Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Brotsalat mit Kalamata-Oliven und Sardellen

Brotsalat mit Kalamata-Oliven und Sardellen

Die Tage wurde ich wieder an meinen Brotsalat erinnert und das hat super gepasst. Das letzte Stück vom Körnerbrot hat sein Stullenpotential leider etwas verloren und sich damit für diesen Salat qualifiziert. Panzanella ist aus meiner Sicht etwas wofür man nix einkaufen sollte – es ist eher ein Resteessen. Also Kühlschrank aufgemacht, Inhalt gescannt und losgelegt!

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Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise:

4 Scheiben Brot (hier Körnerbrot)

2 Hand voll Cocktailtomaten

1/4 Salatgurke

1/2 Zwiebel

1 große Knoblauchzehe

3 Frühlingszwiebeln

1/2 Bund Basilikum

4-5 Sardellenfilets

4 EL Kalamata Oliven

Olivenöl

5 EL Rotweinessig

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Ich habe das Brot in Scheiben und dann in Würfel geschnitten und diese diesmal in etwas Olivenöl angebraten. Das war zwar ok, aber später im Salat saugt sich das Brot ja mit Essig und Öl voll und dann merkt man davon eigentlich nix mehr… beim nächsten Mal würde ich diesen Schritt also weglassen. Das angeröstete Brot gebe ich mit 3 EL Rotweinessig und 4 EL Olivenöl in einer ausreichend große Schüssel.

Die Gurke längst vierteln, die Kerne entfernen und die Gurke in kleine Würfel schneiden, die Tomaten vierteln, die Zwiebel in sehr dünne Halbringe schneiden, die Frühlingszwiebel in Röllchen und den Knoblauch in sehr feine Würfel. Die Sardellenfilets fein hacken und das Basilikum in dünne Streifen schneiden. Alles zusammen zum Brot geben, gut durchmischen und mit Pfeffer würzen. Mit etwas mehr Olivenöl  und 1-2 EL Essig abschmecken und bei Bedarf mit einer Prise Salz würzen. Die Oliven dazu geben und die Schälchen vorbereiten. Der Salat muss nicht lange ziehen, diese letzten 1-2 Minütchen haben gereicht.

Den Salat auf die Schälchen verteilen…

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… und je nach Lust und Laune noch mit einem Blättchen Basilikum dekorieren.

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Schnell, einfach und perfekt für den Sommer!

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Mehrkornbrot für Nebenbei

Mehrkornbrot für Nebenbei

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber manchmal ist es schon eine ganz schöne Herausforderung alles unter einen Hut zu bekommen. Man geht arbeiten, man kocht, man backt wenn möglich auch noch Brot und dann will das Alles auch noch gebloggt werden. Gut, wenn sich da das Eine oder Andere in den normalen Alltagswahnsinn integrieren lässt. Für mich zähl dazu auch das Brot backen. Einzelne Schritt, dazwischen lange Ruhephasen und am Backtag übersichtliche Abläufe. Für dieses Brot habe ich Freitag vor der Arbeit die Körner eingeweicht, am Abend den Hauptteig angesetzt und Samstag Vormittag musste ich das Brot nur noch formen und backen. Für mich einfach perfekt!

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Zutaten für 1 Brot:

Körner-Quell-Mix:

50g Kürbiskerne

50g Sonnenblumenkerne

60g Leinsamen

70g Haferflocken

50g Hartweizengrieß

10g Salz (hätte glatt eine Prise mehr sein dürfen)

300g Wasser

Für den Hauptteig:

Körner-Quell-Mix

150g Weizenmehl (Typ 550)

170g Weizenvollkornmehl

40g Roggenvollkornmehl

1 Ei

7g Hefe

20g Öl – hier Gewürzöl

100g Wasser

Zubereitung:

Schritt 1 dauert kaum mehr als 5 Minuten und lässt sich wunderbar vor der Arbeit erledigen. Ich wiege alle Zutaten für den Körner-Quell-Mix ab und gebe das Wasser dazu. Gut umrühren und abgedeckt zum Quellen in den Kühlschrank stellen. Bei mir bleibt die Schüssel dort für etwas mehr als 10 Stunden.

