Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Spaghetti mit grüner Tomaten-Ingwer Sauce

Spaghetti mit grüner Tomaten-Ingwer Sauce

Ja, ihr lest richtig – Tomaten-Ingwer Sauce. Wie schon berichtet war ich ja beim Foodpairing Workshop auf der IFA. Da gab es am Ende für jeden einen persönlichen Foodpairing Tree und meiner dreht sich rund um die Tomate. Tomate und Ingwer hatten wir ja schon als Experiment im Workshop – das schmeckt. Eine passende Gelegenheit um die grünen Tomaten aus eigener Ernte zum Einsatz zu bringen. Dazu passt etwas knuspriger Pancetta. Für eine vegetarische Variante würde ich vielleicht ein paar gesalzene Cashewkerne anrösten und dazu geben.

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Zutaten für 2 Personen:

200g Spaghetti

6 Scheiben Pancetta

500g grüne Tomaten

1 kleine Zwiebel

Salz & Pfeffer

1 EL eingelegter Ingwer

1 Limette

Zubereitung:

Die Tomaten werden wieder zu Sauce gebacken. Wie ich das mache habe ich euch ja hier schon gezeigt. Nach 45 Minuten bei 180°C im Backofen kommen die Tomaten zusammen mit der Zwiebel direkt vom Blech in den Mixer. Den Ingwer klein hacken und dazu geben. Die Limettenschale abreiben und zusammen mit dem Saft zufügen.

Mixen bis keine Stücken mehr zu sehen sind und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Nudeln in Salzwasser gar kochen. Den Pancetta klein schneiden und ohne zusätzliches Öl in der Pfanne knusprig-kross braten.

Die Pasta abgießen und mit der Hälfte der Sauce vermengen. Auf die Teller verteilen und die restliche Sauce darüber geben. Den Speck auf der Pasta platzieren.

Eine tolle Kombination!

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Hähnchen in scharfer Kokos-Curry Sauce

Hähnchen in scharfer Kokos-Curry Sauce

Mal wieder ein Hähnchencurry, das gab es schon lange nicht. Diesmal aber anders als sonst (auweia, das Rezept ist schon alt) – ich habe das Hähnchen in der Pfanne gebraten und dann mit Reis und Sauce auf dem Teller platziert. Super lecker und ganz schnell gemacht!

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Zutaten für 2 Personen:

2 Hähnchenbrustfilets

etwas Salz

Erdnussöl

120g Reis

200ml Kokosmilch

2 TL gelbe Currypaste

1 gute Prise Zucker

1/2 Limette

1/2 Bund Koriander

Zubereitung:

Die Kokosmilch in einer beschichteten Pfanne erhitzen und um die Hälfte reduzieren lassen.

Den Reis nach Packungsanleitung kochen – das dauert bei mir 16 Minuten. Er sollte schön locker werden.

Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenbrustfilets darin von beiden Seiten scharf anbraten. Ich war etwas spät dran und habe sie dann noch mittig halbiert, so dass ich zwei “Schnitzel” hatte – das würde ich beim nächsten Mal gleich so machen.

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Die Currypaste in die reduzierte Kokosmilch einrühren und eine Prise Zucker dazu geben. Umrühren bis sich Paste und Zucker aufgelöst haben und mit dem Saft aus der halben Limette abschmecken.

Jetzt sollte auch der Reis fertig sein.

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Den Reis auf dem Teller platzieren, die Sauce dazu geben und das Hähnchen in Streifen aufschneiden und in die Sauce setzen. Etwas frisch gehackten Koriander darüber geben, mehr braucht es nicht.

Vorsicht – scharf!

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Limoncello am Gardasee (2)

Limoncello am Gardasee (2)

Freitag – auf nach Mailand! Weit ist es nicht, in gut zwei Stunden ist man dort. Ich bin ja ein Fan der italienischen Autofahrmentalität. Dicht auffahren und drängeln ist ok, geblinkt wird nicht um den eigenen Spurwechsel anzuzeigen, sondern um dem Vorrausfahrenden zu zeigen wo er gefälligst hin soll. Beim Spurwechsel wiederum ist es wichtig nicht zu blinken, das würde sonst nur zu Verwirrung führen. Den macht man entweder beherzt in die kleinste Lücke, oder sehr langfristig indem man sich über mehrere hundert Meter langsam auf die Nebenspur vorarbeitet. Wie auch immer – in Mailand angekommen geht es zuerst in Richtung Mailänder Dom.

2014-07-041

Dort ewartet mich die große Enttäuschung. Ich habe eine Jacke dabei um meine Schultern zu bedecken, aber meine Hose – die nun wahrlich weit von einer Hot Pants entfernt ist – ist zu kurz. Ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Da dürfen Mädels rein deren Rock deulich kürzer ist als meine Hose! Hilft alles nix, ich bleibe draußen und Bessere Hälfte soll kurz alleine rein gehen. Kurz danach tauchen die Tuchverkäufer auf die für 3 Euro Wickelröcke verkaufen. Tief durchatmen, nicht ärgern. Wir trösten uns mich mit einem Glase teuren, aber extrem unspektakulären Chianti Classico, Melone mit Schinken und einem Panini-Capri für Bessere Hälfte. Zu meiner Melone gab es auch Brot. Das wandert aber direkt in meine Tasche, ich will Tauben füttern.

