Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Salbei-Brathähnchen und Lavendel-Butter

Salbei-Brathähnchen und Lavendel-Butter

Maishähnchen sind wunderbare Tiere. Naja, klingt jetzt ein bissl gemein, aber es gibt wirklich kein besseres Hähnchen. Leider sind sie meist sehr teuer, gute Aufzucht und das Bio-Siegel haben halt ihren Preis. Ich habe ein Schnapp geschlagen, das Hähnchen stand einen Tag vor dem sicheren Tod durch Verfall. Dafür haben die Tomaten die Haushaltskasse strapaziert, in dem kleinen Gemüseladen in der Wilmersdorfer Straße (Charlottenburg, Nähe Adenauer Platz) habe ich Honigtomaten entdeckt. Die kosten so viel wie ein Steak (ohne Scherz – 100g haben den Preis wie ein normales Entrecôte an der Frischetheke). Sehr fein, sehr lecker, aber wirklich nur für besondere Gerichte – ansonsten tun es die Kirschtomaten auch. So, weg von den Einkäufen. Ich erzähle immer von meinem AEG Backofen, heute steht der extra Breite im Mittelpunkt. Das Hähnchen habe ich nämlich unter der Haut mit Knoblauch und Salbei gepolstert und dann auf dem Drehspieß gebraten. Sehr aufregend – und super lecker!

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Zutaten für 2 Personen:

1 Mainshähnchen (1,6kg)

Salz

einige Zweige Thymian

2 Schalotten

1 Hand voll Salbei

3 Knoblauchzehen

200g Honigtomaten

Für die Butter:

2 EL getrockneter Lavendel

5-6 Salbeiblätter

150g Butter

etwas Fleur de Sel

Beilage:

100g kleine Kartoffeln

Salz

Zubereitung:

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Ich spüle das Hähnchen sorgfältig aus, die Katzen gehen vorerst leer aus – da sind keine Innereien drin. Jetzt lege ich es auf den Rücken und gehe vorsichtig mit einem kleinen Gemüsemesser von Unten (der unteren Bauchöffnung) auf beiden Seiten unter der Haut Richtung Hals. Die entstandenen Taschen fülle ich mit Salbei und halbierten Knoblauchzehen. Dann wird es Außen und Innen gesalzen und mit Thymian, Salbei und Schalotten gefüllt. Am besten Zunähen, ich habe nur Holzspieße und verschließe es damit. Auf den Drehspieß stecken und mit den Pieksern befestigen.

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Jetzt wo es hängt binde ich die Flügel und Keulen mit Küchengarn am Vogel fest.

Bei 180°C Umluft in den Ofen schieben. Außerdem gebe ich gut 1/2 Liter Wasser auf das Blech. Man sieht sich in 90 Minuten wieder. Ok, man sieht sich schon früher wieder – ich setze mich zwischenzeitlich neben die Katzen vor den Ofen und schaue dem Hähnchen zu wie es sich dreht. Das duftet soooo gut!

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Gegen Ende der Drehzeit die Kartoffeln schälen (lassen) und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und zurück in den Topf geben. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen und Salbei und Lavendel dazu geben. Erhitzen bis der Salbei knusprig wird – dann lege ich ihn auf etwas Küchenpapier und salze ihn mit Fleur de Sel.  Die Butter mit dem Pinsel auf das Brathähnchen auftragen. In der restlichen Butter werden die Kartoffeln geschwenkt.

Die Honigtomaten abwaschen, an der Rispe lassen und auf das Blech unter dem Hähnchen legen.

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Dort dürfen sie 5-7 Minuten heiß werden, dann wird angerichtet.

Das Hähnchen erst vom Garn befreien bevor ihr es mit der Geflügelschere halbiert. Dann werden Hähnchen, Tomaten und Kartoffeln mit etwas knusprig frittiertem Salbei angerichtet.

