Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Limoncello am Gardasee (2)

Limoncello am Gardasee (2)

Freitag – auf nach Mailand! Weit ist es nicht, in gut zwei Stunden ist man dort. Ich bin ja ein Fan der italienischen Autofahrmentalität. Dicht auffahren und drängeln ist ok, geblinkt wird nicht um den eigenen Spurwechsel anzuzeigen, sondern um dem Vorrausfahrenden zu zeigen wo er gefälligst hin soll. Beim Spurwechsel wiederum ist es wichtig nicht zu blinken, das würde sonst nur zu Verwirrung führen. Den macht man entweder beherzt in die kleinste Lücke, oder sehr langfristig indem man sich über mehrere hundert Meter langsam auf die Nebenspur vorarbeitet. Wie auch immer – in Mailand angekommen geht es zuerst in Richtung Mailänder Dom.

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Dort ewartet mich die große Enttäuschung. Ich habe eine Jacke dabei um meine Schultern zu bedecken, aber meine Hose – die nun wahrlich weit von einer Hot Pants entfernt ist – ist zu kurz. Ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Da dürfen Mädels rein deren Rock deulich kürzer ist als meine Hose! Hilft alles nix, ich bleibe draußen und Bessere Hälfte soll kurz alleine rein gehen. Kurz danach tauchen die Tuchverkäufer auf die für 3 Euro Wickelröcke verkaufen. Tief durchatmen, nicht ärgern. Wir trösten uns mich mit einem Glase teuren, aber extrem unspektakulären Chianti Classico, Melone mit Schinken und einem Panini-Capri für Bessere Hälfte. Zu meiner Melone gab es auch Brot. Das wandert aber direkt in meine Tasche, ich will Tauben füttern.

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Das Problem mit den Tauben ist das folgende – die lokale “Mafia” verkauft Mais um die Tauben zu füttern. Ich sage das noch zu Bessere Hälfte und er entgegnet: “als ob die ein Monopol auf Taubenfutter hätten”. Was soll ich sagen – ich stehe da, fütter meine Taube, ein Futterverkäufer kommt auf mich zu um mir Futter zu verkaufen. Ich: “no, thank you”; er:”what’s that!?!” (verdammt böser Blick auf meine Hand mit dem Brot); Ich: “Panini?” Sagen wir es mal so, ich habe mich zügig an den Rand vom Platz verkrümelt.

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Wir laufen noch zur Basilica di Sant’Ambrogio. Die Anlage ist sehr schön, aber im Burggraben sind soooo viele Kätzchen. Bessere Hälfte sagt wenn ich mir eins hole darf ich es behalten. Ihr könnt euch vorstellen, wie schnell ich über das Geländer klettern wollte.

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Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Limone. Der Ausblicküber en See ist von der Küstenstraße einfach toll. Wir wollen noch ein wenig durch den Ort bummeln und meine Pasta und Steinpilzvorräte auffüllen. Im Hotel gibt es aber erst noch einen Aperol-Spritz.

2014-07-045 So richtig kann ich mich noch nicht entscheiden, also wird das Vorratsshopping auf den folgenden Tag verschoben.

Den Abend verbringen wir wieder im Restaurant vom Monte-Baldo. Diesmal haben wir einen Tisch auf dem Balkon – wirklich traumhaft! Zur Vorspeise gibt es Vitello Tonato mit einer extrem leckeren Thunfischcréme. Danach hat Bessere Hälfte Hähnchenroulade mit Salbei auf Kartoffelpüree, ich nehme die Tagesempfehlung – Tortelloni mit Reh, in Salbeibutter geschwenkt. Beides war wirklich sehr gut. Als Dessert haben wir wieder den Käse mit der hausgemachten Marmelade genommen. Dann sind wir satt und zufrieden zurück ins Hotel gerollt.

