Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Bolognese-Sandwich mit Schweizer Käse

Bolognese-Sandwich mit Schweizer Käse

Zorra hat es ja auf Facebook schon gesagt – mein zweiter Beitrag für ihr Schweizer Käse Sehnsucht Event kommt auf den letzten Drücker. Macht aber nix, die Inspriation dazu hatte ich nämlich auch erst am Montag Abend im Flieger. Da gab es natürlich nichts was man hätte essen wollen, aber ein Foto von einem Sandwich mit einer Tomaten-Hackfleich Sauce und reichlich geschmolzenen Käse auf der Lehne vor mir. Das muss doch auchin lecker gehen – und so wurde es auch gemacht. Mit einer 2 Stunden im Ofen geschmorten Bolognese Sauce (in doppelter Menge, so reicht es am nächsten Tag noch für die Pasta) und dem zweiten Vacherin Mont d’or der mir von Schweizer Käse geschickt wurde. Dazu etwas Feldsalat – perfekt!

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Zutaten für 2 Personen:

1/2 Ciabatta Brot

1 EL Schmand

30g Feldsalat

400g Vacherin Mont d’or

Für die einfache Bolognese-Sauce:

300g Rinderhackfleisch

1 Zweig Rosmarin

1/2 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 große Chili

etwas Olivenöl

1 Hand voll getrocknete Tomaten

400g gehackte Tomaten (Pizzatomaten)

1 EL Paprikapulver edelsüß

1/2 EL Paprikapulver scharf

etwas Salz

Zubereitung:

Das Öl erhitzen, den Rosmarin, die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Alles zusammen im Öl anschwitzen und dann das Hackfleisch dazu geben. Anbraten bis das Fleisch zerbröselt. Mit Salz und beiden Sorten Paprikapulver würzen. Die Chili in Ringe schneiden, die getrockneten Tomaten in Streifen und beides untermengen. Die gehackten Tomaten einrühren und das Ganze noch wenige Minuten köcheln lassen bis der Backofen auf 180°C Umluft vorgeheizt ist.

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Deckel drauf – dann verschwindet der Topf für 2 Stunden im Backofen. Danach sollte die Sauce in etwa so eingekocht sein:

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Den Käse für 3-4 Minuten in den heißen Ofen stellen. In dieser Zeit das Brot aufschneiden.

Die Bolognese Sauce auf dem Boden des Ciabattas verstreichen.

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Den Vacherin Mont d’or aus dem Ofen holen und die Decke vorsichtig abnehmen. Den weichen Käse mit dem Löffel auf dem Sandwich verteilen.

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Beide Hälften vom Ciabatta auf einem Blech mit Backpapier für 5 Minuten zurück in den Ofen schieben.

Der Käse läuft dabei am Rand etwas hinunter, den löffelt man anschließend einfach wieder darüber.

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Den Deckel vom Sandwich mit Schmand bestreichen und den Salat auf dem Käse platzieren. Den Deckel aufsetzen und das Sandwich halbieren. Es duftet wahnsinnig gut!

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Sofort servieren – die Tomatensauce ist in Kombination mit dem würzigen, crémigen Käse einfach göttlich. Wäre der Käse nicht so sättigend würde ich glatt noch eins verputzen.

Wer möchte auch ein Sandwich?

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Eingereicht für das Blogevent:

Blog-Event CII - Schweizer Käse Sehnsucht (Einsendeschluss 15.10.2014)

Gebackener Vacherin Mont-D’or mit Speck-Topping

Gebackener Vacherin Mont-D’or mit Speck-Topping

In ihrem 102. Blogevent wurde Zorra von der Schweizer Käse Sehnsucht gepackt. Kein Wunder, die Schweizer haben ja auch einiges an leckerem Käse zu bieten. Davon durfte man sich dann auch gleich selbst überzeugen wenn man schnell genug war – und das war ich! *freu*

Ein Vacherin Mont D’or ist mir von Schweizer Käse geschickt worden, genau genommen zwei Stück davon. Nach kurzer Recherche an dieser und besonders an dieser Stelle hatte ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was mir da für eine Leckerei beschert wurde. Den Käse gibt es nämlich nur von September bis April – da hatte ich wohl Glück.

Zum “warm machen” ist der erste Käse auf dem Brot gelandet. Dazu musste natürlich zuerst ein passendes Brot gebacken werden. Saftig, kräftig und mit Kürbiskernen ist es geworden. Und um dem Ganzen noch eine persönliche Note zu geben kam ein leckeres Speck-Topping dazu… aber seht selbst!

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Zutaten für 3-4 Personen:

1 Vacherin Mont D’or

6 Scheiben Brot, zum Beispiel dieses hier

200g Speckwürfel

50g Kürbiskerne

2 milde, große rote Chilis

2 Frühlingszwiebeln

etwas frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Vorab – diese Käselieferung hat mich letzte Woche erreicht:

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Los geht’s – den Käse 30 Minuten auf Raumtemperatur kommen lassen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

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Den Käse in der Holzschachtel in den Ofen stellen und 5 Minuten erwärmen. Dann die Decke kreuzförmig einschneiden und die Ecken nach außen aufklappen.

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Weitere 8-10 Minuten im Ofen lassen.

In dieser Zeit die Kürbiskerne ohne Öl in der Pfanne anrösten, beiseite stellen und den Speck (ebenfalls ohne Öl) anbraten. Die Chili und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Chiliringe noch kurz zum Speck in die Pfanne geben.

