Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

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Tapas – Auberginenröllchen mit Schafskäsefüllung

Tapas – Auberginenröllchen mit Schafskäsefüllung

Melli geht dieses Jahr mit uns auf Weltreise. Auf eine vegetarische Weltreise um genau zu sein und wir verbringen die letzten Tage im sonnigen Spanien. Da ist für mich ganz klar, dass es Tapas gibt – davon könnte ich mich ohne weiteres über einen sehr langen Zeitraum ernähren. Vor einiger Zeit haben wir auswärts Schafskäse in Aubergine gegessen. Damals hat mich gestört, dass da einfach nur ein Streifen Schafskäse eingewickelt war. Kaum Gewürze und doch recht einfach. Ich habe hier noch etwas Abwechslung mit Pinienkernen und Gewürzen ins Spiel gebracht.

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Zutaten für 6 Röllchen:

6 dünne Scheiben Aubergine aus der Mitte (knapp 1/4-1/2 Aubergine)

4+2 EL Olivenöl oder Gewürzöl

100g Schafskäse

2 EL Pinienkerne

1/2 Bund Petersilie

1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)

1 Prise Pfeffer

2 EL Wasser

6 Holzzahnstocher

Zubereitung:

Ich schneide von der Aubergine 6 dünne Scheiben und brate diese mit wenig (max. 3-4 EL) Öl in der Pfanne an. Achtung, Auberginen sind wie Ölschwämme – sie werden immer alles aufsaugen, dann werden sie schleimig und matschig.

Den Schafskäse mit etwas Wasser in eine Schüssel geben und mit der Gabel zu einer Créme zerdrücken. Mit Pfeffer, Paprika und der fein gehackten Petersilie würzen. Die Auberginenscheiben aus der Pfanne heben und darin kurz die Pinienkerne anrösten. Die Kerne unter der Créme mischen.

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Jetzt je 2 TL Créme auf eine Auberginenscheibe platzieren.

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Aufrollen und mit einem Holzspieß fixieren.

Noch etwas Öl darüber träufeln und die Röllchen kalt, also auf Raumtemperatur, servieren.

Greift zu!

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Eingereicht für das Event:

Vegetarische Weltreise - Spanien

Nebenbei hatte ich noch gebackene Champignons im Ofen und ein Lammhüftsteak mit Honig und Pinienkernen in der Pfanne. Sogar die Wirsingroulade vom Vortag ließ sich in Scheiben aufgeschnitten gut als Tapas servieren. Die Rezepte folgen in den nächsten Tagen.

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Linguine mit Mandel-Estragon Pesto

Linguine mit Mandel-Estragon Pesto

Ich habe noch nie Estragon in ein Pesto gegeben. Koriander, Basilikum, Petersilie – ja, aber kein Estragon. Irgendwie erschien mir die Idee aber spannend und so habe ich es einfach mal ausprobiert. Ganz was anderes, das Anisartige Aroma kommt wunderbar zur Geltung und macht die Pasta sehr lecker. Dazu gab es Rotwein-Linguine die wir aus dem Toskana Urlaub mitgebracht haben und die seit dem etwas stiefmütterlich im Regal vernachlässigt wurden. Normale Pasta wäre aber genau so gut gewesen.

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Zutaten für 2 Personen:

1 Bund Estragon

100g gemahlene Mandeln

6 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen

15-20 Cocktailtomaten

40g Parmesan

Pfeffer & Salz

250g Linguine

Zubereitung:

Ich setze einen Topf Salzwasser auf. Sobald das Wasser kocht kommt die Pasta hinein.

Die gemahlenen Mandeln, die geschälten Knoblauchzehen, die Cocktailtomaten, den grob gehackten Estragon und den fein geriebenen Parmesan in den Standmixer geben. Das Olivenöl dazu geben und mit Pfeffer und Salz würzen. Kurz bevor die Pasta fertig ist gebe ich eine Kelle Nudelwasser dazu. Gut mixen bis ein schönes Pesto entstanden ist.

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Die fertige Pasta abgießen und zurück in den Topf geben. Langsam das Pesto über die Linguine geben und alles gut durchmischen.

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Die Pasta auf tiefen Tellern anrichten und falls zur Hand noch mit etwas Basilikum dekorieren.

Schnell und lecker!