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Samstag – die Zeit vergeht schnell, es ist unser letzter Tag. Das Wetter ist super und wir verbringen den Vormittag und Mittag am Pool. Am See war es ganz schön voll. Dann wurde geshoppt was das Zeug hält. Getrocknete Steinpilze, zahlreiche Pasta, mit Orangen, mit Steinpilzen, mit Salbei, mit Streifen, noch eine weitere Olivenpaste und Limoncello für Limoncello Spritz auf meiner B-day Party.  Es ist großartig mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Für den Abend haben wir einen Tisch im La cantina del baffo reserviert. Das Restaurant ist etwas versteckt auf dem Dach von einem Supermarkt gelegen. Wir haben einen Tisch auf der Terrasse reserviert und wie gewünscht einen in erster Reihe bekommen. Hier gibt es tolle Menüs die sich immer wieder spontan ergeben und deshalb nur mündlich vorgertragen werden. Das aber mit einer solchen Begeisterung, dass man nichts anderes mehr probieren möchte. Das Menü an unserem Abend richtet sich nach Fischfang. Wir bestellen dazu einen Weißwein und sind gespannt. Wir sind auch nicht die Einzigen die das Menü nehmen. Kaum jemand isst à la carte. Fangen wir an, als Apetizer gibt es kleine Fischklöschen und Garnelen in frittierter Pasta. Dem folgt eine Vorspeise von dünn aufgeschnittenem, mariniertem Hecht. Dazu Blätterteig mit Sesam und eine frische Joghurt-Schnittlauch Sauce.

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Primi Piati – Hecht-Ravioli mit grüner Kräutersauce die wirklich sehr gut gemacht sind. Im Hautgang folgt Zander auf einem Bett aus Tomaten und Kapern mit grünen Oliven und Olivenöl. Der Fisch ist super zart gebraten und wir sind hin und weg von dem Tomaten-Kapern Mix.

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Das Dessert wird von der Karte gewählt. Bessere Hälfte nimmt ein Tiramisu, ich lasse die Waffeln mit Rum, Nüssen und Café-Eiscréme empfehlen. Die Waffeln sind eher sehr dünne Bisquitschichten. Mit knackiger Schokolade und einem würzigen Honig ein toller Abschluss für ein herrliches Menü.

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Dann die Überraschung zur Rechnung – es gibt noch ein Tellerchen mit kandierten Weintrauben, Heidelbeeren, Rosenblättern, außerdem Erdbeeren mit weißer Schokolade und Bisquit mit dunkler Schokolade. Rundum glücklich machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel.

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Die Nacht ist kurz, am Sonntag brechen wir um 4 Uhr auf. Dadurch entgehen wir dem großen Rückreiseverkehr und schaffen es in 10 Stunden zurück nach Berlin.

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass man auch in kleinen Touristenstädtchen gut essen kann. Man muss nur gründlich suchen und rechtzeitig einen schönen Tisch reservieren!


Limoncello am Gardasee

Limoncello am Gardasee

Ich habe mit diesem Bericht schon wieder ein bisschen getrödelt – eigentlich waren wir schon Anfang August am Gardasee. Im Vergleich zu den glücklichen Süddeutschen haben wir dorthin eine etwas längere Anfahrt, also brauchen wir auch ein Verlängertes Wochenende. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch ging es los und nach 10 Stunden Fahrt sind wir an unserem Ziel, Limone sul Garda, angekommen. Wir waren ja vor zwei Jahren als Einstige in unsere Toskana-Reise bereits in Limone und haben uns diesmal wieder für das gleiche Hotel entschieden. Nicht weil es so spektakulär war, es ist ein nettes, kleines Hotel mit super freundlichem Service, sondern weil man von dort so einen traumhaften Blick auf den Gardasee hat. Die Zimmer sind schlicht, aber sauber, WLAN ist kostenfrei und das Hotel ist gut gelegen um schnell und einfach in die Stadt runter zu laufen. Als wir um halb zehn ankommen melden wir uns vorsichtig an der Rezeption – wir sind schon da, wann dürfen wir denn in unser Zimmer? Die Dame flitzt sofort los und kommt fröhlich wieder – das Zimmer ist schon fertig, wenn wir möchten sofort. Natürlich möchten wir, nach der langen Fahrt gibt es nix Schöneres als frische Klamotten, Zähneputzen und einfach “angekommen” sein. Das Wetter war am ersten Tag eine Katastrophe, also starten wir mit einem Prosecco auf der überdachten Terrasse bevor wir gegen Mittag in den Ort laufen.

