratenen Wachtelei. Die Krumen haben eine süßliche Note auf den Teller gebracht, leider habe ich hier nicht mitbekommen was das genau war. An dieser Station hatten wir etwas Pech, es gab nur noch ein letztes Tellerchen das wir uns dann geteilt haben – da sind wohl ein paar besonders hungrige Wiederholungstäter vor uns gewesen. Zu diesem Gang steigen wir auf den etwas trockeneren 2012er Ungsteiner Weilberg Riesling von Andreas Rings um.

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Es geht weiter mit der Vorspeise – Sashimi Spicy von Sarah Henke. Bessere Hälfte hat diesmal die Suppe geholt und erklärt, dass die rohen Zutaten nur mit der heißen Suppe aufgegossen wurden und darin gar gezogen sind. Wir hatten also wunderbar zarte Garnelen und Fisch mit Frühlingszwiebel, kleinen Pilzen und Zuckerschote auf dem Teller. Die Suppe war schön scharf, was ich wirklich gerne mag. Ein Gast hat zu späterer Stunde Andreas Rings darauf angesprochen, dass er sich dazu einen Weißwein mit etwas mehr “Bums” gewünscht hätte. Darauf hat Andreas nur lachend erwidert: “Ja, ich mir auch!”

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 Es geht weiter mit dem Hauptgang – Milchkalbstafelspitz sous vide mit gegrilltem Chicorée, einer Entenschmalzemulsion und Brombeere von Sebastian Frank. Der verrät, dass der Tafelspitz 5 1/2 Stunden sous vide gegart wurde, den Großteil der Zeit bei 58°C, dann wurde die Temperatur auf 50°C reduziert. Das Fleisch war natürlich wunderbar zart und als gesagt wurde, dass noch ein paar Scheibchen übrig sind haben wir uns gefreut noch ein zweites ergattern zu können.

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Hier sind wir auf den Rotwein umgestiegen. Besonders gefallen hat uns der 2007er das kleine Kreuz aus der Doppelmagnumflasche. Wobei man fairer Weise sagen muss, dass wir eher Rotweinfans sind und es rote Weine somit immer etwas leichter haben uns zu begeistern.

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Zum Abschluss hat uns Maria Groß ein wunderbares Dessert gezaubert. Es gab einen Ziegenquark mit Rhabarber, dazu zwei verschiedene Saucen mit Erdbeere und in Butter knusprig gebratenen Salbei der dann in Puderzucker paniert wurde. Der leicht gekeimte Quinoa hat eine interessante, süßliche Note – ein schöner Kontrast zum Ziegenquark und der Säure vom Rhabarber.

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Wir hatten an diesem Abend unglaublich viel Spaß und ich habe eine ganze Menge an Inspiration mitgenommen. Aber die Eat! Berlin ist noch nicht vorbei. Am Samstag geht es zu Kreuzberg kocht in die Sarottihöfe und am Sonntag steht der Ball der Gastronomie auf dem Programm. Und falls ihr heute und morgen noch nichts vorhabt und jetzt auch Lust auf ein tolles Event bekommen habt – schaut doch mal, ob es vielleicht noch Restkarten für das Filetstück gibt. Das ist definitiv immer einen Besuch wert.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Genießen!

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