Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Das Filetstück in Charlottenburg

Das Filetstück in Charlottenburg

Es ist schon ein paar Tage her, dass wir uns einen tollen Abend im Filetstück in Charlottenburg gegönnt haben. Das Filetstück ist bekannt für sein tolles dry aged beef – also haben wir uns trotz verlockendem Degustationsmenü für eine gemeinsame Vorspeise, verschiedene Steaks und feine Beilagen und ein fruchtiges Dessert entschieden, das wir uns ebenfalls geteilt haben. Dazu kam noch der Gruß aus der Küche, ein herrliches Amuse Gueule und ein süßer Raucherteller. Aber seht selbst!

Nachdem wir gewählt haben sendet man uns diesen leckeren Gruß aus der Küche. Kichererbsenbrot mit Passionsfruchtmousse und getrockneten Fleischbröseln. Das Brot ist fein knusprig und die recht herbe Note vom getrockneten Fleisch harmoniert toll mit dem fruchtigen Mousse. Krümelt und schmeckt!

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Wir haben uns für einen 2010er Marchese Antinori Chianti Classico Riserva entschieden, die Weinkarte ist schön bestückt und bietet Weine in verschiedenen Preisklassen. Was mir wieder gut gefallen hat waren die kleinen Gravuren mit dem Logo auf den Gläsern. Der kleine “Armor” der mit Messer und Gabel schießt ist einfach cool.

Als Amuse Gueule bekommen wir gebeizte Ente mit Rotkohl in zweierlei Konsistenz. Schmeckt super spannend und ist definitiv viel zu schnell vernascht.

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Jetzt kommt unsere Vorspeise. Wir haben uns für eine Vorspeisenplatte mit Wurst und Schinken für zwei Personen entschieden. Es gibt Hüftschinken vom Rind, Wacholderschinken, Trüffelsalami, Pommersche Rotwurst, Leberwurst die einfach nur göttlich war und einen großartigen hausgemachten weißen Pancetta. Begleitend steht etwas Brot auf dem Tisch.

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Als Hauptgang entscheidet sich Bessere Hälfte für das 250g Filetstück medium rare – ein Filetsteak das 4 Wochen trocken gereift ist. Ich nehme das 300g Entrecote vom Freesischen Rind rare, es ist ebenfalls 4 Wochen trocken gereift. Dazu nehme ich den tollen Ingwer-Spinat in den ich mich hätte reinlegen können. Leichte Süße, feine Schärfe – der war einfach perfekt. Bessere Hälfte nimmt Kartoffelspalten, feinen Rosenkohl und ein Stück Café de Paris Butter. Ich mag mein Steak am liebsten nur mit einer Priese von dem groben Salz das mit auf dem Teller ist.

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Einen winzig kleinen Abzugspunkt muss ich leider dem Service geben – die Weinflasche und das Wasser stehen nicht auf dem Tisch sondern werden zentral verwahrt und bei Bedarf wird einem nachgeschenkt. Leider wurde der Bedarf nicht immer erkannt und wir mussten einmal nachfragen, bzw. uns  hilfesuchend umschauen. Auf den tollen Abend gesehen war das aber tatsächlich nur ein kleines Manko.

Wir entscheiden uns dafür auch das Dessert zu teilen, mehr könnten wir auch nicht mehr essen – aber das Holunderbeerenparfait mit Nougat und Butterkeks lacht uns auf der Karte so verlockend an. Hübsch, fruchtig frisch und nicht zu süß – genau das Richtige.

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Dann gibt es noch etwas Süßes aus der Küche – einen Raucherteller, bestehend aus einer Schokozigarre mit Tabak, Zitronenstreichholz und Nussküchlein. Die Tabakaromen waren mal etwas anderes, aber nicht ganz so meins – mir ist davon ein bissl flau auf der Zunge geworden. Das Zitronenstreichholz und das Nussküchlein waren aber auf jeden Fall lecker.

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 Satt und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg – ein toller Abend der nach einer Wiederholung schreit. Und dann probieren wir vielleicht auch das Degustationsmenü…

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P.S.: etwas indiskret, aber egal – ich liebe es ja, wenn wirklich jeder Raum hübsch hergerichtet ist!

