Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Schnelle Erdnussbutter Brötchen

Schnelle Erdnussbutter Brötchen

Als Tanja von Greenway 36 bei Zorra im Kochtopf zum aktuellen BBD #72 das Thema Brot mit Nüssen festgelegt hat war ich sofort dabei. Schon zwei Tage später habe ich diese super leckeren Erdnussbutter Brötchen gebacken… und dann vergessen sie zu verbloggen. Das ist sträflich, denn das haben sie definitiv nicht verdient. Schnell gemacht, sehr lecker und am besten warm mit etwas Butter zu verputzen. Bessere Hälfte mochte sie besonders gerne als Begleiter zur Suppe. Hier sind sie nun auf den letzten Drücker… auch wenn ich mittlerweile gelernt habe, dass die Erdnuss eher den Hülsenfrüchten zuzuordnen ist als den Nüssen. Aber wer wird schon kleinlich sein?

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Zutaten für 8 Brötchen:

250g Weizenmehl, Typ 550

10 g frische Hefe

3 EL Erdnussbutter, oder 50g ungesalzene Erdnüsse + 1 EL Erdnussöl

25g gesalzene Erdnüsse

150 ml Milch

10g brauner Zucker

1/2 TL Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben. Die Hefe und den Zucker in der Milch lösen. Mehl, Salz und die klein gehackten salzigen Erdnüsse in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

Jetzt entweder die Erdnussbutter dazu geben, oder zuerst die ungesalzenen Erdnüsse mit Erdnussöl im Mixer zu einer dicken Paste vermixen und untermengen.

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Die Hefemilch zufügen und alles knapp 10 Minuten zu einem straffen, nicht mehr klebenden Teig verkneten.

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Den Teig abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

Den Teig in 6-8 Stücke teilen, mit feuchten Händen runde Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Dort etwas flach drücken.

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Den Ofen auf 200°C (hier im Brotbackmodus mit Wasserdampf) vorheizen und das Blech hinein schieben. Die Brötchen in etwa 20 Minuten fertig backen.

Ein wenig abkühlen lassen und lauwarm servieren. Die Brötchen haben eine weiche Kruste und eine saftige, lockere Krume.

Greift zu!

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Mit dabei beim Event:

Bread Baking Day #72 - nussige Brote ~ nutty breads (last day of submission April 1, 2015)

Couscous Salat mit Orangen-Hähnchen

Couscous Salat mit Orangen-Hähnchen

Ein schnelles Resteessen – wenn ich Hähnchenkeulen mache, dann mache ich meistens etwas mehr als ich für den Abend zu zweit brauche, so lohnt es sich einfach mehr den Ofen so lange anzuheizen. In diesem Fall habe ich zwei Hähnchenkeulen auf Orangen mehr gemacht und am nächsten Tag mit dem restlichen Couscous, viel Grünzeug und der Bratensauce als Dressing einen schönen Salat gezaubert.

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Zutaten für 2 Personen:

1 Lolo-Salat

1/2 Salatgurke

10 Mini Dattel-Tomaten

100g grüne Oliven

das Fleisch von 2 Hähnchenkeulen

1 Tasse Orangen-Sauce

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Salat klein schneiden. Das Fleisch von den Hähnchenkeulen zupfen. Den Couscous kurz mit 2-3 EL Sauce in der Pfanne erwärmen. Den Couscous auf dem Salat platzieren.

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Das Fleisch in der Pfanne erwärmen und zusammen mit den Oliven über den Salat geben. Mit Pfeffer und Salz würzen. Die Sauce in die Pfanne geben, einmal aufkochen und danach in die Tasse umfüllen. Das warme Dressing mit dem Salat auf den Tisch stellen.

Ein leckeres Restessen!

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Das Restaurant Rehmann am Chiemsee

Das Restaurant Rehmann am Chiemsee

Ich habe es euch ja schon berichtet – nach unserem Besuch in Kirchweidach ging es für uns weiter an den Chiemsee. Vorab haben wir hin und her überlegt, wo wir unser verlängertes Wochenende genau verbringen möchten und als Bessere Hälfte sagte, dass es in Prien am Chiemsee ein Sternerestaurant gibt, wurde ich natürlich hellhörig. In Prien befindet sich das Restaurant Rehmann in dem Martin Rehmann den Kochlöffel schwingt. Also haben wir rechtzeitig einen Tisch reserviert und sind am Freitag, pünktlich um 19:30Uhr aus dem Taxi gehüpft.

Das Restaurant selbst wirkt im ersten Moment typisch Bayrisch – eine gewisse Urigkeit durch rustikale Holzmöbel, aber mit modernen und stilvollen Akzenten in der Tischdeko die dem Gast deutlich machen: das hier ist nicht irgendein Gasthof.

