Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Zarte Schweinekotletts mit geschmorten Zwiebeln

Zarte Schweinekotletts mit geschmorten Zwiebeln

Der “Hauptgang” zur großen Geburtstagsparty waren diese super zarten Schweinekotletts mit Zwiebeln und einer leckeren Sahnesauce. Die lassen sich gut vorbereiten und machen eine ganze Menge Leute satt und zufrieden!

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Zutaten für 18 Kotletts mit geschmorten Zwiebeln:

18 Schweinekotletts mit Knochen

Salz

3-4 TL Cayennepfeffer

1 Tasse Mehl

Rapsöl

10 Zwiebeln

1 L Gemüsebrühe

200g Schlagsahne

einige Zweige Thymian

Zubereitung:

Die Kotletts werden aus der großen Fleischtüte befreit, außerdem stelle ich Salz, Cayennepfeffer und einen tiefen Teller mit Mehl bereit.

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Das Fleisch von beiden Seiten mit Salz und Cayennepfeffer einreiben und im Mehl wenden. Kurz ruhen lassen.

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In der Pfanne etwas Öl erhitzen und jedes Kotlett 2-3 Minuten pro Seite anbraten. Die “fertigen” Kotletts verteile ich gleichmäßig auf einem tiefen Backblech. Das Backblech lege ich vorher sorgfältig mit Alufolie aus.

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Alle Zwiebeln schälen und in Halbringe schneiden. Mit etwas Öl bei mittlerer Hitze sanft anschwitzen. Dabei soll keine Zwiebel Farbe bekommen! Ich mache das neben den Kotletts- bis alles soweit fertig ist dauert es bei der Menge in etwa 25 Minuten.

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Die Hälfte der Zwiebeln auf dem Fleisch verteilen um Platz in der Pfanne zu schaffen. Den Thymian überall darauf verteilen.

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Dann die restlichen Zwiebeln in der Pfanne mit Brühe und Sahne aufgießen. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Ich gebe keinen Pfeffer mehr in die Sauce – durch den Cayennepfeffer bringt das Fleisch genug Schärfe mit.

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Die Sauce über das Fleisch gießen…

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… und das Blech für 50 Minuten bei 180°C in den vorgeheizten Backofen schieben. Achtung – die Sauce kocht und blubbert und wird jede Chance nutzen den Ofen zu erkunden – also passt auf, dass ihr das Blech nicht zu voll auffüllt!

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Das fertige Fleisch aus dem Ofen holen und am besten direkt samt Blech auf das Buffet stellen. Dann kann sich jeder nehmen was er möchte und das Fleisch hält sich länger warm.

Greift zu!

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Die wenigen Reste die geblieben sind waren übrigens auch am nächsten Tag aufgewärmt noch super zart und saftig!