2014-07-042

Das Problem mit den Tauben ist das folgende – die lokale “Mafia” verkauft Mais um die Tauben zu füttern. Ich sage das noch zu Bessere Hälfte und er entgegnet: “als ob die ein Monopol auf Taubenfutter hätten”. Was soll ich sagen – ich stehe da, fütter meine Taube, ein Futterverkäufer kommt auf mich zu um mir Futter zu verkaufen. Ich: “no, thank you”; er:”what’s that!?!” (verdammt böser Blick auf meine Hand mit dem Brot); Ich: “Panini?” Sagen wir es mal so, ich habe mich zügig an den Rand vom Platz verkrümelt.

2014-07-043

Wir laufen noch zur Basilica di Sant’Ambrogio. Die Anlage ist sehr schön, aber im Burggraben sind soooo viele Kätzchen. Bessere Hälfte sagt wenn ich mir eins hole darf ich es behalten. Ihr könnt euch vorstellen, wie schnell ich über das Geländer klettern wollte.

2014-07-044

Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Limone. Der Ausblicküber en See ist von der Küstenstraße einfach toll. Wir wollen noch ein wenig durch den Ort bummeln und meine Pasta und Steinpilzvorräte auffüllen. Im Hotel gibt es aber erst noch einen Aperol-Spritz.

2014-07-045 So richtig kann ich mich noch nicht entscheiden, also wird das Vorratsshopping auf den folgenden Tag verschoben.

Den Abend verbringen wir wieder im Restaurant vom Monte-Baldo. Diesmal haben wir einen Tisch auf dem Balkon – wirklich traumhaft! Zur Vorspeise gibt es Vitello Tonato mit einer extrem leckeren Thunfischcréme. Danach hat Bessere Hälfte Hähnchenroulade mit Salbei auf Kartoffelpüree, ich nehme die Tagesempfehlung – Tortelloni mit Reh, in Salbeibutter geschwenkt. Beides war wirklich sehr gut. Als Dessert haben wir wieder den Käse mit der hausgemachten Marmelade genommen. Dann sind wir satt und zufrieden zurück ins Hotel gerollt.

2014-07-046

Samstag – die Zeit vergeht schnell, es ist unser letzter Tag. Das Wetter ist super und wir verbringen den Vormittag und Mittag am Pool. Am See war es ganz schön voll. Dann wurde geshoppt was das Zeug hält. Getrocknete Steinpilze, zahlreiche Pasta, mit Orangen, mit Steinpilzen, mit Salbei, mit Streifen, noch eine weitere Olivenpaste und Limoncello für Limoncello Spritz auf meiner B-day Party.  Es ist großartig mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Für den Abend haben wir einen Tisch im La cantina del baffo reserviert. Das Restaurant ist etwas versteckt auf dem Dach von einem Supermarkt gelegen. Wir haben einen Tisch auf der Terrasse reserviert und wie gewünscht einen in erster Reihe bekommen. Hier gibt es tolle Menüs die sich immer wieder spontan ergeben und deshalb nur mündlich vorgertragen werden. Das aber mit einer solchen Begeisterung, dass man nichts anderes mehr probieren möchte. Das Menü an unserem Abend richtet sich nach Fischfang. Wir bestellen dazu einen Weißwein und sind gespannt. Wir sind auch nicht die Einzigen die das Menü nehmen. Kaum jemand isst à la carte. Fangen wir an, als Apetizer gibt es kleine Fischklöschen und Garnelen in frittierter Pasta. Dem folgt eine Vorspeise von dünn aufgeschnittenem, mariniertem Hecht. Dazu Blätterteig mit Sesam und eine frische Joghurt-Schnittlauch Sauce.

2014-07-047

Primi Piati – Hecht-Ravioli mit grüner Kräutersauce die wirklich sehr gut gemacht sind. Im Hautgang folgt Zander auf einem Bett aus Tomaten und Kapern mit grünen Oliven und Olivenöl. Der Fisch ist super zart gebraten und wir sind hin und weg von dem Tomaten-Kapern Mix.

2014-07-048

Das Dessert wird von der Karte gewählt. Bessere Hälfte nimmt ein Tiramisu, ich lasse die Waffeln mit Rum, Nüssen und Café-Eiscréme empfehlen. Die Waffeln sind eher sehr dünne Bisquitschichten. Mit knackiger Schokolade und einem würzigen Honig ein toller Abschluss für ein herrliches Menü.

2014-07-049

Dann die Überraschung zur Rechnung – es gibt noch ein Tellerchen mit kandierten Weintrauben, Heidelbeeren, Rosenblättern, außerdem Erdbeeren mit weißer Schokolade und Bisquit mit dunkler Schokolade. Rundum glücklich machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel.

2014-07-050

Die Nacht ist kurz, am Sonntag brechen wir um 4 Uhr auf. Dadurch entgehen wir dem großen Rückreiseverkehr und schaffen es in 10 Stunden zurück nach Berlin.

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass man auch in kleinen Touristenstädtchen gut essen kann. Man muss nur gründlich suchen und rechtzeitig einen schönen Tisch reservieren!