Eigentlich müssen wir beim Blick auf die Karte nicht wirklich überlegen – wir freuen uns auf das Menü mit der passenden Weinbegleitung. Da, wie uns gleich mitgeteilt wurde, der Vacherin allerdings nicht geliefert wurde, gibt es das Menü an diesem Abend leider nur ohne den Käsegang. Dabei war ich gerade hier so gespannt was man aus dem tollen Käse Schönes machen kann…

Als erstes bekommen wir mehrere Stücken frisch gebackenes, rustikales Brot auf den Tisch – ein helles Weizenbrot und ein Roggenmischbrot mit Speck und Zwiebeln. Dazu etwas Butter. Ein schöner Einstieg.

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Als Amuse Bouche gibt es eine Gurkenkaltschale mit geräuchertem Heilbutt – ich bin sonst kein großer Fan von Gurkenkaltschale oder Süppchen, aber die Kombination war so toll, dass dieser kleine Teller mir komplett den Kopf verdreht hat.

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Als Vorspeise kam dann ein leckeres Rindertartar mit einem pochierten Wachtelei, grünem Spargel und etwas Bärlauch. Salz und Pfeffer werden für den persönlichen Geschmack mit auf den Tisch gestellt – brauchen wir aber beide nicht. Es gibt begleitend ein Glas 2011er Riesling vom Weingut Klaus Gundel.

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Zum Zwischengang gab es eine offene Ravioli mit wunderbar frischer Pasta und zartem Hummer in kräftigem Krustentierfond, die uns sehr gut geschmeckt hat. Dazu ein Glas 2011er Weißwein vom Weingut Ossian aus Spanien. Uns wird erklärt, dass es sich eigentlich um einen schlichten Tafelwein handelt, der in diesem Fall aber im Eichenfass reift und damit sein interessantes Aroma entwickelt, das stark an Chardonnay erinnert.

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Dann kam das Lamm. Ob man es mag wenn noch etwas Fett am Lammrücken ist oder nicht – dieses hier wurde in winzigste Rauten eingeschnitten und dann knusprig gebraten, während das Fleisch wunderbar zart und rosig ist. Abgesehen davon, dass dieser „Mini-Krustenbraten“ schon optisch ein kleiner Traum ist hat man hier auch geschmacklich ein tolles Erlebnis. Kombiniert mit gebratener Baby-Aubergine, grünem Spargel und Auberginenkaviar ein ganz wunderbarer Hauptgang. Jetzt gibt es Rotwein, ein 2010er Pinot Nero das uns dazu sehr gut gefallen hat.

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Natürlich haben wir uns riesig gefreut, als Martin Rehmann nach dem Hauptgang aus der Küche an unseren Tisch kam und nochmal persönlich gefragt hat ob alles zu unserer Zufriedenheit ist. Ist es und natürlich lasse ich mir die Chance nicht entgehen die eine oder andere Frage zu stellen. Unter anderem was denn mit dem Vacherin passiert wäre. Vielleicht hat man mir ein bisschen angemerkt wie ich mich über den Käse gefreut hätte – auf jeden Fall werden wir jetzt gefragt, ob wir ein bisschen Zeit haben und eine neue Käse-Kreation probieren möchten, die erst am nächsten Tag auf die Karte kommen wird. Was für eine Frage – wer wäre nicht gerne Testesser in einem Sternerestaurant?!? Und so kommen wir in den Genuss von diesem bezaubernden Gang: Ziegenfrischkäse in Karamellgitter mit einem Klecks Whiskey-Gel darauf und etwas Rhabarber darunter. Mit dem Hinweis gebracht, dass man alles gleichzeitig probieren sollte und nicht nur das Eine oder Andere. Ein geschmackliches Highlight – zuerst hat man den Geschmack von einem kräftigen Whiskey, sofort gefolgt von der Süße des Karamells und dann der salzigen Note des Ziegenfrischkäses. Am Ende rundet die fruchtige Säure vom Rhabarber das Ganze ab – wirklich genial!

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Wir schließen unser Menü mit dem Dessert ab. Lychee und Petersilie treffen hier zusammen, begleitet von kleinen Klecksen weißer Schokolade und Petersilie und mit Knallbrause! Ein ziemlich lustiges Gefühl wie es plötzlich auf der Zunge prickelt und in Kombination mit dem Gläschen Champagner ein schöner Abschluss für ein wirklich gelungenes Menü.

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Zum Abschied gibt es dann noch kleine Petit Fours – Trauben in weißer Schokolade und kleine saftige Küchlein. Ein toller Abend in ausgesprochen netter Atmosphäre!

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… Und Sterneköche kochen halt doch mit Feenstaub …

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