Abends kommen dann Mehl, Ei, Öl, Hefe und das restliche Wasser dazu. 6-7 Minuten kneten (hier mit dem Handrührgerät) bis sich der Teig von der Schüssel löst. Er ist aber trotzdem noch weich und etwas klebrig. So wandert er über Nacht, bei mir knapp 12 Stunden, in den Kühlschrank.

Backtag – ich bestäube die Arbeitsplatte mit Mehl (hier Roggenmehl) und falte den Teig 3x bis er eine längliche Form hat.

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Dann lege ich ihn mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen. Dort verbringt der Teig abgedeckt die nächsten 45 Minuten bei Raumtemperatur.

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Den Ofen auf 230°C vorheizen, entweder im Brotbackmodus oder mit einer Schale Wasser am Boden. Das Brot auf das Blech kippen und für 50 Minuten darin verschwinden lassen.

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Ich lasse zwischendurch 2x Dampf ab. Nach 30 Minuten reduziere ich außerdem die Temperatur auf 200°C und für die letzten 5 Minuten klappe ich die Ofentür leicht an.

Das fertige Brot vollständig auskühlen lassen.

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Passt wunderbar zum Abendbrot, aber auch zum Frühstück mit strammem Max.

Viel Spaß beim Backen!

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Herzbrötchen mit Roggenvollkorn

Herzbrötchen mit Roggenvollkorn

Die erste Plötziade wird veranstaltet und zahlreiche Plötzioniken haben sich nach langer Vorbereitung dem Wettkampf gestellt. Wir alle haben trainiert – Brote, Brötchen, auf dem Blech, im Topf, in allen Disziplinen haben wir uns ins Zeug gelegt. Jetzt hat Lutz die Regeln aufgestellt und der Wettkampf ist in vollem Gange. Da möchte ich nicht fehlen und mir ist ziemlich schnell klar, dass es von mir Brötchen gibt. Kein großes leckeres Brot – auch wenn ich das wirklich liebe, sondern etwas das für uns typisch ist – und das sind am Wochenende die Frühstücksbrötchen! Bessere Hälfte murrt zwar immer ein bissl, dass es so spät Frühstück gibt wenn ich die Brötchen selber backe, aber dafür/dagegen habe ich mir heute eine besondere Brötchenform ausgedacht…

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Zutaten für 8 Brötchen:

450g Weizenmehl (Typ 550)

50g Roggenvollkornmehl + etwas zum Bestäuben der Arbeitsfläche

10g Salz

7g frische Hefe

350g Wasser

Zubereitung:

Wie fange ich an? So schwer ist es ja nicht, schließlich sind alle Zutaten vorgegeben. Nur das Wasser nicht… und das Wasser ist schwierig! Finde ich zumindest… also gebe ich zuerst die leichten Sachen in eine Schüssel. Weizenmehl, Roggenvollkorn, Salz… Hefe… tja… 7g sollten gut passen. Dann gebe ich erst einmal 250g Wasser dazu und rühre das Ganze mit dem Knethaken vom Handrührgerät ein. Zu fest, also erhöhe ich erst auf 300g Wasser und dann auf 350g. Super, so habe ich mir das vorgestellt. Der Teig löst sich nach gut 6-7 Minuten kneten beim Rühren von den Wänden der Schüssel aber klebt noch am Boden.

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Die Schüssel wird mit dem passenden Deckel verschlossen und wandert über Nacht für 12 Stunden (ich denke alles im Rahmen von 10-14 oder 16 Stunden sollte passen) in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen erwische ich den Teig wie er sich auf die Flucht vorbereitet, den Deckel hat er schon leicht angehoben! Also nehmt eine ausreichend große Schüssel.

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Nicht erschrecken, der Teig ist super fluffig. Ich hole ihn vorsichtig aus der Schüssel und falte ihn 1 mal auf der bemehlten Arbeitsplatte ohne zu viel Luft aus dem Teig zu drücken. Fingerspitzengefühl ist gefragt.