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Das Brot in Scheiben schneiden. Den Käse aus dem Ofen holen und stattdessen die Brotscheiben noch 3 Minuten darin rösten. Der Käse duftet ganz wunderbar…

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Das Brot aus dem Ofen nehmen und mit einem Löffel den Käse darauf verteilen. Sofort Speck und Chili, die Kürbiskerne und die Frühlingszwiebel darüber streuseln. Etwas frischen Pfeffer darüber mahlen oder die Mühle einfach mit auf den Tisch stellen.

Schlicht, aber unglaublich gut!

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Eingereicht für das Event:

Blog-Event CII - Schweizer Käse Sehnsucht (Einsendeschluss 15.10.2014)

Käse machen in der Weinschule Berlin

Käse machen in der Weinschule Berlin

Das ist doch alles Käse! Nein, nicht alles – das ist auch Butter und Joghurt! Etwas über eine Woche ist es jetzt her, dass wir unseren Sonntag Nachmittag bei Bernhard und Sina Moser in der Weinschule verbracht haben um zu lernen wie man Käse macht. Eigentlich wollte ich ja mit meinem Bericht warten, bis wir den fertigen Schimmelkäse abgeholt haben – aber den kann ich ja dann später noch ergänzen.

Um 14Uhr ging es los. Es wurden 3 Grüppchen mit je 4 Teilnehmern gebildet – die “Mallorcas” waren auch da, da hatten wir gleich unser 4er Team zusammen. Für den Schimmelkäse wurde vorab für jede Gruppe ein großer Topf vorbereitet, so haben wir die Schritte von Tag 1 (Säurewecker ansetzen) und Tag 2 (Milch zum Säurewecker geben) übersprungen. Also haben wir die Weißschimmelkultur zugefügt, die Milch erhitzt und das Lab eingerührt. Alles wurde von theoretischen Grundlagen begleitet, damit wir auch verstehen was wir da eigentlich gerade machen. In den folgenden 90 Minuten gab es Kaffee und Kuchen im Weinkeller, gespickt mit reichlich Theorie zum Thema Käse und einem ausgiebigen Frage und Antwort Teil. Dann sind wir zu Punkt zwei auf der Tagesordnung übergegangen und haben Süßrahmbutter gemacht. Na gut, wir haben ertsmal die Sahne in das Butterfass gegeben, den Rest hat dann vorerst die Maschine gemacht.

Zurück zum Schimmelkäse – wir haben den Käsebruch geschnitten und ihn mit der Schaumkelle in die Käseform gehoben. Dabei ist noch reichlich Molke abgeflossen, aber am Ende hatten wir tatsächlich 4 Förmchen voll mit Käse. Der wurde markiert und zur weiteren Verarbeitung vertrauensvoll für die nächsten 2 Wochen in der Weinschule zurück gelassen. Der wird noch von außen gesalzen und mit Schimmel besprüht. Wenn er fertig ist dürfen wir ihn abholen.

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Da waren wir schonmal stolz wie Oskar auf unseren ersten, erfolgreich absolvierten Käseteil.

Dann wurde der Mozzarella vorbereitet. Zitronensäure auflösen und in die kalte Milch geben, erwärmen, Lab zufügen, rühren und warten bis die Milch dick gelegt ist. Den Käsebruch schneiden, erhitzen und mit der Schaumkelle in ein Sieb heben. Die Molke erhitzen – und jetzt darf man nicht so hitzeempfindlich sein. Den Käsebruch portionsweise auf die Schaumkelle legen, in der Molke erhitzen und ordentlich kneten und ziehen. Das Ganze 4-5x wiederholen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und eine Kugel daraus formen. In die kalte Molke legen und im Kühlschrank aufbewahren. Den gab es bei uns mit etwas Olivenöl und Balsamico zum späten Frühstück – etwas fester als er sonst ist, aber sehr lecker. Leider musste man beim Mozzarella so zügig arbeiten, dass wir tatsächlich kein Foto haben…

Irgendwann zwischendurch war die Butter an der Reihe – sobald sie klumpig wurde kam Eis dazu, dadurch wurde die Masse stabiler. Dann wurde sie in ein Sieb umgelagert und jeder konnte sein Stück Butter machen indem man die Masse wie einen Schneeball ganz fest ausgedrückt und geformt hat (Achtung – spritzt!). Dann kam sie in das Butterförmchen. Glatt streichen und mit viel Kraft ausklopfen. In Papier verpacken und fortan im Kühlschrank lagern.

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Zum Abschluss haben wir uns im Keller gemeinsam zur Brotzeit niedergelassen. Den Joghurt haben wir nicht mehr geschafft, aber jeder hat ein Gläschen und das Rezept mitbekommen. Dann gab es frisch gebackene Brote, hausgemachte Butter, etwas Käse, etwas Salz – und natürlich etwas Wein. Schlicht, aber unglaublich lecker.

Wer jetzt auch Lust hat kann ja mal schauen, ob es für den nächsten Termin am kommenden Sonntag noch freie Plätze gibt. Ich kann es nur empfehlen – wir hatten super viel Spaß und es ist überraschend, wie simpel die einzelnen Schritte sind wenn man weiß, welche Zutaten man braucht und worauf man achten muss.

Probiert es selbst!