Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Bunte Tagliatelle mit Vanilletomaten

Bunte Tagliatelle mit Vanilletomaten

Von meiner roten Pasta-Aktion habe ich euch ja schon berichtet – das hier ist daraus geworden.

Im Rahmen der Tomatenernte habe ich einige der Cocktailtomaten beiseite gelegt. Sie sollten nicht zu Suppe oder Sauce verarbeitet werden… auch wenn beides super lecker ist. Ich hatte die Idee diese Tomatchen ein bisschen wie die Vanilletomaten von Rachel Khoo zu machen, nur nicht als fruchtige Ergänzung zum Käse, sondern als Pastasauce. Das Ergebnis war wunderbar, ich mag ja ohnehin die Kombination von Pasta und Vanille. Nur Bessere Hälfte war kurz enttäuscht – auf den ersten Blick dachte er, sein Teller wäre zur Hälfte mit Kochschinkenstreifen gefüllt. Nein, diesmal gibt es etwas Vegetarisches!

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Zutaten für 2-3 Personen:

120g getrocknete rote Pasta von hier

80g sehr dünne, weiße Tagliatelle

200g Cocktailtomaten

1 Vanilleschote

4 EL Olivenöl

Pfeffer und etwa Fleur de Sel

20g Butter

Zubereitung:

Die Tomaten bis auf 8 Stück halbieren und mit der Schnittfläche nach oben in eine kleine Auflaufform legen. Die restlichen Tomaten im Stück dazu geben. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark heraus kratzen. Das Vanillemark mit dem Olivenöl verrühren und über die Tomaten verteilen. Die Vanilleschote dazu legen. Für 20 Minuten bei 180°C in den vorgeheizten Backofen schieben.

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Kurz vor Ende der Backzeit koche ich die Pasta in Salzwasser al dente. Zuerst wandern die roten Tagliatelle in das kochende Wasser, sie brauchen ca. 5 Minuten. Auf die letzten 2 Minuten kommen die hauchdünnen weißen Nudeln dazu. Da habe ich mich nach der Packungsanleitung gerichtet. Die fertige Pasta abgießen und zurück in den Topf geben. Die Butter darin schmelzen lassen.

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Die Tomaten aus dem Ofen holen…

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…und die Pasta mit dem Öl und den halbierten Tomaten vermengen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und einer guten Prise Fleur de Sel würzen. Auf die Teller verteilen und mit den ganzen Tomaten dekorieren. Die Pasta duftet nicht nur wunderbar nach Vanille und Tomaten, sie schmeckt auch ganz herrlich danach.

Wer möchte probieren?

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Ein Primi Piatti für die Lust am Kochen

Ein Primi Piatti für die Lust am Kochen

Vor einigen Wochen durfte ich ja das neue Magazin “Lust am Kochen” probelesen. Die erste Ausgabe hat sich rund um das Thema Tapas gedreht und ich war wirklich begeistert. Klar, ich liebe Tapas einfach! Zwei der Rezepte habe ich euch hier und hier vorgestellt. Als dann die Anfrage kam ob ich Lust hätte, für die nächste Ausgabe zum Thema Toskana, ein Rezept beizusteuern war ich natürlich hin und weg. Aus unserem Toskana Urlaub habe ich so viel an Inspiration mitgenommen, da bleibt die passende Idee nicht lange aus. Etwas Geschmortes soll es sein… und mit Wildschwein… ein typischer Primi Piatti mit Pasta – am besten Pappardelle. So kam es, dass bei uns an einem Samstag im Juli, bei über 30°C, ein schönes Schmorgericht auf den Teller kam. Bessere Hälfte war überglücklich, das gibt es sonst nur an kalten Tagen.

Rezept abgegeben und gewartet – darauf, dass es Ende August wird und das neue Heft erscheint. Wer mir auf Facebook folgt hat es ja gestern schon gelesen – ab heute ist die aktuelle Ausgabe der “Lust am Kochen” am Kiosk erhältlich.

LAK_Cover_0214_final_1Ich konnte ja vorab schon ein wenig schmökern und habe bereits das eine oder andere Rezept auf die to-cook Liste gesetzt. Das Heft ist schön aufgebaut, nach einem kurzen Ausflug in die Welt von Olivenöl und Pasta startet man mit den Antipasti – hier gefallen mir die verschiedenen Crostini Aufstriche besonders gut. Dann geht es weiter mit den Primi Piatti und bei all den leckeren Suppen, Eintöpfen, Risottos, Gnocchi- und Pastagerichten bekommt man wirklich Hunger. Meine Pappardelle con cinghiale findet ihr übrigens auf Seite 44/45.

Bei den Secondi Piatti wird es deftig – und da lacht mich doch neben einem saftigen, florentinischen Steak ein bekanntes Gesicht an! Huhn, Lamm, Rind und Schwein – man weis gar nicht wo man anfangen soll. Der Toskanische Schweinebraten bekommt erstmal einen Post-it. Aber auch Stockfisch, Dorsch und Rotbarbe sind dabei. Danach trifft man noch aufzahlreiche Beilagen und landet schließlich bei den Desserts mit vielen leckeren Kuchen und Küchlein.

Den Abschluss im Heft bilden Tipps zu Wein und Käse und ein Ausflug nach Florenz (ich bekommesofort wieder Fernweh) und nach Arezzo.

Ein rundum gelungenes Heft – ich freue mich, dass ich dabei sein durfte!