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Käse mit Kirschtomaten-Vanille Kompott

Käse mit Kirschtomaten-Vanille Kompott

Käse schließt ja bekanntlich den Magen – und weil auch das schönste 5-Gänge Menü am Valentinstag irgendwann mal zu Ende sein muss hat diese Platte mit gebackenen Kirschtomaten mit Vanilleöl den krönenden Abschluss gebildet. Unglaublich lecker – beim nächsten Mal würde ich die Tomaten am Vorabend vorbereiten und über Nacht im Vanilleöl ziehen lassen – sie haben nämlich am Samstag zum Frühstück gleich doppelt so gut geschmeckt. Aber auch lauwarm waren sie sehr lecker. Ich hoffe ihr hattet an meinem Menü genau so viel Freude wie ich!

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Zutaten für 2 Personen:

französischer Käse – hier Camembert, Roche Baron (Blauschimmelkäse) und Selles-sur-cher Käse (Ziegenkäse im Aschemantel)

200g Kirschtomaten

1 Vanilleschote

4 EL Olivenöl

1 EL Zucker

1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Vanilleschote längst aufschneiden und das Mark heraus kratzen. Das Vanillemark mit dem Olivenöl verrühren und die Schote in 3 Stücken schneiden und ebenfalls dazu geben.15-20 Minuten ziehen lassen.

Die Tomatchen werden halbiert und mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech gelegt. Mit Salz und Zucker bestreuen.

Jetzt gibt es zwei Optionen – ich habe die Tomaten für 30 Minuten bei 180°C im Backofen unter den Grill gelegt, im Original backen sie für 50-60 Minuten bei 120°C.

Das Vanilleöl samt Vanilleschote über die Tomaten geben und das Blech in den Ofen schieben.

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Wenn die Tomatchen leicht gebräunt sind sollten sie fertig sein. Abkühlen lassen und lauwarm oder kalt servieren – wie gesagt, am ersten Abend waren sie lecker, am nächsten Morgen noch besser.

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Lustigerweise habe ich für dieses Menü tatsächlich das erste (1.Gang) und das letzte (5. Gang) Rezept aus Rachel Khoo’s Kochbuch Paris in meiner Küche gekocht – die drei anderen Gänge haben sich irgendwo auf den Seiten dazwischen getummelt. Ich gebe mir auf jeden Fall Mühe die Lücken zu schließen, das Buch ist wirklich toll!

Viel Spaß beim Genießen!

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Gnudi

Gnudi

Wer oder was ist ein Gnudi? Ein Gnudi ist ein Ricotta Klößchen das lange vorbereitet werden möchte und in einem Mäntelchen aus Grießmehl zusammen mit kurz frittiertem Salbei in etwas brauner Butter serviert wird. Ich habe mir Gnudi für den kulinarischen Roadtrip durch die USA ausgesucht den Bella von Bella kocht derzeit in Zorras Kochtopf veranstaltet. Warum Gnudi? Pizza und Burger waren mir zu typisch, also wollte ich Krokodil machen. Das hätte ich aber rechtzeitiger bestellen müssen und somit hat das nicht mehr geklappt. Als ich mich dann schon fast auf eine Pan-Pizza eingestellt habe sind mir die Gnudi eingefallen. Wir machen dieses Jahr einen USA-Urlaub und in New York will ich unbedingt in das ‘The spotted pig’. Darüber habe ich im Jamie Magazin “Winter Klassiker” nämlich einen schönen Bericht gelesen und somit ist es felsenfest eingeplant. Da möchte ich dann natürlich eine der Spezialitäten des Hauses – die Gnudi – probieren. Und damit ich nicht so lange warten muss gibt es die ersten schon heute. Zugegeben, meine Gnudi sind noch nicht ganz fertig (sie müssen 3-4 Tage im Kühlschrank ruhen), das wird sich aber heute Abend noch ändern mittlerweile fertig und super lecker geworden!

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Zutaten für 2-3 Personen:

250g Ricotta

200g Hartweizengrieß (im Original Grießmehl)

Salz

20g Parmesan

100g Butter

einige Salbeiblätter

Zubereitung:

Das ich die Gnudi noch fertig bekomme bevor das Event ausläuft war eine last minute Aktion. 3-4 Tage wollen die kleinen Klößchen im Kühlschrank ruhen und heute Abend ist Tag 3 zuende. Sie fühlen sich jetzt schon sehr gut an, aber fangen wir von vorne an…

Ich stelle eine ausreichend große, flache Schüssel bereit und gebe 3/4 vom Hartweizengrieß hinein. Für die Klößchen kommen der Ricotta, Parmesan und Salz in eine kleinere Schüssel.

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Mit dem Handrührgerät gut vermengen. Die Masse fülle ich jetzt in einen Frischebeutel (oder einen Spritzbeutel) von dem ich unten großzügig eine Ecke abschneide. Dann ziehe ich mit dem Ricotta dicke Würstchen durch den Grieß. Etwas Abstand dazwischen lassen.