Wahnsinns Rocher-Eis

Wahnsinns Rocher-Eis

Ich kann es kaum beschreiben – stellt euch das wahnsinnig crémigste Eis vor das ihr euch nur wünschen könnt. Stellt euch vor, dass es schokoladig ist und leichte Knusper-Einflüsse hat. Wenn ihr jetzt dieses wunderbare Eis in Gedanken schon auf der Zunge schmelzen lasst, dann stellt euch noch einen Hauch Goldstaub vor, der diese Créme veredelt. Dann seid ihr… ja, auch bei mir… aber ich habe ein neues Eisbuch. Und was für eins! Matt O`Connor und seine Icecreamists haben mit dem Buch The Icecreamists – Exclusive Eiscreme und andere Laster meine kleine Welt verändert. Eigentlich war das ein Zufallskauf, ich hatte ein Backbuch ausgesucht und bin mit meiner Beute aus der Kochbuchabteilung geschlendert. Ein letzter Blick Richtung Regal, ein weiterer rosa Buchrücken. Irgendwie sind 90% der Backbücher rosa… Aber irgendetwas bringt mich dazu das Buch aus dem Regal zu ziehen… und WOW – was für ein Buchdeckel! Ich kann es nicht einfach zurück stellen, ich muss rein schauen. Im Dussmann also wieder hingesetzt und das Buch aufgeschlagen. Ich war sofort gefesselt. Wer schnell rot wird sollte das Buch definitiv nicht in der Öffentlichkeit lesen – da flattern einem die Ohren. Matt beschreibt es als eine Mischung aus Eiscreme-Bibel und Beichtstuhl und ich glaube ihm das sofort. Skandal, Schocker, Lacher – alles ist dabei. Aber vor allem Rezepte die sich einfach großartig lesen und Bilder die Lust auf Eis machen. Soooo crémig, so raffiniert… und mit soooo schrägen Namen wie Hirnfrost, kalter Schweiß, Jesus Christ Scooperstar, Dessert storm, Knast oder Kapitalschmelze – sucht es euch aus, die Liste ist lang. Es geht um Sucht, Leidenschaft und teilweise sehr schräge Gedankengänge. Aber man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Ich möchte sofort jedes einzelne Eis zaubern… nein, das stimmt nicht ganz – aber über Baby Googoo muss sich jeder seine eigene Meinung bilden – auf jeden Fall entscheide ich mich für “from Rocher with Love”, mit einer extra Dosis Schokosauce wie es für Schokoholcis empfohlen wird. Wenn das Matt’s Bibel ist, dann habe ich durch ihn zum großen Eiscremegott in der Tiefkühltruhe gefunden. Aber probiert es selbst aus…

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Zutaten für 3-4 Portionen (je nach dem wie gierig ihr seid):

250 ml Vollmilch (ich habe nur fettarme H-Milch)

125 g Créme double im Original (bei mir 65g Sahne und 65g Mascarpone) + 1 Klecks Mascarpone um die fettarme Milch aufzuwerten

2 Eigelb

88g extrafeiner Zucker (bei mir normaler, weißer Zucker)

225g Nutella (bei mir 1 EL mehr)

6 Ferrero Rocher

im original essbare Goldkügelchen, bei mir essbarer Goldstaub

Für die Schokosauce:

100g zartbitter Schokolade

80 ml Vollmilch (hier fettarme H-Milch)

15 g Zucker

15g Butter

2 EL Créme double (hier 4 EL Schlagsahne + 1 großer EL Mascarpone)

Zubereitung:

Man braucht Geduld – aber wo braucht man die nicht… insgesamt sind rund 9 Stunden Kühlzeit eingeplant… das nur als Warnung.

Ich gebe Milch, Sahne und Mascarpone zusammen in einen kleinen Topf. Erwärmen (hier Stufe 5 von 14) und mit dem Schneebesen rühren bis der Mascarpone vollständig gelöst ist.

Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Zucker schaumig aufschlagen.

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3-4 EL von der Milch in den Eimix geben und dabei gut rühren. Dann die Eimilch in den Topf geben und fleißig weiter rühren.

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Bei geringer Hitze weiter rühren…

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…bis die Milch auf der Rückseite von einem Holzlöffel einen Film bildet. Ich bin nicht ganz sicher was damit gemeint ist, aber ich denke so hier ist das ganz ok.

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Ich habe nicht richtig gelesen und war ein bissl zu schnell und habe die ganzen 225g Nutella abgewogen – 150g hätten hier erstmal gereicht. Ich habe die Menge also noch um 1-2 TL korrigiert. Was tut man nicht alles für sein Eis… ;)

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Mit dem Stabmixer aufschäumen und 30 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

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Über Nacht (oder wenigstens 6 Stunden, bei mir eher 14 Stunden) im Kühlschrank abkühlen lassen.

Dann ab damit in die Eismaschine. Bei mir braucht das Eis knapp 40 Minuten um zu gefrieren und die Konsistenz ist jetzt schon toll – es lohnt sich definitiv die 10 Gebote aufmerksam zu lesen.

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Die restlichen 75g Nutella im Topf (im Original 20 Sekunden in der Mikrowelle) schmelzen. Die Rocherkugeln vierteln (meine Interpretation von grob hacken). Das Eis in einen verschließbaren Becher geben und die geschmolzene Nutella zusammen mit den Rocherstücken leicht unterrühren.