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So, mein Lieblingswort – ich steche vom Teig 8 Teiglinge ab. Als ich dieses Wort vor Monaten das erste Mal bei Lutz gelesen habe habe ich den Blog wieder zugemacht weil er mir zu kompliziert erschien. Kein Angst, der Teigling tut euch nix, also Finger weg vom x auf dem Tab! ;)

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Jeder Teigling wird jetzt einmal etwas lang gezogen und längst gefaltet, dann ziehe ich ihn etwas breit und falte ihn so schräg wie hier:

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Sieht ein bissl aus wie ein V. Dann lege ich ihn mit dem Schluss nach unten (also vom Foto aus einmal umgedreht) auf ein Backblech. Das mache ich nacheinander mit allen Teiglingen. Dann stupse und drücke ich den Teig vorsichtig in Herzform. Bessere Hälfte kommt nach unten getapst und soll mein Werk bewundern. Zitat wörtlich: “oh, verkrüppelte Herzchen!” Danke auch…

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Mit einem Handtuch abdecken und 45 Minuten gehen lassen. Dann einmal vorsichtig wenden und falls nötig nochmal in Form bringen…

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… sieht doch hübsch aus… oder? Den Ofen auf 230°C mit einer Schüssel Wasser am Boden oder im Brotbackmodus vorheizen. Das Blech hinein schieben und den Brötchen 20 Minuten beim gold-braun-werden zuschauen. Nach 10 Minuten einmal den Ofen lüften um den Dampf abzulassen und die letzten 5 Minuten blockiere ich die Ofentür mit einem Topflappen damit sie ein Stück weit offen bleibt.

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Die fertigen Brötchen duften einfach wunderbar! Im Körbchen anrichten und frisch auf den Frühstückstisch stellen. Die Krume ist so wunderbar luftig und die Kruste fein knusprig, aber nicht zu fest.

Ein Frühstück das von Herzen kommt!

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Eingereicht für:

1. Plötziade

Burger Buns

Burger Buns

Vor zwei Wochen wurde bei uns angegrillt und wir hatten Lust auf Burger! Und weil ich schon seit gefühlten 100 Burgern sage, dass ich endlich mal die Buns selber backen muss, war es diesmal so weit. Das erste Grillen auf dem neuen Weber Grill den ich Bessere Hälfte zu Weihnachten geschenkt habe – da darf nix schief gehen. Das Schwierigste: die Entscheidung welchem Rezept man folgt. Uwe ist ja bekanntermaßen der Burgerkönig, aber Zorra hat ihm die Ansage gemacht, dass richtige Brioche eben einfach mehr Butter und Eier wollen. Was nun, ich überlege hin und her und hin und her… es wird nicht leichter, ich mixe.

Als die Buns fertig waren war mir klar, dass diese Burger keine Beilagen mehr brauchen – diese Brioche machen satt! Beim nächsten Mal vielleicht doch eine Nuance leichter, aber als “stand alone” super gut und luftig waren sie trotzdem!

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Zutaten für 8 Burger Brötchen:

430g Mehl (Typ 550)

70g Mehl (Typ 405)

250g Butter

4 Eier + 1 Ei zum bestreichen

15g frische Hefe

30g Zucker

10g Salz (1,5 TL)

50 ml Wasser

etwas Sesam

4 EL Milch

Zubereitung:

Zuerst gebe ich Wasser, Zucker und Hefe in eine kleine Schüssel und rühre mit der Gabel um bis sich die Hefe gelöst hat. Mit Mehl, Salz und der gewürfelten, kalten Butter verkneten. Die Eier dazu geben und das Ganze 20 Minuten – ich habe keine Küchenmaschine, ich habe ein Handrührgerät! – also das Ganze 20 Minuten unter Einsatz aller eurer Kräfte mit den Knethaken des Handrührgerätes, oder eben eurer Küchenmaschine, zu einem glatten Teig verkneten. Ich brauche endlich eine Kitchen Aid… jetzt mal im Ernst…

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Bei mir darf der Teig 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen. Ich vergesse ihn zu falten und stelle ihn direkt mit Frischhaltefolie abgedeckt in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag hole ich den Teig aus dem Kühlschrank und teile ihn in 8, mehr oder minder gleichgroße, Portionen. Die werden rund geformt und auf einem Blech mit Backpapier platziert. Mit einem Handtuch abdecken und 3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

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Endspurt – ich verrühre Ei und Milch und bepinsel damit die Brötchen. Mit Sesam bestreuen und bei 180°C in den vorgeheizten Backofen schieben. Bei mir im Brotbackprogramm, sonst mit einer Schüssel Wasser unten im Ofen.

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20 Minuten brauchen die Brötchen bei mir, dann sind sie fertig.

Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und kurz bevor sie belegt werden aufschneiden und mit der Schnittfläche nach unten auf dem Grill anrösten.