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Diesmal sind wir fest entschlossen ein schönes Restaurant für den Abend zu finden, vor zwei Jahren hatten wir hier nicht gerade einen kulinarischen Höhenpunkt unserer Reise.

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Durch Zufall laufen wir am Restaurant Monte Baldo vorbei das direkt zum gleichnamigen Hotel gehört. Hier sieht es nett aus. Und ein Blick auf die Speisekarte lässt hoffen, dass es hier nicht die typische Touri-Fütterung gibt. Wir reservieren einen Tisch für den Abend und laufen noch ein wenig am Wasser entlang.

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Zurück ins Hotel und ein bissl aufgebrezelt – dann geht es zum Essen. Unten möchten wir nicht so gerne sitzen, also werden wir nach oben begleitet. Die Tische auf dem Balkon sind leider schon reserviert, aber auch drinnen sorgen die rustikalen Holzbalken im Kontrast zu den hübsch eingedeckten Tischen für ein gemütliches Ambiente. Einziges Manko am ganzen Abend: ich musste nach der Weinkarte fragen. Nur weil ich erst 30 bin bedeutet das nicht, dass ich keine Flasche bestelle! Halb so wild, wir lassen uns von einem Aperitiv in Form von Limoncello Spritz begeistern. Seit diesem Moment bin ich süchtig danach. Dann entscheide ich mich für ein T-Bone vom Kalb mit gegrillten Tomaten. Bessere Hälfte nimmt geschnittenes vom Rind mit mariniertem Radicchio und als Beilage Semmelknödeln im Mangoldmantel. Dazu trinken wir einen recht jungen Chianti Classico Riserva der gut, aber nicht außergewöhnlich war.

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Das Essen kommt und wir sind rundum glücklich. Unser Fleisch ist perfekt gebraten und besonders die Manglod-Semmelknödelkreation ist eine tolle Beilage.

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Eigentlich sind wir satt. Und es war ein langer Tag. Und wir sind satt. Aber wenn man die Dessertkarte erstmal in der Hand hat legt man sie auch nicht einfach wieder weg. Da wir nicht in süßer Stimmung sind nehmen wir die ausgesprochen leckere Käseselektion mit hausgemachter Zwiebel- und Orangenmarmelade. Nebenbei reservieren wir noch einen Tisch für den übernächsten Abend – da möchten wir nämlich auf dem Balkon sitzen.

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Dann geht es durch das nächtliche Limone zurück ins Hotel.

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Donnerstag  – strahlender Sonnenschein und perfektes Ausflugswetter. Wir nehmen die Fähre und fahren ans andere Ufer nach Malcesine. Der Ort ist anders als Limone, etwas verspielter, aber auch deutlich überlaufener.

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Wir schlendern ein bisschen umher und nehmen ein paar Olivenpasten und gutes Olivenöl mit. Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn auf den Berg fahren, aber die Schlange ist so lang, dass wir sicher über eine Stunde warten müssten.

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Also geht es nach gut zwei Stunden wieder zurück nach Limone.

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WIr stärken uns mit einem kleinen Mittagessen im Restaurant vom Hotel Azzure. Bessere Hälfte hat ein ausgesprochen leckeres Carpaccio und auch das Essen auf den anderen Tischen sieht toll aus – nur mein Mista Salat nach Art des Hauses erinnert ein wenig an die Überreste vom Salatbuffet. Man merkt mir mein Unglück wohl an, der Kellner kommt an den Tisch und sagt, dass er mir anmerkt das der Salat nicht meinen Erwartungen entspricht und ob er uns zur Entschädigung ein Eis anbieten darf. Darf er – und damit bin ich dann auch getröstet.

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Für den Nachmittag haben wir ein Highlight geplant – wir haben ein Motorboot gemietet. Im Vergleich zu Deutschland darf man in Italien Motorboote mit 40PS ohne Führerschein fahren! Einzige Regelen: 300m Abstand zum Ufer und der Einfachheit halber haben alle anderen Vorfahrt. Auf geht’s Capitani! Ich kann das nur empfehlen – 45 Minuten fahren, 20 Minuten irgendwo mitten im See baden und dann langsam schnell aber sicher wieder ab Richtung Hafen. Wir haben das Boot für 2 Stunden gemietet. Da schafft man einiges an Strecke.

