Katha-kocht!

Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Katha-kocht! - Für alle, die Spaß am Kochen haben…

Fingerfood – Rezension

Fingerfood – Rezension

Ein neues Kochbuch hat meine Sammlung erweitert. Fingerfood nennt es sich und bietet laut eigenen Angaben von Anitpasti bis Tapas kleine Köstlichkeiten für jeden Anlass. Ich liebe Tapas und suche immer nach neuer Inspiration für kleine Häppchen oder Dinge die man gut auf dem Buffet anrichten kann – da habe ich mich über dieses Büchlein besonders gefreut.

Fingerfood

Kosmos Verlag 9783440130056

144 Seiten
103 Farbfotos
Integralband
220 x 195 mm (LxB)
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-440-13005-6
Art.-Nr.: 13005
Aber fangen wir von vorne an. Die Autorin und Foodstylistin Christina Kempe hat ein buntes Program aus 60 Rezepten für jeden Anlass zusammengestellt. “Für jeden Anlass” sagen ja viele, das schau ich mir natürlich genauer an… und schnappe mir sofort den Post-it Block. Gemüseröllchen im Sushi-Style, gefüllte Weinblätter mal anders, Mini-Saltimbocca, marinierter Kürbis, Heilbutt-Ceviche, Melonen-Feta Salat, Lamm-Saté Spieße, Orangen Pilze und Rumpsteak Tagliata sind nur ein paar Beispiele die mir sofort ins Auge gefallen sind. Desserts gibt es natürlich auch, aber das ist ja nicht so ganz meine Baustelle.
Die Rezepte sind übersichtlich geschrieben und man hat eine gute Vorstellung davon was man gut vorbereiten kann und welche Schritte erst kurz vor dem Eintreffen der Gäste gemacht werden sollten. Alles schön und gut, das Buch bietet aber noch mehr.
Christina Kempe ist Foodstylistin und hat ein Händchen dafür ihr Essen hübsch anzurichten. Es geht schon mit der passenden Einladung los, dann wird der Tisch dekoriert. Außerdem gibt es als Inspiration zu so ziemlich jedem Gericht schöne Fotos. Um es uns Zuhause einfacher zu machen gibt es aber außerdem zu jedem Gericht einen Tipp zum Anrichten. Nicht nur “im Glas” oder “auf dem Löffel”, sondern Ideen zum Untergrund, Besteck, kleinen Schildchen oder Kräutern. Die meisten Sachen lassen sich schnell und einfach nachmachen und mit Kleinigkeiten kommt euer Buffet gleich ganz anders rüber.
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Das war aber noch nicht alles. Ich weis ja nicht, wie das bei euch ist – aber kenn ihr das, wenn ihr eine Sache unbedingt auf dem Buffet haben wollt und dann überlegt was noch dazu passen könnte? Das Buch hat nicht nur ein Rezeptregister, sondern auch ein Themenregister. Warme Häppchen, kalte Häppchen, vegetarische Häppchen, Häppchen mit Fleisch und Häppchen mit Fisch und Meeresfrüchten gibt es hier auf einen Blick. Damit wird man aber nicht alleine gelassen. Schon in der Einleitung, wenn ihr eure Einladung gestaltet und ein paar Ideen zur Tischdeko mit auf den Weg bekommen habt, gibt es eine ganze Reihe möglicher Kombinationen zu verschiedenen Anlässen. Ein “Frühlingsfrischer Abend”, ein “mediterranes Sommerfest” oder “In die Ferne schweifen” – kein Problem. Mir gefällt besonders gut, dass man Vorschläge bekommt wieviele Häppchen man für seine Gäste machen sollte und das diese Zahl nicht nur von der Anzahl der Gäste, sondern auch von der Dauer eures Treffens abhängt. Die Empfehlung der passenden Getränke ist nett, bietet aber keine große, neue Erkenntnis.
Soviel zur Theorie – aber kann man aus dem Buch auch kochen? Ja, man kann – bei mir stand gerade kein Besuch an, also habe ich mir ein Häppchen ausgesucht, das auch gut als Beilage passen würde. Und nix hat mich so sehr gereizt wie die gefüllten Weinblätter in der Muffinform! Absolut genial und leicht vorzubereiten. Auch wenn ich mich wieder nicht 100% an das Rezept halten konnte… Das Rezept für die Lamm-Saté Spieße folgt in Kürze.
Vielen Dank an den Kosmos Verlage der mir dieses Buch kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. Der Inhalt dieser Rezension entspricht natürlich nur meinem eigenen Geschmack und meiner Erwartung an ein Kochbuch.
Weinblätter mit Tomaten-Ziegenkäse Füllung
Gefüllte_Weinblätter_mit_Lammhüftsteak_ (7)
Zutaten für 12 Törtchen:
24 eingelegte Weinblätter
1 Ochsenherztomate (150g) – im Original 300g Kirschtomaten
1 grüne Paprika (mein Ausgleich für die fehlenden Tomaten)
1/2 Bund Petersilie
200g Ziegenfrischkäse
4 Eigelb
200g Schlagsahne (im Original 400g)
25g Pinienkerne
Pfeffer
2 kleine rote Chilis (von mir ergänzt)
Zubereitung:
Vorab – laut Rezept sollen es kleine Weinblätter sein. Nun ist klein vermutlich relativ, meine waren ziemlich klein, deshalb habe ich am Ende die Sahne halbiert. Aber das lässt sich ja einfach regulieren.
Die Weinblätter kurz abspülen um etwas Salz loszuwerden. Dann kommen jeweils zwei Blätter leicht überlappend in eine Muffinform.
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Tomate, Petersilie und Paprika klein schneiden und in eine Schüssel geben. Mit etwas mehr als der Hälfte vom Ziegenkäse vermengen und mit Pfeffer würzen.
Diese Füllung in den Muffinmulden platzieren.
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Den restlichen Ziegenkäse mit Sahne, den Eigelb und den zwei Chilis mit dem Stabmixer fein mixen. Diese Füllung gleichmäßig auf alle 12 Vertiefungen verteilen. Keine Sorge wenn das zum Teil aus den Blättern ausläuft, das klappt trotzdem. Die Pinienkerne auf den eingeklappen Blättern verteilen.
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Kann so 1-2 Stunden im Kühlschrankgelagert werden, oder ihr stellt es so wie ich direkt für 40 Minuten bei 160°C Umluft direkt in den Ofen.
Auf die letzten 15 Minuten brate ich die Lammhüftsteaks. Erst scharf anbraten, dann bei reduzierter Hitze medium garen.
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Die Förmchen aus dem Ofen holen und die Blätter mit einem Löffel daraus lösen. Die Steaks kurz ruhen lassen und dann in Scheiben aufschneiden.
Beides zusammen anrichten. Als Deko wird Weinlaub empfohlen, das habe ich gerade nicht zur Hand – aber wir sind ja auch nur zu zweit.
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Ihr dürft schon gespannt sein – da gibt es noch das eine oder andere Rezept als Inspiration!
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Tapas – Lamm mit Pinienkernen