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Tapas im Ventura in Prenzlauer Berg

Tapas im Ventura in Prenzlauer Berg

Eine weitere Tapasbar die ich euch gerne vorstellen möchte ist das Ventura in der Wörther Straße in Prenzlauer Berg. Die Tapasbar ist sehr gemütlich, im Sommer gibt es viele Tische zum draußen sitzen und die Tapaskarte ist recht vielseitig, aber auf die Klassiker konzentriert. Wir haben uns dort unter der Woche mit einem Freund auf ein Bierchen / Glas Wein und ein paar Häppchen getroffen. Die Bar war gut besucht, aber nicht überfüllt und wir hatten einen schönen Tisch am Fenster.

Mr. S. hat sich für die Tortilla Española entschieden, ich war mit Datilles con Jamon (Datteln im Speckband) und Champinones Al Ajillo (Champignons mit Knoblauch) recht klassisch unterwegs. Gut ist, dass man je nach Hunger zwischen der Tapas und Portionsgröße wählen kann. Das hat mir sehr gut gefallen. Bessere Hälfte ist gar nicht erst bis zur Tapaskarte gekommen, auf der Wochenkarte haben ihn Stierbäckchen angelacht. Und die waren grandios! So zart geschmort, so wunderbar gewürzt, ich hätte mich reinlegen können… und hätte mir am liebsten selbst noch welche bestellt.

Ventura

Die Tapas waren lecker, wenn man mich aber fragt wo man in Berlin am besten Tapas essen kann, dann wäre es aufgrund der eher klassischen Karte nicht meine erste Empfehlung. Wer aber in der Nähe ausgehen will und im Ventura einen Tisch ergattert, der macht hier sicher nichts falsch. Und falls sie mal wieder auf der Karte stehen – probiert die Stierbäckchen!

Viel Spaß im Ventura…

P.S.: und wer vor 18:30Uhr in der Wörther Straße ist sollte schräg gegenüber unbedingt ins Cake Ville gehen – das ist der mit Abstand genialste Laden für Backzubehör den ich kenne!

Tapas – das Mar y Sol am Savignyplatz

Tapas – das Mar y Sol am Savignyplatz

Es ist euch vielleicht schon aufgefallen, in letzter Zeit gab es hier auffallend wenig Tapas auf dem Blog. Nicht weil wir so wenig Tapas gegessen haben, sondern weil wir sie so oft auswärts hatten. Unter anderem im Mar y Sol am Savignyplatz. Wir sind spontan nach Feierabend zum Savignyplatz gefahren und haben erst vor Ort entschieden wo wir uns hinsetzen. Die Wahl ist diesmal auf das Mar y Sol gefallen weil man hier an warmen Tagen noch so wunderbar draußen sitzen konnte.

Richtig hungrig waren wir anfangs noch nicht – also bestellen wir vorerst nur ein Schälchen Oliven und zwei Gläser Rioja. Kein Problem, wir sollen uns einfach bemerkbar machen wenn sich der Hunger meldet. Die Oliven sind super, ich mag es wenn man einen schönen bunten Mix bekommt und nicht nur ein paar grüne und schwarze Oliven.

Kurze Zeit später meldet sich der Hunger dann auch – bei den vielen leckeren Tapas auf der Karte fällt die Entscheidung nicht leicht. Wir beleiben recht klassisch – Pimentos de Padron, Datteln in Speck, Hühnerleber in Sherry und – mein Favorit – Lamm in einer Pernot Sauce mit dieser wunderbaren Anisnote. Die Leber ist zart rosa, das Lamm zerfällt auf der Zunge und mit Datteln in Speck kann man eh nichts falsch machen. Die Pimentos sind genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig Salz. Die hausgemachte Aijoli und das Brot sind ebenfalls gut.

mar_y_sol_2014

Weil wir so nett sitzen entscheiden wir uns noch für ein zweites Glas Wein bevor es satt und zufrieden ab nach Hause geht.

Von einem Blick auf die Nachbartische muss ich allerdings sagen, dass die Tapas im großen und ganzen deutlich besser aussahen als die regulären “Hauptgerichte”. Also lieber eine schöne Tapas-Selektion bestellen.

Wenn ihr in der Nähe seid ist das Mar y Sol am Savignyplatz auf jeden Fall einen Besuch wert!