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Wir hatten Glück, in unserer Abwesenheit hat es in Limone ordentlich geregnet. Wir hatten zwei Stunden lang gutes Wetter.

Am Abend sind wir kurzerhand in die Cantina Altrocol, ein Grillrestaurant mit Steinofenpizza, gegangen. Man kann ja nicht jeden Abend ein ganzes Menü verputzen. Bei hohem Betrieb werden hier keine halben Sachen gemacht, da werdendie langen undrustikalen Tische kurzerhand für zwei Paare vergeben. Es sind allerdings wirklich lange Tische, so gesehen hat man genug Platz. In Paris habe ich schon dichter gesessen. Als Vorspeise teilen wir uns Muscheln in Tomatensauce (ups – fast das Foto vergessen), danach gab es einen kleinen Übersetzungsfehler in der Speisekarte – ich wollte Spaghetti mit Meeresfischen, gemeint waren aber Spaghetti mit Meeresfrüchten. Halb so schlimm, die waren auch gut. Bessere Hälfte hatte eine Pizza Casa mit Artischocken, Gorgonzola und Schinken. Mit ihrem hauchdünnen Boden hat die auch gut geschmeckt.

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Morgen geht es hier weiter…


Fingerfood – Rezension

Fingerfood – Rezension

Ein neues Kochbuch hat meine Sammlung erweitert. Fingerfood nennt es sich und bietet laut eigenen Angaben von Anitpasti bis Tapas kleine Köstlichkeiten für jeden Anlass. Ich liebe Tapas und suche immer nach neuer Inspiration für kleine Häppchen oder Dinge die man gut auf dem Buffet anrichten kann – da habe ich mich über dieses Büchlein besonders gefreut.