Sehr mächtig, aber sehr lecker!

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Körner-Baguette

Körner-Baguette

Ein Breadbakingday wie er mir gefällt – Karin von Food for Angels and Devils wünscht sich für den 66. von Zorra veranstalteten BBD das ultimative Baguette Rezept. Hüstel… also ich sage mal vorweg, dass ich hier kein klassisches Baguette gebacken habe. Ich habe ein Körner-Baguette gebacken. Das hat den folgenden Hintergrund: ein normales Baguette bekomme ich beim Bäcker fast immer. Natürlich nicht so lecker wie ein selbst gebackenes, ohne Frage, aber es gibt eins. Mit dem Körner-Baguette ist das oft weniger einfach. Wenn ich nach Feierabend noch eins brauche herrscht oftmals gähnende Leere im Regal. Also backe ich einfach eins selber – die Hälfte wurde schon aufgeschnitten, die zweite Hälfte habe ich eingefroren… für schlechte Tage!

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Zutaten für 1 großes Baguette:

80g Haferflocken

79g Kürbiskerne

60g Sonnenblumenkerne

60g Leinsamen

10-12g Salz

50g Hartweizengries

320 ml + 90 ml Wasser

180g Weizenmehl (Typ 550)

150g Weizenvollkornmehl

50g Dinkelvollkornmehl

8g frische Hefe

1 Ei

25g Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst müssen wir uns ein Quellstück ansetzen. Dafür kommen Haferflocken, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Hartweizengries, Salz und 320 ml Wasser in eine Schüssel. Gut umrühren und alle Körner vom Rand mit in die Masse schieben.

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Die Schüssel wandert für 6-7 Stunden zum quellen in den Kühlschrank. Ich rühre 2-3mal um, das ist aber vermutlich nicht wirklich nötig… ich kümmere mich nur gerne um meinen Brotansatz. Danach gebe ich die restlichen Zutaten dazu und knete den Teig mit dem Handrührgerät 10 Minuten lang durch. Danach wissen die Arme was sie getan haben. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht (ca. 12 Stunden) in den Kühlschrank stellen.

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Am nächsten Tag sieht der Teig bereits so aus:

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Jetzt will der Teig ordentlich durchgeknetet werden. Nix da mit Vorsichtig und Gefühl – ruhig mit Kraft. Dabei forme ich ihn erstmal zu einem mehr oder weniger runden Klumpen den ich dann nochmal abgedeckt für 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lasse.

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Wenn auch dieser Schritt durch ist bringe ich den Teig in Form – so wird das sicher kein Baguette. Dafür falte ich ihn 5-6 mal und immer aus der gleichen Richtung – falten, etwas lang ziehen, falten, etwas lang ziehen, und so weiter.

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Ihr solltet den Teig jetzt schon auf das Blech legen, ich habe das erst später gemacht und da war es wieder schwieriger. Der Teig darf jetzt nämlich abgedeckt nochmals 1 Stunde ruhen. Dann schneide ich ihn vorsichtig und nur leicht diagonal ein… bloß nicht zu tief, bloß nicht zu tief, bloß nicht zu tief…. die  Technik habe ich von Lutz und seinem Stangenbrot abgeschaut. Sieht ganz gut aus!

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Den Ofen aus 230°C vorheizen – entweder wie bei mir im Brotbackmodus mit Wasserdampf, oder bei Umluft mit einer Wasserschüssel unten im Ofen.

25-30 Minuten möchte das Brot in den Ofen, dabei lasse ich nach der Hälfte der Zeit einmal “Dampf ab” indem ich die Tür öffne und ordentlich mit dem Topflappen rumwedel, dann öffne ich auf die letzten 5 Minuten die Ofentür einen Spalt breit und nutze den Topflappen als “Türstopper”.

Das fertige Baguette vollständig abkühlen lassen.

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Knapp die Hälfte vom Baguette schneide ich auf und röste sie im Ofen leicht an, daraus zauber ich Bruschetta – so in etwa nach diesem Rezept. Die andere Hälfte wird vakuumverpackt und eingefroren.

Kein typisches Baguette, aber für mich eins meiner Liebsten.

Wer möchte probieren?

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Eingereicht für:

BBD #66 - The Ultimate Baguette Recipe (last day of submission April 1, 2014)