Da sich das Hähnchen munter fröhlich gedreht hat haben sich die Aromen von Knoblauch und Salbei unter der Haut über das ganze Maishähnchen verteilt. Es schmeckt wirklich lecker. Und wenn ihr das Problem habt, dass im Bräter eine Seite immer “nicht knusprig” wird – legt das Hähnchen die letzten 15-20 Minuten über dem Bräter auf ein Gitter. Dann wird es rundherum kross.

Ich bin auf jeden Fall gerade ein großer Fan von dieser Würzvariante, besonders mit den Salbei-Lavendel Kartoffeln und den süßen Tomatchen.

Bon Appetit!

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Mini-Zitronen Cupcakes

Mini-Zitronen Cupcakes

Meine ersten Mini Cupcakes. Meine ersten “richtigen” Cupcakes überhaupt. Ein nagelneues Blech, viele Ideen und am Wochenende auch ausreichend Zeit. So schwer war es auch gar nicht – ich finde sie auf jeden Fall recht gelungen und durch das Mini-Format auch nicht zu sättigend. Die Teigmenge war immer noch sehr großzügig, da habe ich mich etwas verschätzt. Es gab zusätzlich noch 6 ausgewachsene Muffins.

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Zutaten für 24 Mini-Cupcakes + 6 Muffins:

4 Eier

200g Zucker

200g Butter

200g Mehl

1 Zitrone + Abrieb von 1 weiteren Zitrone

1 TL Vanilleextrakt

1 TL Backpulver

Für das Frischkäse-Frosting:

120g Butter

120g Puderzucker

250g Frischkäse

Abrieb von 1 Orange

24 Gelee-Früchte

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker und der weichen Butter schaumig schlagen. Den Zitronenabrieb und Saft, das Vanilleextrakt, Mehl und Backpulver untermengen.

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Den Teig auf das Muffinblech verteilen. In jede Vertiefung kommt bei mir ein Papierförmchen.

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Bei 180°C für 15 Minuten unter Sichtkontrolle in den Ofen schieben. Die fertigen Mini-Muffins vollständig auskühlen lassen.

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Jetzt kommt die große Herausforderung. Für mich zumindest. Das Frosting. Zum Glück habe ich bei Nina diese tolle Anleitung gefunden, da konnte nix schief gehen.

Ich habe also die weiche Butter mit dem Puderzucker gemixt, den Abrieb von der Orange eingerührt und dann vorsichtig den Frischkäse untergemengt. Aber nur so lange, dass die Créme nicht gerinnt.

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Die Créme in den Spritzbeutel geben und auf jeden Mini-Cupcake einen dicken Klecks drücken. Darauf kommt ein Gelee-Früchtchen.

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Wenn man sie sofort verputzt ist die Créme sehr weich, ich lasse das Frosting über Nacht im Kühlschrank “aushärten”.

Einfach zum Vernaschen!

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Kaninchenleber-Pastete

Kaninchenleber-Pastete

Dem Feigen-Hühnerleber Salat ist in meinem Valentinstagsmenü mit ungefähr einer halben Stunde Abstand diese Kaninchenleber-Pastete gefolgt. Ich hatte schon geplant auf Hühnerleber auszuweichen, aber im Frischeparadies gab es tatsächlich Kaninchenleber! Die habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so gab es das Rezept in der wirklich französischen Variante. Das Ganze ist übrigens so einfach, dass ich mit ziemlicher Sicherheit nie wieder fertige Leberwurst kaufen werde -  hier ist wirklich nur Leber drin und das schmeckt! Auf ein paar dünnen Baguettescheibchen ein schöner 2. Gang in meinem Menü.

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Zutaten für 8 Portionsförmchen:

250g Kaninchenleber

1/2 Zwiebel

100g Butter + 150g Butter

2 Knoblauchzehen

2 Lorbeerblätter (hier frisch)

3 Zweige Thymian

1 EL (Thai-)Whiskey, im Original Cognac

3 Sardellenfilets (im Original nur eins)

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Die Leberpastete will 4 Stunden im Kühlschrank ruhen, deshalb habe ich sie bereits am Vorabend vorbereitet. Das passt ganz gut, bei so vielen Gängen ist es schön wenn der eine oder andere schon fertig ist.