Tapas – Lamm mit Pinienkernen

Für Mellis Weltreise habe ich Tapas gemacht. Da sie ja vegetarisch unterwegs ist gab es die Auberginenröllchen mit Schafskäse. Da Bessere Hälfte aber so ganz und gar nicht vegetarisch unterwegs ist musste es auch noch etwas anderes geben. Ich habe mich für etwas ganz einfaches entschieden und ein Lammhüftsteak gekauft – da fällt einem ja immer was ein. Gebraten, fein aufgeschnitten und mit Agavensirup beträufelt. Dazu Pinienkerne… einfach göttlich!

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Zutaten für ein Schälchen:

1 Lammhüftsteak

etwas Olivenöl

Pfeffer & Salz

1 EL Agavensirup (oder Honig)

2-3 EL Pinienkerne

Zubereitung:

Ich halbiere das Lammhüftsteak so, dass ich zwei dünne Steaks habe. Die werden gesalzen und in der Pfanne mit Öl scharf angebraten. Die Hitze reduzieren und die Steaks bei mittlerer Hitze von jeder Seite 4 Minuten braten – dann sind sie medium.

Aus der Pfanne nehmen und mit Pfeffer würzen. 3-4 Minuten ruhen lassen. Dafür dürfen jetzt die Pinienkerne in die Pfanne wo ich sie kurz anröste. Dann schneide ich das Fleisch mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben. Die werden auf der Schale verteilt und mit Agavensirup beträufelt. Die Pinienkerne dazu geben und nach Lust und Laune noch etwas Basilikum zur Deko mit in die Schale setzen.

Holzspieße in einige Steakstreifen stecken und sofort servieren.

Wer möchte?

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Lammfilet mit zitronigen Gnocchi

Lammfilet mit zitronigen Gnocchi

Nur weil etwas schnell geht bedeutet das nicht, dass es weniger gut ist. Viele Leute sagen manchmal “heute gibt es nur eine schnelle Pasta” oder so – aber wichtig ist doch, dass es schmeckt und möglichst frisch zubereitet ist. Dieses leckere Essen war sehr schnell gemacht – wir hatten nämlich noch Karten für das Trans Siberian Orchestra und mussten pünktlich los. Die Zitrone gibt dem ganzen eine schöne Frische und durch den Ricotta ist es außerdem nicht allzu Kalorienlastig.

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Zutaten für 2 Personen:

2 Lammfilets

50g Butter

1 Schalotte

4 Zweige Thymian

400g Gnocchi

100g Ricotta

1/2 Zitrone

1/2 Bund Petersilie

Pfeffer & Salz

Zubereitung:

Ich erhitze die Butter in der Pfanne und gebe die sehr fein aufgeschnittene Zwiebel dazu. Das Lammfilet mit in die Pfanne legen und rundherum scharf anbraten. Mit Pfeffer und Salz würzen. Den Thymian von den Stängeln zupfen und dazu geben. Dann die Hitze deutlich reduzieren (hier Stufe 8 von 14). Wichtig – die Zwiebel soll gold-gelb karamellisieren, aber nicht anbrennen!

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Die Gnocchi in kochendes Salzwasser geben und 2 Minuten köcheln lassen. Abgießen, zurück in den Topf geben und mit dem Ricotta vermengen. Die Zwiebeln und den Thymian direkt aus der Pfanne in den Gnocchi-Topf schieben und die Schale von der halben Zitrone dazu reiben. Die halbe Zitrone über dem Topf auspressen und alles gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, die Zwiebeln bringen eine süße und die Zitrone eine frische Note ins Essen.

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Die Lammfilets müssen insgesamt rund 8-10 Minuten braten. Dann nehme ich sie aus der Pfanne und schneide sie in dünne Scheiben auf. Zusammen mit den zitronigen Ricotta-Gnocchi anrichten.

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Anrichten und restlos aufessen – das Lammfilet ist wunderbar zart und die crémigen, frischen Gnocchi passen wunderbar dazu.

Guten Appetit!

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Eingereicht für das Event:
Garten-Koch-Event Januar 2014: Zitronen [31.01.2014]