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Pappardelle con cinghiale

Zutaten für 4 Personen:

1,5kg Wildschweinkeule mit Knochen

Olivenöl

Pfeffer & Salz

1-2 Chilischoten

2 Zweige Rosmarin

5-6 Zweige Thymian

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

400ml trockener Rotwein

100g getrocknete Tomaten

2 Lorbeerblätter

1 TL Wacholderbeeren

400g geschälte Tomaten, klein gehackt

1 Karotte

1 Stange Sellerie

400g Parpadelle

Zubereitung:

Das Fleisch mit einem scharfen Messer sorgfältig vom Knochen lösen und in kleinere Stücke zerlegen. In einem ofenfesten Topf mit Deckel das Olivenöl erhitzen und das Fleisch rundum anbraten. Den Knochen mit in den Topf legen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Die Chilischoten, die Thymianblätter und die Rosmarinnadeln fein hacken und zufügen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Knoblauchzehen nur schälen und beides in den Fleischtopf geben. Sobald das Fleisch Farbe annimmt mit 300ml Rotwein ablöschen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die getrockneten Tomaten klein schneiden und zusammen mit den Lorbeerblättern und den Wacholderbeeren unter das Fleisch mengen. Die geschälten und gehackten Tomaten einrühren und den geschlossenen Topf für insgesamt ca. 90 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.

Alle 30 Minuten umrühren und bei Bedarf noch etwas Rotwein dazu geben, falls das Ragout zu trocken wird. Nach 60 Minuten die geschälte und sehr klein gehackte Karotte und den Sellerie zufügen.

Nach 90 Minuten sollten die Fleischstücken so zart geschmort sein, dass sie sich mit dem Löffel oder der Gabel zerdrücken lassen. Für die Pasta einen Topf Salzwasser aufsetzen und die Parpadelle ungefähr 6 Minuten lang kochen bis sie al dente sind. Den ausgekochten Wildschweinknochen und die Lorbeerblätter entfernen und alle Fleischstücken und die Knoblauchzehen etwas zerdrücken. ½ Tasse Nudelwasser einrühren und das Ragout mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Pasta abgießen und zurück in den Topf geben. Dort mit der Hälfte vom Ragout vermengen, auf Teller verteilen und das restliche Fleisch auf der Pasta platzieren.

Rote Ziegenkäse-Ravioli in Salbeibutter

Rote Ziegenkäse-Ravioli in Salbeibutter

So ziemlich jede Pasta, die man in Salbeibutter schwenkt, gewinnt dadurch ein wunderbares Aroma. Für diese Ravioli habe ich den frisch zubereiteten roten Pastateig zum Einsatz gebracht. Da konnte ich die rote Beete Blätter direkt in der Füllung verarbeiten. Zusammen mit Ziegenkäse, Zwiebel und Ricotta sehr lecker. Auch wenn die Pasta beim Kochen leider deutlich ausgeblichen ist. Die in der Salbeibutter geschwenkten Pinienkerne geben der Pasta zusätzlich etwas Biss.

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Zutaten für 4 Personen:

1x roter Pastateig

150g Ziegenfrischkäse

150g Ricotta

½ Zwiebel

1 Knoblauchzehe

6 rote Beete Blätter

4 (2+2) Eigelb

3 EL Semmelbrösel

100g Butter

8-10 Salbeiblätter

30g Pinienkerne

Zubereitung:

Zuerst bereite ich die Füllung vor. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl anschwitzen. Den fein gehackten Knoblauch und die sehr klein geschnittenen rote Beete Blätter dazu geben. Wenn die Zwiebel glasig ist die Hitze stark reduzieren und den Ziegenkäse und den Ricotta dazu geben.

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Sobald der Käse “geschmolzen” ist kommen zwei Eigelb  und die Semmelbrösel dazu.

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Gut vermengen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die fertige Füllung beiseite stellen.

Der Nudelteig sollte mindestens 25 Minuten im Kühlschrank geruht haben. Leicht mit Mehl bestäuben und in 4 Portionen teilen. Jede Portion mehrfach auf dickster Stufe durch die Pastamaschine ziehen, dann nach und nach dünner werden bis der Teig sehr dünn ist (hier Stufe 6).

Die Teigbahnen auf der bemehlten Arbeitsfläche auslegen. Die Füllung auf zwei Teigbahnen platzieren. Ich habe einen recht kleinen Ausstecher und nehme jeweils knapp 1TL Füllung pro Ravioli. Die Abstände zwischen den Portionen sollten nicht zu groß sein, sonst verschwendet ihr zu viel Teig.

Ein Ei trennen und den Zwischenraum zwischen der Füllung dünn einpinseln. Sofort eine zweite Teigbahn auflegen, die Luft möglichst zur Seite hin wegdrücken und den Teig rund um die Füllung festdrücken. Mit der zweiten Bahn genau so verfahren.

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Die Ravioli ausstechen oder ausschneiden. Einen großen Topf Salzwasser zum kochen bringen und die Ravioli vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. 3-4 Minuten köcheln lassen.

Den Salbei in Streifen schneiden und die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Den Salbei und die Pinienkerne hinein geben – beide sollen etwas knusprig werden. Die fertigen Ravioli mit der Schaumkelle aus dem Topf heben und in die Pfanne mit der Salbeibutter geben. Gut schwenken und auf passenden Tellern oder Schälchen anrichten.

Lecker!

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