Ich zerlasse die Butter in der Pfanne und gebe die klein geschnittene Zwiebel, den fein gehackten Knoblauch, die Lorbeerblätter und den Thymian  hinein.

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Sobald die Zwiebel etwas Farbe bekommt darf die Leber mit in die Pfanne. Die habe ich vorher etwas klein geschnitten. Rundum (4-5Minuten) anbraten bis sie außen braun und innen noch rosa ist.

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Kurz beiseite stellen und Lorbeerblätter und Thymian entfernen. Sobald die Leber etwas abgekühlt ist kommt sie zusammen mit den Sardellenfilets in den Standmixer. Fein pürieren und mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken. Lecker! Nicht ganz so salzig wie Leberwurst, das kann natürlich jeder so würzen wie es ihm schmeckt und sehr crémig.

Die Créme auf die Förmchen verteilen und möglichst glatt streichen.

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Die restlichen 150g Butter schmelzen lassen, kurz aufkochen und durch ein feines Sieb gießen. Die so geklärte Butter dazu verwenden die Leberpasteten zu versiegeln.

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Für 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank aushärten lassen.

Kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und mit frischem Baguette servieren.

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Köstlich!

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Gnudi

Gnudi

Wer oder was ist ein Gnudi? Ein Gnudi ist ein Ricotta Klößchen das lange vorbereitet werden möchte und in einem Mäntelchen aus Grießmehl zusammen mit kurz frittiertem Salbei in etwas brauner Butter serviert wird. Ich habe mir Gnudi für den kulinarischen Roadtrip durch die USA ausgesucht den Bella von Bella kocht derzeit in Zorras Kochtopf veranstaltet. Warum Gnudi? Pizza und Burger waren mir zu typisch, also wollte ich Krokodil machen. Das hätte ich aber rechtzeitiger bestellen müssen und somit hat das nicht mehr geklappt. Als ich mich dann schon fast auf eine Pan-Pizza eingestellt habe sind mir die Gnudi eingefallen. Wir machen dieses Jahr einen USA-Urlaub und in New York will ich unbedingt in das ‘The spotted pig’. Darüber habe ich im Jamie Magazin “Winter Klassiker” nämlich einen schönen Bericht gelesen und somit ist es felsenfest eingeplant. Da möchte ich dann natürlich eine der Spezialitäten des Hauses – die Gnudi – probieren. Und damit ich nicht so lange warten muss gibt es die ersten schon heute. Zugegeben, meine Gnudi sind noch nicht ganz fertig (sie müssen 3-4 Tage im Kühlschrank ruhen), das wird sich aber heute Abend noch ändern mittlerweile fertig und super lecker geworden!

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Zutaten für 2-3 Personen:

250g Ricotta

200g Hartweizengrieß (im Original Grießmehl)

Salz

20g Parmesan

100g Butter

einige Salbeiblätter

Zubereitung:

Das ich die Gnudi noch fertig bekomme bevor das Event ausläuft war eine last minute Aktion. 3-4 Tage wollen die kleinen Klößchen im Kühlschrank ruhen und heute Abend ist Tag 3 zuende. Sie fühlen sich jetzt schon sehr gut an, aber fangen wir von vorne an…

Ich stelle eine ausreichend große, flache Schüssel bereit und gebe 3/4 vom Hartweizengrieß hinein. Für die Klößchen kommen der Ricotta, Parmesan und Salz in eine kleinere Schüssel.

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Mit dem Handrührgerät gut vermengen. Die Masse fülle ich jetzt in einen Frischebeutel (oder einen Spritzbeutel) von dem ich unten großzügig eine Ecke abschneide. Dann ziehe ich mit dem Ricotta dicke Würstchen durch den Grieß. Etwas Abstand dazwischen lassen.

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Die Röllchen schneide ich mit dem Messer in kleine Stücken, im Original wird das Zerteilen mit einer Schere empfohlen, aber ich finde mit dem Messer geht es super und es lässt sich deutlich besser reinigen.