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Deckel drauf und weitere 2 Stunden im Tiefkühler frösteln lassen bis – ich zitiere – eine löffelfähige Textur erreicht ist. Hmmm… ich nasche schon vorher und kann mich kaum zurück halten…. nach Punkt zwei Stunden ist das Eis super. Ich schmelze die klein gebrochene Schoki im Topf und gebe Milch, Sahne, Mascarpone und Zucker dazu. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat gebe ich die kalte Butter dazu. Gut rühren bis eine schöne Sauce entstanden ist.

Endlich, endlich, endlich – es ist so weit! Ich gebe in jedes Schälchen eine dicke Kugel Eis. Darüber kommt die noch warme Schokosauce. Ich will eigentlich kein Foto machen, ich will mein Eis essen… aber Konzentration und Endspurt: etwas Goldstaub oder, wie im Original essbare Goldkügelchen, über das Eis geben.

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Sofort anrichten… ja, ich beeile mich ja schon mit den Fotos…

Genießt euer Schälchen!

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Crémige Steak-Tagliatelle

Crémige Steak-Tagliatelle

Pasta und Steak mache ich nicht das erste Mal – die Kombination ist auf jeden Fall lecker. Diesmal wollte ich die Pasta mit einer Sahnesauce machen, darin darf das Steak natürlich nicht ertrinken. Also werden Pasta, Sauce und Steak fein separat zubereitet und treffen sich erst auf dem Teller.

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Zutaten für 2 Personen:

250g Tagliatelle

200g Schlagsahne

6 Champignons

2 Schalotten

1 Knoblauchzehe

3 Zweige Thymian

etwas Olivenöl

1 Steak, hier 230g Entrecôte

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Es geht ganz einfach los. Für die Pasta wird ein Topf Salzwasser zum Kochen gebracht. Ich schneide die Schalotten und den Knoblauch in feine Würfel, die Champignons werden in dünne Scheiben geschnitten. Dann schwitze ich alles zusammen in etwas Olivenöl an. Mit Pfeffer und Salz würzen. Den Thymian von den Stängeln zupfen und mit in die Pfanne geben. Mit der Sahne ablöschen und bei kleiner Hitze köcheln lassen.

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Die Tagliatelle ins kochende Wasser geben. Die Pasta braucht 6-7 Minuten.

Das Steak von beiden Seiten mit Olivenöl einreiben und salzen. So kommt es in die heiße Steakpfanne.

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Nach 3 Minuten wird es gewendet…

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… und bekommt auch von der anderen Seite etwas Farbe. Auch von dieser Seite 3 Minuten braten. Dann nehme ich es aus der Pfanne und lege es kurz beiseite damit es sich ein bissl entspannen kann. Jetzt wird es auch gepfeffert.

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Die Pasta probieren und abgießen wenn sie fertig ist. Zurück in den Topf geben und dort mit der Sauce vermengen. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas Salzen oder Pfeffern. Auf beide Teller verteilen.

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Das Steak in hauchdünne Scheiben aufschneiden. Es lohnt sich vorher das Messer zu schärfen, die Scheiben sollen so dünn wie möglich werden.

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Die Steakstreifen auf der Pasta platzieren und das Ganze umgehend auf den Tisch stellen.

Guten Appetit!

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Hähnchen mit Morcheln in Sherry-Sauce

Hähnchen mit Morcheln in Sherry-Sauce

Mein kleinster jüngster Bruder war zum Essen eingeladen und hat zuvor mit der Bemerkung “juhu – Sterneküche” einen gewissen Druck aufgebaut. Nun isst er keine Pilze und es war ganz klar, die müssen weg bleiben. Dummerweise habe ich mich die ganze Zeit darauf konzentriert keine Champignons zu verwenden und die Morcheln irgendwie… naja… als Waldbodengemüse (kleiner Insider) ins Spiel gebracht. Sie wurden kurz probiert und als “nicht lecker” abgestempelt – nun gut, mehr Morcheln für den Rest von uns. Ansonsten war das Essen super lecker und die sahnige Sauce hat wunderbar zu dem zarten Hähnchenbrustfilet, Bohnen und Reis gepasst. Die Idee kam von Alfons Schubeck aus dem Buch Meine Küchengeheimnisse – da aber mit Spargel und die Sauce war auch etwas anders zusammen gestrickt.