Fingerfood

Kosmos Verlag 9783440130056

144 Seiten
103 Farbfotos
Integralband
220 x 195 mm (LxB)
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-440-13005-6
Art.-Nr.: 13005
Aber fangen wir von vorne an. Die Autorin und Foodstylistin Christina Kempe hat ein buntes Program aus 60 Rezepten für jeden Anlass zusammengestellt. “Für jeden Anlass” sagen ja viele, das schau ich mir natürlich genauer an… und schnappe mir sofort den Post-it Block. Gemüseröllchen im Sushi-Style, gefüllte Weinblätter mal anders, Mini-Saltimbocca, marinierter Kürbis, Heilbutt-Ceviche, Melonen-Feta Salat, Lamm-Saté Spieße, Orangen Pilze und Rumpsteak Tagliata sind nur ein paar Beispiele die mir sofort ins Auge gefallen sind. Desserts gibt es natürlich auch, aber das ist ja nicht so ganz meine Baustelle.
Die Rezepte sind übersichtlich geschrieben und man hat eine gute Vorstellung davon was man gut vorbereiten kann und welche Schritte erst kurz vor dem Eintreffen der Gäste gemacht werden sollten. Alles schön und gut, das Buch bietet aber noch mehr.
Christina Kempe ist Foodstylistin und hat ein Händchen dafür ihr Essen hübsch anzurichten. Es geht schon mit der passenden Einladung los, dann wird der Tisch dekoriert. Außerdem gibt es als Inspiration zu so ziemlich jedem Gericht schöne Fotos. Um es uns Zuhause einfacher zu machen gibt es aber außerdem zu jedem Gericht einen Tipp zum Anrichten. Nicht nur “im Glas” oder “auf dem Löffel”, sondern Ideen zum Untergrund, Besteck, kleinen Schildchen oder Kräutern. Die meisten Sachen lassen sich schnell und einfach nachmachen und mit Kleinigkeiten kommt euer Buffet gleich ganz anders rüber.
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Das war aber noch nicht alles. Ich weis ja nicht, wie das bei euch ist – aber kenn ihr das, wenn ihr eine Sache unbedingt auf dem Buffet haben wollt und dann überlegt was noch dazu passen könnte? Das Buch hat nicht nur ein Rezeptregister, sondern auch ein Themenregister. Warme Häppchen, kalte Häppchen, vegetarische Häppchen, Häppchen mit Fleisch und Häppchen mit Fisch und Meeresfrüchten gibt es hier auf einen Blick. Damit wird man aber nicht alleine gelassen. Schon in der Einleitung, wenn ihr eure Einladung gestaltet und ein paar Ideen zur Tischdeko mit auf den Weg bekommen habt, gibt es eine ganze Reihe möglicher Kombinationen zu verschiedenen Anlässen. Ein “Frühlingsfrischer Abend”, ein “mediterranes Sommerfest” oder “In die Ferne schweifen” – kein Problem. Mir gefällt besonders gut, dass man Vorschläge bekommt wieviele Häppchen man für seine Gäste machen sollte und das diese Zahl nicht nur von der Anzahl der Gäste, sondern auch von der Dauer eures Treffens abhängt. Die Empfehlung der passenden Getränke ist nett, bietet aber keine große, neue Erkenntnis.
Soviel zur Theorie – aber kann man aus dem Buch auch kochen? Ja, man kann – bei mir stand gerade kein Besuch an, also habe ich mir ein Häppchen ausgesucht, das auch gut als Beilage passen würde. Und nix hat mich so sehr gereizt wie die gefüllten Weinblätter in der Muffinform! Absolut genial und leicht vorzubereiten. Auch wenn ich mich wieder nicht 100% an das Rezept halten konnte… Das Rezept für die Lamm-Saté Spieße folgt in Kürze.
Vielen Dank an den Kosmos Verlage der mir dieses Buch kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. Der Inhalt dieser Rezension entspricht natürlich nur meinem eigenen Geschmack und meiner Erwartung an ein Kochbuch.
Weinblätter mit Tomaten-Ziegenkäse Füllung
Gefüllte_Weinblätter_mit_Lammhüftsteak_ (7)
Zutaten für 12 Törtchen:
24 eingelegte Weinblätter
1 Ochsenherztomate (150g) – im Original 300g Kirschtomaten
1 grüne Paprika (mein Ausgleich für die fehlenden Tomaten)
1/2 Bund Petersilie
200g Ziegenfrischkäse
4 Eigelb
200g Schlagsahne (im Original 400g)
25g Pinienkerne
Pfeffer
2 kleine rote Chilis (von mir ergänzt)
Zubereitung:
Vorab – laut Rezept sollen es kleine Weinblätter sein. Nun ist klein vermutlich relativ, meine waren ziemlich klein, deshalb habe ich am Ende die Sahne halbiert. Aber das lässt sich ja einfach regulieren.
Die Weinblätter kurz abspülen um etwas Salz loszuwerden. Dann kommen jeweils zwei Blätter leicht überlappend in eine Muffinform.
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Tomate, Petersilie und Paprika klein schneiden und in eine Schüssel geben. Mit etwas mehr als der Hälfte vom Ziegenkäse vermengen und mit Pfeffer würzen.
Diese Füllung in den Muffinmulden platzieren.
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Den restlichen Ziegenkäse mit Sahne, den Eigelb und den zwei Chilis mit dem Stabmixer fein mixen. Diese Füllung gleichmäßig auf alle 12 Vertiefungen verteilen. Keine Sorge wenn das zum Teil aus den Blättern ausläuft, das klappt trotzdem. Die Pinienkerne auf den eingeklappen Blättern verteilen.
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Kann so 1-2 Stunden im Kühlschrankgelagert werden, oder ihr stellt es so wie ich direkt für 40 Minuten bei 160°C Umluft direkt in den Ofen.
Auf die letzten 15 Minuten brate ich die Lammhüftsteaks. Erst scharf anbraten, dann bei reduzierter Hitze medium garen.
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Die Förmchen aus dem Ofen holen und die Blätter mit einem Löffel daraus lösen. Die Steaks kurz ruhen lassen und dann in Scheiben aufschneiden.
Beides zusammen anrichten. Als Deko wird Weinlaub empfohlen, das habe ich gerade nicht zur Hand – aber wir sind ja auch nur zu zweit.
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Ihr dürft schon gespannt sein – da gibt es noch das eine oder andere Rezept als Inspiration!
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