Dann wird jedes Stückchen zu einem kleinen, runden Klößchen geformt und im Grieß gewendet. Den restlichen Grieß darüber streuseln und das Ganze mit Frischhaltefolie abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

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Die Klößchen täglich wenden, bis sie nach 3-4 Tagen fest genug sind. Ihr merkt das, bei mir sind sie am 3. Tag deutlich fester und stabiler als die weichen Bällchen die ich noch zu kleinen Klößchen geformt habe…

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Wenn es dann so weit ist die Gnudi zu kochen wird der Grieß etwas abgeschüttelt und ein großer, flacher Topf zu 2/3 mit Salzwasser gefüllt und zum Kochen gebracht. Parallel 40g Butter und 75ml Salzwasser in einem Topf geben und leicht erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Die Gnudi für 2 Minuten im Salzwasser köcheln lassen.

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Für die braune Butter kommen die restlichen 60g Butter in einen Topf und werden schäumend aufgekocht. Die Salbeiblätter für 2 Minuten dazu geben und dann auf etwas Küchenpapier salzen (ich nehme dafür etwas fleur de sel) und abtropfen lassen. Die braune Butter beiseite stellen.

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In dieser Zeit das Butter-Wasser aufkochen und die Gnudi vorsichtig hinein setzen. Nochmal 3 Minuten köcheln lassen. Dabei nur schwenken und nicht rühren.

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Die Gnudi mit einigen frittierten Salbeiblättern auf Tellern anrichten. Etwas braune Butter und frisch geriebenen Parmesan darüber geben.

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Auch in der “Home” Version super lecker, ich freue mich trotzdem schon auf das Original in New York!

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Eingereicht für das Event:

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

Fajitas mit Rindfleisch

Fajitas mit Rindfleisch

Ich wollte euch nicht durchgehend mit meinen Silvesterresten langweilen, da ist diese Fajitas mit leckerem Rindfleisch fast auf der Strecke geblieben. Auf jeden Fall war es eine schöne Gelegenheit die Reste vom Raclette zu verwerten und gleichzeitig die tolle WMF-Servierpfanne einzuweihen die ich zu Weihnachten bekommen habe.

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Zutaten für 2 Personen:

500g Rindfleisch (Steak aus der Keule)

Olivenöl

Pfeffer & Salz

Raclettereste:

1/2 Zwiebel (in Ringen)

1/2 Dose Mais

1 Paprika (gelb, rot, grün – von allem etwas in Streifen)

2 Karotten (in Scheiben)

4-5 Champignons (in Scheiben)

1 Hand voll Cocktailtomaten (halbiert)

etwas Kartoffel, klein geschnitten

1 EL gehackte Petersilie

1 EL gehacktes Basilikum

2 EL (Kräuter-)butter

Optional:

Brot & Rotwein

Zubereitung:

Die Rindfleischwürfel werden trocken getupft und zusammen mit den Zwiebelringen in die Pfanne mit heißem Öl gegeben. Rundherum mit Pfeffer, Salz, Cumin und etwas Garam Masala würzen.

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Nach 3-4 Minuten hole ich das Fleisch aus der Pfanne und stelle es auf einem extra Teller beiseite. Dafür kommt das ganze Gemüse in die Pfanne. Einige Minuten unter regelmäßigem Wenden anbraten bis es etwas zusammen gefallen ist.

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Dann darf das Fleisch wieder dazu. Die Pfanne muss jetzt ordentlich erhitzt werden – wenn sie auf den Tisch kommt soll es ordentlich brutzeln und zischen! Also gebe ich die Kräuter dazu und schiebe an einer Stelle eine kleine Fläche frei…

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… An diese Stelle kommt die Kräuterbutter und die tut mir den Gefallen und zischt und brutzelt gewaltig! Juhu!

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Die Pfanne direkt auf den Tisch stellen – Achtung, am besten eine Korkplatte oder einen anderen Untersetzer unter die heiße Pfanne legen.

Mit Brot und einem schönen Rotwein genießen.

Sehr lecker!

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