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Zutaten für 3-4 Personen:

4 Hähnchenbrustfilets

1 Zwiebel

1 Lorbeerblatt

1 Nelke

1 L Hühnerbrühe

1 EL Öl

1 Hand voll getrocknete Morcheln

200g grüne Bohnen

2 EL Butter

2 TL Puderzucker

50 ml Weißwein

50 ml Sherry

100g Schlagsahne

1 EL Speisestärke

1/2 Zitrone (Abrieb und Saft)

Pfeffer & Salz

1 Prise Chilipulver

Zubereitung:

Zuerst müssen die Morcheln in kaltem Wasser knapp ein Stündchen einweichen. Die Zeit wird nicht vertrödelt, ich schäle die Zwiebel und spicke sie mit einem Lorbeerblatt und einer Nelke. Die Brühe samt Zwiebel bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen. In dieser Zeit werden die Hähnchenbrustfilets leicht gesalzen und rundherum in einer Pfanne mit Öl angebraten. Dann kommen sie direkt in das heiße Wasser – aufpassen, dass es nicht anfängt zu kochen und die Hähnchenbrustfilets 20 Minuten garen lassen.

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Ich setze jetzt schon einen Topf Salzwasser für den Reis auf. Der Reis braucht 20 Minuten bis er fertig ist.

400ml Hühnerbrühe abfüllen und beiseite stellen. Die Hähnchenbrustfilets in der restlichen brühe warm halten.

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Die Bohnen bei mittlerer Hitze in der Butter anschwitzen und ca. 12-15 Minuten braten bis sie gar sind.

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Mit einer Keller Brühe ablöschen und die Hälfte der Morcheln dazu geben.

Endspurt – für die Sauce lasse ich den Puderzucker leicht karamellisieren. Mit Weißwein und Sherry ablöschen und stark einreduzieren lassen. Die restliche Hühnerbrühe und 3 EL Morchelwasser dazu geben und die Sahne einrühren.

Die Stärke in 3-4 EL kaltem Wasser lösen und zur Sauce geben. Leicht köcheln lassen bis die Sauce etwas eingedickt ist. Mit dem Abrieb der Zitronenschale, etwas Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken und die restlichen Morcheln dazu geben.

Die Hähnchenbrust mit Reis, Bohnen und Sauce anrichten.

Guten Appetit!

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Kerbel Carbonara

Kerbel Carbonara

Wenn mal wieder etwas Eigelb übrig geblieben ist muss ich nicht lange nachdenken – es gibt Carbonara. Damit das Eigelb über Nacht im Kühlschrank frisch bleibt “versiegel” ich es in der Tasse mit etwas Sonnenblumenöl. Das stört mich in der Carbonara kein bissl. Weil er noch im Kühlschrank ist kommt auch etwas Kerbel dazu. Mit dem Kochschinken eine leckere Kombination in einer einfachen Pasta.

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Zutaten für 2 Personen:

200g Spaghetti

3 Eigelb

75g Schlagsahne (1/2 Becher)

60g Parmesankäse

1/2 Bund Kerbel

4 große Scheiben Kochschinken

2-3 Frühlingszwiebeln

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Bei der Carbonara braucht die Pasta erfahrungsgemäß länger als die Sauce. Also werden die Spaghetti in Salzwasser gar gekocht während ich das Eigelb (mit einem Hauch Öl, der aber nicht stört), mit fein geriebenem Parmesan, Sahne, Pfeffer und Salz glatt schlage. Die Pasta abgießen und zurück in den Topf geben. Mit dem Ei-Parmesan Mix vermengen.

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Den klein geschnittenen Schinken und den fein gehackten Kerbel untermengen. Etwas Kerbel und Schinken zur Seite legen. Die Pasta auf die Teller verteilen und mit Schinken und Kerbel garnieren. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und darüber geben.

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Dazu passt wunderbar ein Glas Weißwein, hier ein australischer Chardonnay.

Guten Appetit!

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