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Die Röllchen schneide ich mit dem Messer in kleine Stücken, im Original wird das Zerteilen mit einer Schere empfohlen, aber ich finde mit dem Messer geht es super und es lässt sich deutlich besser reinigen.

Dann wird jedes Stückchen zu einem kleinen, runden Klößchen geformt und im Grieß gewendet. Den restlichen Grieß darüber streuseln und das Ganze mit Frischhaltefolie abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

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Die Klößchen täglich wenden, bis sie nach 3-4 Tagen fest genug sind. Ihr merkt das, bei mir sind sie am 3. Tag deutlich fester und stabiler als die weichen Bällchen die ich noch zu kleinen Klößchen geformt habe…

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Wenn es dann so weit ist die Gnudi zu kochen wird der Grieß etwas abgeschüttelt und ein großer, flacher Topf zu 2/3 mit Salzwasser gefüllt und zum Kochen gebracht. Parallel 40g Butter und 75ml Salzwasser in einem Topf geben und leicht erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Die Gnudi für 2 Minuten im Salzwasser köcheln lassen.

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Für die braune Butter kommen die restlichen 60g Butter in einen Topf und werden schäumend aufgekocht. Die Salbeiblätter für 2 Minuten dazu geben und dann auf etwas Küchenpapier salzen (ich nehme dafür etwas fleur de sel) und abtropfen lassen. Die braune Butter beiseite stellen.

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In dieser Zeit das Butter-Wasser aufkochen und die Gnudi vorsichtig hinein setzen. Nochmal 3 Minuten köcheln lassen. Dabei nur schwenken und nicht rühren.

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Die Gnudi mit einigen frittierten Salbeiblättern auf Tellern anrichten. Etwas braune Butter und frisch geriebenen Parmesan darüber geben.

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Auch in der “Home” Version super lecker, ich freue mich trotzdem schon auf das Original in New York!

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Eingereicht für das Event:

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

Französische Eier im Näpfchen

Französische Eier im Näpfchen

Seit Samstag bin ich stolzer Besitzer eines nagelneuen französischen Kochbuchs. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden welches Buch ich mir hole, da hat Bessere Hälfte mir kurzerhand Paris in meiner Küche von Rachel Khoo geschenkt. Was für ein Buch! Ich habe es wie einen guten Roman verschlungen und die Rezepte ohne Post-it zum Nachkochen kann ich an einer Hand abzählen. Den Anfang habe ich heute mit diesen ceufs en cocotte (Eier im Näpfchen) gemacht. Und mit der französischen Küche komme ich natürlich nicht an der aktuellen Etappe von Mellis vegetarischer Weltreise vorbei! Deshalb habe ich die Eier in vegetarischer Form und nicht mit Kaviar oder Räucherlachs umgesetzt. Ein wirklich einfaches und leckeres Mittagsessen!

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Zutaten pro Schälchen:

3 EL Schmand (im Original Créme fraîche)

1 Ei

Pfeffer & Salz

1 Prise Muskat

etwas frischer Koriander

1 Cocktailtomate

etwas Weißbrot / Baguette

alternativ: z.B. Dill, Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, fein gehacktes Gemüse, Räucherfisch, Kaviar

Zubereitung:

Ich rühre den Schmand mit Pfeffer, Salz und einer Prise frisch geriebenem Muskat zu einer glatten Créme. Den Koriander fein hacken und 2/3 untermengen. Die Hälfte der Créme in ein Portionsschälchen geben.

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Das Ei darüber schlagen…

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… und die restliche Créme vorsichtig darauf setzen. Dann kommt das Schälchen in eine tiefe Form / ein tiefes Blech das halbhoch mit Wasser gefüllt wird. So wandert es für 25 Minuten (im Original nur 15 Minuten) bei 180°C in den vorgeheizten Backofen.

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5 Minuten vor Ende der Zeit platziere ich noch eine geviertelte Cocktailtomate auf der Créme. Sobald das Eigelb fest wird hole ich das Schälchen aus dem Wasserbad und lasse es auf Küchenpapier abtropfen.

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Darüber streusel ich jetzt den restlichen Koriander. Dazu schneide ich etwas Brot auf.

Ein feines, kleines Mittagessen!

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Eingereicht für das Event:

Vegetarische Weltreise - Frankreich

Und falls ihr denkt ich hätte mit den Post-it’s übertrieben – seht selbst (Herzchen Post-it’s kennzeichnen mein Valentinstags-Menü)!

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